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Aus der Stadt Besucheransturm auf Schmetterlingsschau
Hannover Aus der Stadt Besucheransturm auf Schmetterlingsschau
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00:18 14.02.2018
Die Schmetterlingsschau im Tropenhaus des Berggartens hat bisher mehr als 15.000 Besucher angelockt. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

 Die Schmetterlingsschau im Tropenhaus des Berggartens zieht so viele Besucher an, wie kaum eine andere Sonderausstellung in den vergangenen Jahren – und bringt die Gartenverwaltung in die Bredouille. „Wir haben Sicherheitsleute mit dem Warteschlangen-Management beauftragt“, sagt Gartendirektor Ronald Clark im Gespräch mit der HAZ. 15.000 Gäste in nur zwei Wochen haben die bunten Falter angelockt, kommende Woche will Clark den 20.000. Besucher empfangen. „Das ist schon beeindruckend. Die Leute kommen rein und lächeln“, sagt Clark.

Rund 1000 exotische Schmetterlinge flattern im Tropenhaus umher, darunter so pittoreske Arten wie der große Himmelsfalter mit seinen blauen Flügeln und der Bananenfalter mit einer Spannweite von 14 Zentimetern. „Die Besucher halten sich lange im Haus auf und fotografieren viel“, sagt Clark. Damit das Gedränge nicht zu stark werde, sei man dazu übergegangen, den Einlass zu regulieren. Die Wartezeit beschränke sich aber auf 5 bis 10 Minuten. Der Gartendirektor empfiehlt seinen Gästen, möglichst morgens zwischen 9 und 11 Uhr zu kommen, dann sei es nicht ganz so voll.

Trotz der Menschenmassen scheinen sich  die Insekten wohl zu fühlen. Sie haben die eigens in die Beete gesetzten Futterpflanzen zum Teil kahl gefressen, etliche Tiere im Puppenstadium kleben an Blättern. „Den Schmetterlingen geht es gut“, sagt Clark. Das war nicht immer so.

Im vergangenen Jahr plante die Stadt schon einmal eine Schmetterlingsschau im Tropenhaus, doch etliche Tiere verendeten bereits nach wenigen Tagen. Ursache für das Artensterben waren Reste eines Insektizids auf den Blättern von Pflanzen.

Der ungeahnte Besucherandrang gibt Auftrieb für den geplanten Bau eines neuen Schauhauses, in dem Schmetterlinge dauerhaft gezeigt werden sollen. „Wir wollen im Winter mehr Besucher anlocken. Die aktuelle Schmetterlingsschau zeigt, dass das funktioniert“, sagt Clark. Schon jetzt habe die Stadt deutlich mehr Jahreskarten für die Herrenhäuser Gärten verkauft, als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Geplant ist, das in die Jahre gekommene Kanarenhaus im Berggarten abzureißen und durch ein neues Schauhaus mit einer Fläche von 1000 Quadratmetern zu ersetzen. Dort sollen nicht nur kanarische Pflanzen zu sehen sein, sondern auch Orangen- und Zitronenbäume sowie in einem dritten Raum die tropische Riesen-Seerose Victoria regia. „Sie wird im Winter nicht blühen, aber das Klima, das sie benötigt, ist auch für tropische Schmetterlinge geeignet“, erklärt der Gartendirektor. 

Im Herbst will die Stadt einen Architektenwettbewerb um den besten Entwurf für das neue Schauhaus starten. Danach will sich Gartendirektor Clark auf Sponsorensuche begeben. Die Baukosten werden auf rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn wird voraussichtlich 2021/2022 sein. 

Die aktuelle Schmetterlingsschau unter dem Namen „Gaukler der Tropen“ ist noch bis zum 18. März im Tropenhaus des Berggartens zu sehen. Die Gartenverwaltung denkt über eine Verlängerung nach. Das Haus öffnet täglich von 9 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt, der auch für den Großen Garten gilt, kostet 3,50 Euro, Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren zahlen 1,50 Euro. Für Kinder ist der Eintritt kostenlos. 

Von Andreas Schinkel

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