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Aus der Stadt Virenforscher bekommen 13 Millionen Euro
Hannover Aus der Stadt Virenforscher bekommen 13 Millionen Euro
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00:45 08.06.2018
Der Sonderforschungsbereich „Chronische Infektionen“ bekommt 13 Millionen Euro: Sprecher Prof. Thomas Schulz, Leiter des Instituts für Virologie der Medizinischen Hochschule Hannover. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Wieso siedeln sich manche Bakterien und Viren nach einer Infektion dauerhaft im Körper des Menschen an und lösen dort chronische Krankheiten wie Hepatitis, HIV oder Magenkrebs aus? Dieser Frage gehen Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung sowie des gemeinsam betriebenen Twincore-Zentrums für Experimentelle und Klinische Infektionsforschung seit dem Jahr 2010 nach. Längerfristiges Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und Impfungen gegen Infektionskrankheiten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat jetzt entschieden, den Sonderforschungsbereich „Chronische Infektionen: Mikrobielle Persistenz und ihre Kontrolle” für weitere vier Jahre mit insgesamt rund 13,6 Millionen Euro zu fördern.

„Die erfolgreiche Begutachtung des Sonderforschungsbereichs unterstreicht unsere produktive Zusammenarbeit“, sagt Professor Thomas Schulz, Sprecher des Bereichs und Leiter des MHH-Instituts für Virologie. MHH-Präsident Christopher Baum lobt die „hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen“. Die erneute Förderung der Infektionsforschung sei ein „starkes Signal“. Baum hofft auf weitere Förderung: Die Partner haben sich mit dem Forschungsverbund Resist für die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern als Exzellenzcluster beworben und haben es in die Vorauswahl geschafft. Die zweite Begutachtung steht in Kürze an.

An der MHH arbeiten fünfzehn, am benachbarten Twincore drei und am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig zwei Arbeitsgruppen in dem Sonderforschungsbereich. Beteiligt sind außerdem die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität Braunschweig. Zu den Krankheitserregern, die erforscht werden, gehören eine Reihe von Erregern, die bei Patienten mit Immunschwäche oder Mukoviszidose eine wichtige Rolle spielen. Diese Patienten werden an der MHH in großer Zahl betreut.

Von Bärbel Hilbig

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