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Aus der Stadt Rat beschließt neue Konzepte für Frühlings- und Oktoberfest 
Hannover Aus der Stadt Rat beschließt neue Konzepte für Frühlings- und Oktoberfest 
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00:15 17.03.2018
Im Frühling und im Herbst laden Schausteller zum Rummel auf dem Schützenplatz. Die Stadt schreibt jetzt die Konzession für den Betrieb der Volksfeste aus.  Quelle: Samantha Franson
Hannover

 Lange tobte ein Rechtsstreit um den Betrieb von Frühlings- und Oktoberfest, jetzt schreibt die Stadtverwaltung eine neue Konzession aus. Klare Vergabekriterien sollen nicht nur Rechtssicherheit herstellen, sondern den Festen auch inhaltlich eine neue Richtung geben. Zugespitzt formuliert: Das Frühlingsfest soll stärker Familien und Senioren ansprechen, das Oktoberfest ein Partypublikum erfreuen. Beide Feste sollen ökologisch verträglicher werden: Abfall ist möglichst zu vermeiden, ein Pfandsystem einzuführen, der Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren. 

Der Wirtschaftsausschuss des Rates beschließt das Konzept am Freitag einmütig. Erst im kommenden Jahr wird ein neuer Betreiber die beiden Volksfeste unter den neuen Bedingungen organisieren. „Damit schaffen wir ein transparentes, rechtssicheres Verfahren und sichern die Zukunft der Volksfeste in Hannover“, sagt SPD-Wirtschaftsexperte Florian Spiegelhauer.

In den vergangenen Jahren hatte es etliche Klagen konkurrierender Unternehmen gegeben, weil die Stadt Fehler bei der Vergabe gemacht hatte. Zeitweise war es unklar, ob die Feste überhaupt stattfinden können. Am Ende musste die Stadt eine Entschädigung zahlen, um den Dauerstreit zu beenden. Jahrzehntelang hatte  die Arbeitsgemeinschaft für Volksfeste (AGV) den Rummel organisiert, vor zwei Jahren bewarb sich die Springer Firma FTE um den Zuschlag. Damit begannen die gerichtlichen Streitereien.

„Ein transparentes Vergabeverfahren auf den Weg zu bringen, ist überfällig“, sagt CDU-Wirtschaftsexperte Jens-Michael Emmelmann. Die CDU wie auch andere Parteien im Rat haben zusammen mit Verwaltungsvertretern die Vergabekriterien entwickelt. 

Am Ende könnte es darauf hinauslaufen, dass die AGV erneut den Zuschlag erhält. Die Zahl der mitbietenden Unternehmen dürfte sich in Grenzen halten. So verlangen die neuen Vergabekriterien, dass ein Betreiber über Erfahrungen mit „von ihm organisierten mehrwöchigen Großveranstaltungen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern“ verfügen müsse. „Die AGV kann sich bewerben, aber auch neue Anbieter“, sagt SPD-Mann Spiegelhauer. Klar sei auch, dass ein neuer Festorganisator bereit für Veränderungen sein muss.

Von Andreas Schinkel

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