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Geldstrafe nach Falschgeld-Tausch

Prozess Geldstrafe nach Falschgeld-Tausch

Ibrahim S. bekommt „für eine Sache“ 500 Euro Falschgeld als Belohnung – und fliegt auf. Das Amtsgericht Hannover verurteilt den 25-Jährigen zu einer Geldstrafe von 2000 Euro. 

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Der angeklagte Ibrahim S. (links) mit Verteidiger Christoph Rautenstengel. 

Quelle: Alexander Kšrner

Hannover.  Er habe da, schrieb der 25 Jahre alte Ibrahim S. per WhatsApp-Nachricht seinem Kumpel Sufyan, „eine Sache laufen“ und dafür 500 Euro bekommen. Auf die Hand natürlich. Ob der Kumpel diesen Schein in einer Diskothek am Steintor wechseln könne? Der tat es arglos, bekam zehn Scheine zu 50 Euro vom Kassierer für den einen Großen heraus, erhielt selbst 50 Euro Prämie und Taxigeld von S. obendrauf. Dann stellte sich heraus: Der 500-Euro-Schein war gefälscht. Der Inhaber der Diskothek bemerkte den Betrug und rief Sufyan an, der über diese neue Entwicklung „voll erschrocken“ war. 

Ibrahim S., deutscher Staatsbürger und bei Gericht bekannt wegen Cannabisverkauf und einer Jugendstrafe wegen Körperverletzung, landete vorm Amtsgericht Hannover. Zum Vorwurf, Falschgeld in Umlauf gebracht zu haben, sagte Verteidiger Christoph Rautenstengel für seinen Mandanten: „Er hatte ein schlechtes Gefühl, dass der Schein möglicherweise unecht ist. Dann hat er ihn wechseln lassen und sich gefreut, dass er offenbar echt ist.“ So sehr gefreut, dass er seinem Kumpel 50 Euro gab fürs Eintauschen. Ibrahim S. sagte: „Es tut mir leid, auf jeden Fall bereute ich das Ganze.“  

Falschgeld beschäftigt Ermittler regelmäßig. In der Polizeidirektion Hannover gibt es pro Jahr rund 1400 Fälle, berichtete ein geladener Beamter dem Gericht, 500-Euro-Scheine seien aber eher die Ausnahme. In diesem Fall sei die Fälschung hochwertig gewesen, hergestellt auf einer Druckmaschine, offenbar waren mehrere Merkmale der echten Euro-Noten enthalten, darunter auch die ins Papier eingelassenen Sicherheitsfäden. 

Richterin Wiebke Gratz verurteilte Ibrahim S. zu einer Geldstrafe von 2000 Euro, zu zahlen in 50 Raten zu 40 Euro: „Ich bin überzeugt, dass Sie wussten, dass es sich um Falschgeld handelt.“ Die Gründe dafür: der Schein, der dem Kumpel gefaltet übergeben wurde, der Bonus für den Eintausch, das Geld, das aus einer „dubiosen Quelle“ stamme. Der 25-Jährige muss den Betrag nun von seinem monatlichen Lohn von 1200 Euro netto abzweigen. 

Ungeklärt blieb im Gericht: Was war das für eine Sache, die mit Falschgeld belohnt wurde? Und wer war der Überbringer dieser 500-Euro-Note?

Von Gunnar Menkens

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