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Aus der Stadt Tarifzonen im Nahverkehr sollen einheitlich werden
Hannover Aus der Stadt Tarifzonen im Nahverkehr sollen einheitlich werden
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19:51 25.02.2018
Die Ticketzonen sollen vereinheitlicht werden. Quelle: Archiv/Michael Thomas
Hannover

 Seit langer Zeit gibt es im Gebiet des Großraum Verkehr Hannover (GVH) zwei unterschiedliche Systeme: Für Einzelfahrscheine und Tagestickets gelten drei Tarifzonen. Weil für Monatskarten das Stadtgebiet Hannovers noch einmal in zwei Zonen unterteilt wurde, sind es in diesem Segment insgesamt vier. „Das verstehen viele Fahrgäste nicht“, sagte Klaus Geschwinder vom Verkehrsmanagement der Region am Donnerstag im Verkehrsausschuss. Möglichst zum Jahresbeginn 2020 will die Behörde deshalb einheitlich drei Zonen einführen.

Reform hätte Gewinner und Verlierer

Die unterschiedliche Zonenregelung stiftet nicht nur vor allem bei auswärtigen und gelegentlichen Fahrgästen Verwirrung, sondern führt auch zu Mehrarbeit beim GVH und bei der Region. Deshalb macht man sich nun an eine Reform, die bei den Tarifeinnahmen aufkommensneutral wirken soll. „Es wird aber Gewinner und Verlierer unter den Fahrgästen geben“, erklärte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz.

Entfällt bei den Monatskarten eine Zone, würden knapp 5000 Abonnenten aus der Stadt Hannover und damit etwa 5 Prozent der Gesamtzahl 3 bis 4 Euro im Monat mehr zahlen müssen. Für 320 Karteninhaber, die aus der Tarifzone Region in die bisherige Zone „Hannover 2“ fahren, stiegen die Tarife um happige 30 Prozent. Für ein Drittel der Fahrgäste würden die Preise leicht sinken, für mehr als die Hälfte blieben sie unverändert.

Neues Angebot im Umland

Neu ins Tarifangebot will die Region eine sogenannte Umlandkarte aufnehmen, die nicht im Stadtgebiet Hannovers gilt und um bis zu einem Drittel günstiger wäre als der herkömmliche Zonentarif. Der Grund: „Gutachter haben uns darauf hingewiesen, dass man im Umland deutlich weniger Nahverkehr für das gleiche Geld bekommt, weil die Stadtbahn fehlt und Busse seltener fahren“, sagt Geschwinder.

Noch nicht geklärt ist, was mit rabattierten Spezialangeboten etwa für Senioren geschieht. Trotzdem gab es von Teilen der Politik Lob. „Endlich wagt man sich mal an dieses Thema“, sagte Eberhard Wicke (CDU). Die Grünen wiederum hatten eine regionsweit gültige Jahreskarte zum Preis von 365 Euro und damit den kompletten Wegfall des Zonensystems im Sinn, scheiterten aber mit einem entsprechenden Antrag.

Von Bernd Haase

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