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Aus der Stadt Verwalter droht Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum mit Klage
Hannover Aus der Stadt Verwalter droht Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum mit Klage
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00:17 06.01.2018
Im vergangenen Jahr eröffnete die Zukunftswerkstatt im Ihmezentrum.  Quelle: Katrin Kutter
Hannover

 Kulturelle Veranstaltungen und Vorträge im Ihme-Zentrum sind zum Zankapfel zwischen dem Verein Zukunftswerkstatt und den Inhabern der Räume sowie zwischen dem Verwalter des Ihme-Zentrums, Torsten Jaskulski geworden. Dieser hatte über seinen Rechtsanwalt den Inhabern der Räume eine Nutzungsuntersagung zugestellt. „Es geht um die Nutzung der Räume“, sagt Jaskulski der HAZ. Bei den Räumen handele es sich um „Ladeneinheiten“, dort könnten keine Kulturveranstaltungen dieser Größe stattfinden, erläutert er. 

Der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum haben den Saal und den Gruppenraum in der 2. Etage des Ihme-Zentrums mit einer kleinen Feier offiziell in Betrieb genommen.

Architekt Gerd Runge, der mit 26 anderen die Räume besitzt und sie dem Verein für Veranstaltungen zur Verfügung stellt, reagierte auf das Schreiben des Anwalts verblüfft. Jaskulski habe von Anfang an gewusst, welche Art von Veranstaltungen geplant seien. „Wir können das nicht nachvollziehen“, sagt Runge. Jaskulski selbst bestätigt, bei der Eröffnung der Räume vor einigen Monaten als Gast dabei gewesen zu sein. 

Fühlen sich Anwohner belästigt?

Runge wundert sich auch, dass Jaskulski vor der Klageandrohung nicht das Gespräch gesucht hat. „Normalerweise würde man sich in solch einer Sache doch erst einmal zusammensetzen und sich unterhalten.“ Der Miteigentümer der Räume kann sich auch nicht vorstellen, dass durch die Veranstaltungen Anwohner belästigt worden seien. „So viel können wir hier nicht stören, denn die Flächen rundherum sind leer“, berichtet er. 

Erneut haben Vertreter der Großeigentümer des Ihme-Zentrums Animationen für einen möglichen Umbau eines Teils des Gebäudes präsentiert. 

Trotz des Verbots wolle der Verein sein geplantes Programm fortsetzen, so auch die im Januar geplanten Vorträge. Dagegen will Jaskulski offenbar auch nichts unternehmen. Der Verwalter will jetzt eine Entscheidung der Hausgemeinschaft abwarten, die sich voraussichtlich Ende Februar das nächste Mal trifft, abwarten. „Wenn die Gemeinschaft das gut findet, finde ich das auch gut, wenn nicht, haben wir ein Problem“, sagt er. 

Die Zukunftswerkstatt wurde auf einer rund 230 Quadratmeter großen Fläche im vergangenen Juni in Betrieb genommen. Der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum macht sich für eine nachhaltige und kreative Nutzung des Ihme-Zentrums stark. Die Mitglieder wollen sich für einen Austausch zwischen Bewohnern, Stadt und dem Eigentümer Intown einsetzen.

Von Mathias Klein

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