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Aus der Stadt Dieser Film aus Hannover ist ein Zeichen gegen Hass
Hannover Aus der Stadt Dieser Film aus Hannover ist ein Zeichen gegen Hass
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00:20 27.03.2018
Das Filmplakat, das zwischen Produzent Mark Rudi (links) und Regisseur Roman Meyer- Paulino steht, lässt nichts Gutes ahnen. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 Der entscheidende Satz fällt etwa zur Hälfte des Films. „Wir begreifen nicht, dass wir denselben Mond ansehen“, sagt Rahim, ein Flüchtling aus Syrien, zu Julka. Was er meint ist, dass doch alle Menschen gleich sein sollten und sich nicht wegen Religion, Hautfarbe oder Herkunft bekämpfen sollten. Eine zarte Liebe zwischen den beiden deutet sich an, doch die stößt im Wortsinn auf harten Widerstand. Julkas Brüder stammen wie sie aus einer russischen Spätaussiedlerfamilie, doch die Männer halten sich als Deutsche für etwas Besseres, teilen rechtsradikale Ansichten und hassen Ausländer, „Molukken“, sagt einer. Dann begegnen sich alle auf einem Willkommensfest für Flüchtlinge, und für Julka und Rahim zeigt sich, ob die Liebe oder der Hass siegt.  

Am Sonnabend hatte der 40 Minuten lange Film „Romeos Erbe“ Vorpremiere im Apollo-Kino in Linden, zahlreiche Freunde der Crew saßen im Publikum. Der hannoversche Regisseurs Roman Meyer-Paulino drehte die Low-Budget-Produktion, weil er sich mit Flüchtlingsbewegung und Fremdenhass auseinandersetzen wollte. Dabei baute er viele Tanz- und Musicalelemente ein und lehnte sich, nicht nur bei der Namensgebung seiner zwei Hauptfiguren an den Filmklassiker „Romeo und Julia“ an. Gedreht wurde in Hannover und Region, Lokalpatrioten können zum Beispiel Maschsee und Raschplatzhochstraße erkennen. „Wir haben zwei Jahre hart gearbeitet“, sagte Meyer-Paulino bei der Vorführung im Apollo. Dass es so lange dauerte lang auch daran, dass das Team mit dem ersten Soundtrack nicht zufrieden war. 

„Romeos Erbe“ wurde unter anderem finanziert von einer Tanzschule, der niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, Staatskanzlei und der hannoverschen Marketing- und Tourismus-Gesellschaft. Er wird nun auf Festivals gezeigt und soll später wieder in Hannover zu sehen sein. 

Von Gunnar Menkens

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