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Drogenfahnder finden 290.000 Euro in Garage

Prozess gegen Dealer-Duo Drogenfahnder finden 290.000 Euro in Garage

Prozessauftakt am Landgericht: Zwei Männer sollen 11,2 Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden nach Hannover geschmuggelt haben. Aufgeflogen sind sie, nachdem Ermittler in einer Vahrenwalder Garage 45 Gramm Kokain und 290.055 Euro gefunden hatten.

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In diesem Parkhaus an der Vahrenwalder Straße wurde das Geld entdeckt.

Quelle: Zgoll

Hannover. Mit dieser reichen Ausbeute in der Garagenbox eines hannoverschen Parkhauses hatten die Polizeibeamten nicht gerechnet: Im Zuge der Ermittlungen gegen zwei Drogendealer entdeckten sie an der Vahrenwalder Straße 75 in einem dort abgestellten Renault Twingo 45 Gramm Kokain – und 290.055 Euro. Der Verdacht, dass es sich hier um Gewinne aus illegalem Rauschgifthandel handelt, ist naheliegend. Seit Donnerstag müssen sich der 36-jährige John K. aus Liberia und der 34-jährige Ahmet B. aus Sierra Leone vor dem Landgericht Hannover wegen der Einfuhr von Drogen und des Handels mit Marihuana und Kokain verantworten.

Der Verhandlungstermin vor der 18. Strafkammer endete bereits kurz nach Verlesung der Anklageschrift. Inhaltlich beginnen wird der Prozess mit Zeugenvernehmungen erst am 11. August. Doch weil die beiden Schwarzafrikaner exakt vor sechs Monaten festgenommen wurden, stand die Kammer unter Vorsitz von Richter Joachim Lotz unter Zeitdruck: Ist ein Verfahren gegen mutmaßliche Straftäter nach sechs Monaten Untersuchungshaft noch nicht eröffnet worden, müssen die Beschuldigten auf freien Fuß gesetzt werden.

Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass die Angeklagten in einem VW Golf 11,2 Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden nach Hannover schmuggelten. Die Fahnder beobachteten, wie die heiße Ware am 13. Januar im Parkhaus Nordstädter Markt in einen Kia umgeladen wurde. In einer anderen Garagenbox im Parkhaus an der Alten Ladestraße stießen die Beamten auf weitere 3,7 Kilo Marihuana.

Die Fahnder hatten die Verdächtigen schon länger im Visier, am Golf war während der Reise aus den Niederlanden nach Niedersachsen bereits ein GPS-Peilsender installiert. B.s Verteidiger Timo Rahn weist allerdings darauf hin, dass das von seinem Mandanten gesteuerte Fahrzeug in Osnabrück einen Zwischenstopp von knapp drei Minuten einlegte – ist das Rauschgift erst dort eingeladen worden? Im Falle einer Verurteilung dürfte Ahmet B. davon profitieren, wenn man ihm den Drogenimport aus dem Ausland nicht nachweisen kann; eine derartige Einfuhr „nicht geringer Mengen“ Betäubungsmittel wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren geahndet. Allerdings wohnte der Mann aus Sierra Leone vor seiner Festnahme schon längere Zeit in Enschede, er hat zudem die niederländische Staatsbürgerschaft beantragt.

Auf den Fundort der gut 290.000 Euro waren die Drogenfahnder gestoßen, weil sie in der Nordstädter Wohnung von John K. einen Garagenschlüssel für das Vahrenwalder Parkhaus entdeckt hatten. Aktuell wäre dieser Ort aber noch schlechter als Depot für Drogen und Drogengeld geeignet als im verstrichenen Winterhalbjahr. Der Betreiber will das Objekt nahe dem Vahrenwalder Platz sanieren, in den vergangenen Tagen wurden die Garagentore aller Einstellboxen ausgebaut.

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