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Lieferverkehr

Hannover Testgebiet für Elektroautos?

Von Andreas Schinkel

Hannover als Vorreiter für Elektromobilität: Dieses Ziel hat Wirtschaftsdezernent Hans Mönninghoff (Grüne). „Wir möchten, dass Hannover zum Testgebiet für Elektrofahrzeuge wird, die im städtischen Lieferverkehr eingesetzt werden“, sagte Mönninghoff der HAZ.
Hans Mönninghoff

Hans Mönninghoff

© Rainer Dröse (Archiv)

Tatsächlich könnten bald Medikamente oder die Verwaltungspost mit Elektroautos befördert werden. Dem Vernehmen nach hat es bereits Hintergrundgespräche zwischen der Stadt und Vertretern von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) gegeben. Schon im kommenden Jahr, so ist zu hören, könnten zwei bis drei VW Caddys mit Elektroantrieb im Einsatz sein. „Mit den Stadtwerken verhandeln wir derzeit über ein Tankstellennetz für E-Fahrzeuge“, sagte Mönninghoff. Die Grünen im Rat der Stadt hoffen zudem, dass die Conti AG das ehemalige Reifenwerk in Stöcken künftig zur Produktion von Elektromotoren nutzt. Doch bei Conti winkt man ab. „Eigentlich wollen wir unseren Standort in Gifhorn erweitern und dort die Fertigung von E-Motoren unterbringen“, sagte Konzernsprecherin Antje Lewe.

Noch will sich Volkswagen Nutzfahrzeuge nicht zu konkreten Plänen äußern. „Als Erprobungsort käme Hannover aber durchaus infrage“, sagt der Wolfsburger VW-Sprecher Harthmuth Hoffmann. Nicht nur die räumliche Nähe zur Fahrzeugindustrie prädestiniere die Landeshauptstadt für einen Feldversuch, auch der Aktionsradius des städtischen Lieferverkehrs sei wie geschaffen für den Einsatz von E-Mobilen.

Kuriere für Apotheken, Pflegedienste oder auch die Fahrzeuge der städtischen Botenmeisterei bewegen sich in einem Radius von 70 bis 80 Kilometern, die Reichweite eines Golfs oder Caddys mit Elektromotor beträgt derzeit maximal 150 Kilometer. „Dann muss der Wagen für drei bis vier Stunden an die Steckdose“, sagt Hoffmann. Entsprechende Ladestationen könnten etwa in Parkhäusern installiert werden. „Vielleicht wäre es sogar möglich, dass E-Autos keine Parkgebühren, sondern nur den Strom zum Aufladen bezahlen“, schlägt der Konzernsprecher vor.

Die Stadtwerke Hannover starten im kommenden Monat ihren eigenen Versuch. Dann kommt ein Elektrofahrzeug der Wunstorfer Firma Ecocraft zum Einsatz, das Handwerker leise und umweltfreundlich durch die Stadt befördern soll. Bei den Ratspolitikern lösen die Initiativen Begeisterung aus. „Wir sollten in Hannover vorwegmarschieren“, sagt Michael Dette, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Seine Partei habe ebenfalls den Kontakt mit VWN gesucht, um zu erfahren, was die Stadt tun kann, damit Hannover zum Versuchslabor für Elektrofahrzeuge wird. Bisher habe man aber keine Antwort bekommen. Auch die SPD zeigt verhaltene Freude. „Wir würden einen solchen Feldversuch begrüßen“, sagt Fraktionsvize Thomas Hermann. Doch müsse gewährleistet werden, dass der Strom für die E-Mobile aus erneuerbaren Energiequellen stamme.

CDU und FDP sind ebenfalls angetan: „Dann kann die Stadt endlich ihre Dreckschleudern ausmustern“, sagt der CDU- Fraktionsvorsitzende Jens Seidel. Für FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke wäre das E-Mobil auch ein Zukunftsmodell für kleine Handwerksbetriebe. Eine Frage jedoch treibt Engelke dabei um: „Dürfen die Elektroautos auch während des autofreien Sonntags fahren?“

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  • Elektroschrott? heinz1 – 17.05.10
    Natürlich ist der Verbrennungsmotor nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber das Elektroauto hat doch einige grundlegende Probleme, deren Lösungen noch auf sich warten lassen:
    1. Winzige Reichweite bei sehr hohem Gewicht und geringer Zuladung.
    2. Stromverbrauch von Heizung, Klima und Infosystemen reduziert die Reichweite noch zusätzlich dramatisch.
    3. Aus welchen Quellen kommt eigentlich der Strom dafür?
    4. Leitungsverluste usw. reduzieren den Wirkungsgrad der eingesetzten Energie auf unsinnige Werte.
    5. Unverhältnisnmäßig lange Ladevorgänge der Batterien.

    Hier darf die Industrie gerne praktikable Lösungen entwickeln, die wir als Konsumenten dann auch gerne kaufen und damit finanzieren - aber bitte nicht wieder Steuermilliarden von selbst ernannten Fachleuten (= Politiker) mit dem Hubschrauber über maroden Industrien abwerfen. Danke!
  • dicker zahnlückenkönig irgendwer – 17.05.10
    seht ihn euch an, diesen hässlichen, dicken luftblasenmischer. der bringt uns nix gutes!! das hat er hinreichend unter beweis gestellt.
    lasst ihn uns bei der nächsten gelegenheit davonjagen.
  • Pseudo-Ökologisch Betroffener – 16.05.10
    Wenn da einer schreibt wir sollten mal aufwachen... dann doch sicher mal die Damen und Herre Politiker...
    Wir hatten ja schon mal die Gelegenheit ganz vorne mitzuspielen... aber was ist denn aus dem Forschungszentrum in Marienwerder geworden? Das letzte was ich gehört habe, ist der Umstand das letztes jahr der Großteil der Mitarbeiter entlassen wurde und der ganze Laden auf ein Minimum zusammen gedampft wurde.
  • Mit einem Mal...? Jens Böning – 16.05.10
    Der ADAC Laaatzen hat eine Elektrozapfsäule eingerichtet, an der die Besitzer von E-Autos ihre Wagen kostenlos auftanken können.

    Die WfH hatte vor kurzem daher beantragt, dass auch die Stadt Hannover ein "Zeichen setzt" und eine solche kostenlose Zapfsäule einrichtet. Ausserdem sollten am Marstall und am Klagesmarkt je einige kostenlose Parkplätze für E-Autos eingerichtet werden.

    Das wäre wenig Aufwand, wenig Kosten, aber Hannover hätte damit einfach mal ein klares Zeichen setzen können als elektroautofreundliche Großstadt.

    Jedenfalls wurde der Antrag der WfH einstimmig abgelehnt!

    Und jetzt sowas...?!

    Da fragt man sich schon: War der Antrag wirklich so schlecht? Oder stand einfach nur das falsche Logo drauf.

    Tja, so ist Politik.
    Und da wundern wir uns über eine immer stärker werdende Politikverdrossenheit...

  • Engstirnig Sebastian – 16.05.10
    50 Jahre Massenmotorisierung mit Verbrennungsmotoren, und für einige Leute ist nichts anderes mehr vorstellbar. Ein Tag von 365 autofrei in Hannover? Schikane. Keine Dieselstinker in verstopften Innenstädten? Schikane. Fuß & Fahrrad statt Auto? Igitt, man könnte ja vom teuer angefressenen Übergewicht etws verlieren. Bus und Bahn? Nee, lieber das eigene Wohnzimmer mit Duftbäumen bis an die (Laden-) Theke fahren... Leute, werdet wach... es gibt eine Welt nach dem ADAC. Einfach mal ein weiteres Verkehrsmittel außer dem heiligen Blechle ausprobieren, meist sind andere entspannter, schneller, gesünder, günstiger... Und dem Kopf tut ein bißchen Abwechslung gut.
  • Elektro geht hier nicht Kragenwald – 16.05.10
    Es ist natürlich und leider verdächtig, wenn die Feinde der persönlichen Mobilität plötzlich einen Pro-Auto-Vorschlag machen - die Herren haben einfach keine Glaubwürdigkeit mehr.

    Daneben wird Elektro in Hannover eh nicht funktionieren: wegen der roten Ampeln und künstlichen Staus müssen auch Elektroautos ständig neu anfahren - zack ist die Batterie leer. Die Stadt Hannover wird dann darauf verweisen, daß der geneigte Handwerker ja den Rest seines Weges mit der Üstra zurücklegen kann - Mitnahme von Werkzeug und Material bis 850 kg wird erlaubt.

    Hannover eben.
  • Autofrey Kettwiesel – 16.05.10
    Zahaha, bald ist die Satdt ganz autofrei, werdet schon sehen, ist nichts mehr mit autofahren. Wartet nur viele Momente, bald ist nächste Wahl. Kommet zu Hauf und es ist bald wieder 30.04. . Huhuhuhu
  • Inkompetenz Betroffener – 16.05.10
    Niedlich dieser Vorschlag...

    Sehr geehrter Herr Mönninghof, wenn Sie etwas für die Umwelt tun möchten, dann treten Sie zurück und machen den Platz frei für jemanden der etwas von der Sache versteht. Das wäre dann auch zugleich Ihr einziger und somit größter Umweltpolitischer Erfolg.
    Für groß angelegte Flottenversuche mit Elektroautos (die im wesentlichem mit Strom aus Kohlekraftwerken fahren) fehlt es im übrigen der Stadt, dem Handwerk und der Industrie an Geld - aber vielleicht zahlen die Verursacher der Krise ja so ein Experiment. Ich schlage vor Ihr Nachfolger beschäftigt sich erst mal mit der Materie und kommt dann mit einem Vorschlag der uns weiterbringt. Wenn die Politik zwischenzeitlich etwas für die Umwelt tun möchte gibt es eine Reihe leicht umzusetzender Dinge - die sind aber nicht so popolär. Das fängt beim heimischen Holzkamin an, geht über die Laub und Straßendreckpuster, Feuerwerkskörper und andere hier in den Foren schon oft genannte Dinge.
    Da feiern wir heute lieber erstmal den autofreien Sonntag in einem Bereich der überwiegend aus einer Fußgängerzone besteht... wie gesagt alles ganz niedlich
  • Hauptsache... j. – 16.05.10
    ..der Strom kommt aus nachhaltiger Quelle und Klingelgeräusche warnen den gedankenverlorenen Spaziergänger vor herannahende Elektroautos.
  • Elektroautos harrybo – 16.05.10
    Aus politischen Gründen erleben diese Fahrzeuge gerade einen Hype, der angesichts des technischen Standees unerklärlich ist.
    Aber für Kurzstrecken, z.B. der Briefträger, reicht es.
    Insgesamt ist aberkeine Revlotion zu erwarten, darum ist Mönninghoffs Plan nichts anderes als grünes TamTam für sein Dauerziel, Hannover autofrei zu machen.
    Wir ahnen daher was kommt: in die "Umweltzone (haha)" dürfen nur Elektroautos.

    Wann werden die Wähler schlauer? Nie, wie NRW zeigt.
  • Elektro - Auto Clearwater - City – 16.05.10
    Hr We und Herr Mö haben die Zeit verschlafen .Als Spitzenpolitiker hätten die schon längst den kommunalen Fuhrpark zum Teil mit Elektrofahrzeugen ausstatten müssen, wie ich meine. In diesem Bereich habe sie die Zeit total verschlafen! Das ist nicht gut!
    Heute am ``autofreien Sonntag`` wollen die sich feiern lassen und die Allgemeinheit kostet diese Veranstaltung auch noch 70.000 Euro. Hoffentlich gibt es auch Gegenwind für das Gespann !
  • Klasse! Frank – 16.05.10
    Wunderbar, die Stadt Hannover endlich mal mit einen tollen Beispiel voran. Es ist nicht schwer einen Caddy mit E-Antrieb auszurüsten.
    Und wer, wenn nicht die Innerstädtischen Lieferverkehr zu elektrifizieren ist eine tolle Idee, zumal dadurch die nötige Infrastruktur erst für das Gewerbe aufgebaut und später für die Privaten genutzt werden kann.

    Solange dieser Testbetrieb für das Gewerbe auch finanziell attraktiv ist, ist dieser SChritt sicher richtungsweisend.

    Gruß, Frank
  • E-Autos einfach praktisch testen gast – 16.05.10
    Der noch hohe Anschaffungspreis und die dünne Infrastruktur von Stromtankstellen sind nur zwei Probleme. Wir Verbraucher wünschen uns ausgereifte Technik; wir müssen aber auch unser Nutzungsverhalten ändern. Die Industrie sucht noch Orientierung (Hotzenblitz-Kabinenroller bis Tesla-Sportwagen, Conti als Systemanbieter mit Produktion von E-Motoren). ... Alle Probleme sind relativ, und lösbar.
    Das grösste Problem ist das Gequatsche der Politiker, entlarven sich als Sesselfurzer mit Dienstwagenprivileg durch dümmlichen Populismus. FDP-Engelke mit FDP-Koch-Mehrin in einer Spur: Schenkelklopfer, nein zum Weinen, wenn FDP-Elite die Priorität setzt: "Ich will Spaß, ich will mit dem Auto in die autofreie Zone!" - Geht's noch?
  • Betreff wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. ich – 16.05.10
    Am Sonntag ab 11:20 stehen die beiden Oberfanatiker Weil und Mönninghoff auf der Bühne und wollen sich selbst feiern.

    Wir sollten da alle auftauchen und denen mal Gegenwind zeigen.

    Wir sind das Folk !!
  • Blablabla paulchen – 16.05.10
    Der allergrößte Blablabla-König ist doch eindeutig der FDP-Engelke. Dümmer geht's Nümmer: Dürfen die auch am autofreien Sonntag fahren! Hey, dieser Unsinn steigt schon Morgen Herr Engelke!
  • Ohne Worte Bahni – 16.05.10
    ...und TSCHÜSS Herr Mönninghoff. Mehr fällt mir dazu nicht ein.
  • Typisches Politiker BlaBla Boris – 16.05.10
    ich habe noch kein Elektrofahrzeug gesehen das für den Lieferverkehr eingesetzt werden kann. Die haben alle viel zu wenig Zuladung. Oder sollen immer nur zwei Kisten Briefe transportiert werden? Und überhaupt: "Wir wünschen uns". Vieleicht solltet ihr mal darüber nachdenken wie ihr sowas potentiellen Autokäufern schmackhaft machen könnt. Wünschen kann mann sich was von Weihnachtsmann.
  • Populist! Sparfuchs – 15.05.10
    Populistisches rot-grünes Gequatsche!

    Warum setzt die Stadt nicht selbst Elektrofahrzeuge oder mindestens Gasfahrzeuge ein?

    Wäre problemlos möglich!

    Statt auch nur drüber nachzudenken haben sie letztes Jahr massenweise Fahrzéuge neu gekauft weil die alten keine grüne Dummweltplakette hatten. Und was haben sie gekauft? Kein einziges Elektro- oder Gasfahrzeug?

    Und jetzt hier den Dicken mit Elektroautos machen!

    Unverschämtheit!

    Und die Üstra fährt auch wieder Dieselbusse statt weiter auf Erdgas zu setzen.

    Man kann dieses unerträgliche Gelaber einfach nicht mehr ernst nehmen.

    Dummweltzone, Tempo 40 auf Hauptverkehrsstraßen

    und zur gleichen Zeit die Feinstaubschleuder Nummer 1: die Feuerwerke in Herrenhausen.

    Merken die eigentlich nicht wie lächerlich sie sich machen?

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