Draußen ist ein feuchtkalter Tag, es nieselt vor der Marktkirche, doch hier drinnen tauchen Kerzen die Jahrhunderte alten Backsteinwände in ein warmes Licht. Anita Marcelle Demulder steht vor der Barlach-Skulptur an der Längswand, dem geschundenen „Bettler“, der den Blick zum Himmel erhoben hat, und ringt um Worte. „Ich könnte heulen“, sagt sie und kämpft mit den Tränen. „Margot Käßmann ist eine tolle Frau – dass man sie jetzt zum Aufgeben getrieben hat, kann ich einfach nicht fassen.“ Mit ihrem Mann ist Demulder spontan in die Marktkirche gekommen, als sie vom Rücktritt der Landesbischöfin erfuhr: „Ich habe hier zwei Kerzen angezündet. Eine für uns, und eine für sie.“
Immer wieder kommen an diesem Nachmittag Menschen in das Gotteshaus, deren Gesichter von Bestürzung gezeichnet sind. „Ich musste jetzt irgendwie hierher kommen“, sagt Ingrid Behrens, die in der letzten Reihe Platz genommen hat. „Ich bin sehr traurig, und ich kann den Schritt nicht verstehen. Heute werde ich für Frau Käßmann beten“, sagt sie.
Den „Popstar des Protestantismus“ hat man die beliebte Landesbischöfin genannt. Kaum jemand hat sich so sehr mit seiner ganzen Persönlichkeit in ein Amt eingebracht wie sie. Käßmann ist eine Identifikationsfigur, auch deshalb ist die Betroffenheit groß. Eine Besuchergruppe aus der St.-Paulus-Gemeinde in Langenhagen sitzt nach einer Marktkirchenbesichtigung im Café gegenüber. Als die Nachricht vom Rücktritt die Runde macht, geht ein Raunen durch den Raum: „Jeder macht doch mal Fehler!“ „Sie hätte ruhig im Amt bleiben sollen!“ „So eine engagierte Frau, was für ein Verlust!“
Einige begrüßen den Rücktritt, weil die Landesbischöfin nach ihrem Fehlverhalten kein Vorbild mehr sein könne. Doch die meisten wünschten, sie wäre geblieben. Wenn Politiker zurücktreten, erweisen Kommentatoren ihnen oft eine letzte Ehre, indem sie sagen, sie „respektieren diesen ehrenwerten Schritt“. Viele Menschen in der Marktkirche sind dazu nicht bereit. Das Unverständnis über Käßmanns Trunkenheitsfahrt ist groß. Doch das Unverständnis über ihren Rücktritt ist bei vielen noch größer. Zeugt dieser denn nicht paradoxerweise gerade von jener menschlichen Größe, die sie für so ein Amt erst recht qualifiziert?
Dass die Landesbischöfin jetzt so jäh abtritt, ist für viele engagierte Protestanten wie eine tiefe Verletzung, und einige suchen nach einem Schuldigen dafür. „Die Medien haben unsere Bischöfin doch durchs Dorf getrieben“, sagt ein aufgebrachter Mann in der Buchhandlung an der Marktkirche, wo Käßmann im September ihren Bestseller „In der Mitte des Lebens“ vorgestellt hat. „Wer hat ihr Fehlverhalten denn der Boulevardresse zugespielt?“, fragt ein anderer. „Als Mann hätte sie sicher im Amt bleiben dürfen“, sagt Irmhild Schulze. „Fußballtrainer Felix Magath hat doch auch den Führerschein verloren, und es hat seinem Ruf nicht geschadet.“
Und bei manchen mischt sich Trotz in die Solidaritätsbekundungen: „Wenn einer stark genug ist, so etwas jetzt durchzustehen, dann sie“, sagt eine Frau vor der Marktkirche. „Für uns bleibt Margot Käßmann immer die Landesbischöfin der Herzen.“
Simon Benne
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Kommentare
käsmann rundel – 28.02.10
Wurde der Phaeton von der Kirche selbst gekauft oder hat VW gesponsert.@ Theo H. - Kommentar Reloaded HS – 28.02.10
Was wollen Sie damit bezwecken, einen älteren und von der HAZ-Onlineredaktion(zu recht)gelöschten Kommentar wieder auftauchen zu lassen?Kommentar Reloaded Theo H. – 27.02.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenFrau Käßmann integer? Juwel24 – 26.02.10
Wie kann man "integer" sein, wenn man Wasser predigt und Wein trinkt?Dies heißt doch, mit gespaltener Zunge sprechen. Was wäre geschehen, wäre sie nicht über die rote Ampel gefahren? Hätte die Polizei sie dann auch angehalten oder wäre sie am nächsten Tag hingegangen und hätte eine Selbstanzeige gemacht, wie derzeit die vielen Steuersünder, die damit immerhin nicht leichtsinnigerweise auch noch Menschenleben auf Spiel gesetzt hat.
Jeder Mensch hat Fehler und macht Fehler, auch Alkoholgenuß über das Maß hinaus gehört darunter - nur hätte sie bequem mit Chauffeur fahren können warum hat sie dies nicht getan?
Mitgefühl nein und Verständnis auch nur in dem Maße, wie es anderen Alkoholsündern zukommt.
heho Dr. Hans Olg, Hamburg – 26.02.10
"traurig und beschämend dieses Verhalten der Justiz !!"Erheiternd ist Ihre offensichtliche Unkenntnis darüber, dass die Justiz damit nichts zu tun hat. Polizeibeamte sind Teil der Exekutive, nicht der Justiz.
Vielleicht doch einmal in Ruhe nachdenken bevor man Unsinn schreibt?
Rücktritt von Margot Käßmann murma – 26.02.10
Alkohol am Steuer ist überhaupt nicht in Ordnung, dies sollte jedem bewusst sein. Wenn sich jedoch jede/jeder einzelne von uns mal selber hinterfragen würde, ob wir uns jeden Tag gesetzeskonform verhalten, nehme ich hiermit die Antwort vorweg- Wir tun es nicht! Und es ist noch gar nicht lange her, da sprch Frau Käßmann millionen Menschen aus der Seele:" You`ll never walk alone", als Sie nach dem Tod von Robert Enke in der Marktkirche vielen Menschen Halt und Zuversicht gab. Es schien als ging ein Ruck durch Deutschland und speziell in Hannover war die Solidarität enorm. Das Gegenteil ist aber leider der Fall. Menschen, die sich für andere Einsetzen gehen leider oftmals allein bzw. werden im Stich gelassen. Über generelle Kirchendiskussionen oder derren Vorbildkunkion möchte ich mich hier gar nicht äußern. Das schöne an Frau Käßmann, und dies Urteil erlaube ich mir, obwohl ich Sie gar nicht persönlich kenne,ist, dass Sie ein ganz normaler Mensch ist, wie Du und Ich, mit allen irdischen Fehler und Eigenschaften. Das macht Sie sehr sympatisch!Seid wann spricht die HAZ für Hannover? SJ – 26.02.10
Widerlich. Sich das Recht herausnehmen für eine ganze Stadt zu sprechen.Ich kenne niemanden in Hannover der Käßmanns Rücktritt bedauert.
Ein sehr dummer Artikel FGR – 26.02.10
Dieser Artikel entspricht nicht dem wirklichen Stimmungsbild. Tatsächlich sind 1,5 Promille kein Kavaliersdelikt, und diese Person mit ihrer selbstgerechten Art war nicht mehr tragbar (auf ihrer Homepage wurde zur Enthaltsamkeit aufgerufen!). Es gibt sehr viele, die sich über den Rücktritt freuen. Aber da muss man eben auch mal außerhalb des eigenen Umfelds recherchieren!Glauben -These-Fazit sidd09 – 26.02.10
Vergleicht man den Glauben aus der Schrift-und den Eigenen.Glaube ist Frei wie der Wind der Über uns Weht!
Wenn man Ihn mit der Schrift unterscheidet ist dieses als Vorgegeben.Die Irrtümer der Geschichte in Erzälhungen,Sagen und deren Anwendung entspricht der Theologie und Geisteswissenschaften und den Glauben in bestimmter Form zu vermitteln.Jesus hat es gegeben, Er war überzeugt von dem was er uns nahe bringen wollte und auch hat.
Man kann vieles hinein interpretieren so das es auch der Dümmste als unvollständig ansieht.
Der Glaube ist nicht das Leben!
Der Glaube ist ein fester Binde Punkt für den Weg.(Meine Erkenntnis)
Nur geht man danach ist in deren Sicht auf Schwierigkeiten da hilft auch kein Gott-Jesus-sonst wer.
Also erhofft man sich den Glauben in der Kirche zu bestätigen.
Steht jedem zu.
Theologie das konnte Dr.Luhter ganz bestimmt aus-Überzeugung-zu den Menschen.
Nur dazu Dichten und Umschreiben dazu muss man nicht geboren sein.
Meine Kommentare waren alle glatt Erfunden-Schriftsätze der Phrasen aus der Heiligenschrift-Skripte.
Katohlik-Evangelist spielt in der Eigentlichen Relegion keine Rolle man kann und will es nicht ändern.
Meine Ferse mein Leitbild der Kirche giebt es nicht.Und somit ist es egal ob der Glaube an Gott existiert oder nicht,Weil es auf Vorgaben und Schriften aufgebaut ist und nicht als Freies Leitbild der Menschheit gesehen wird.Das wars Lars vom Mars.
Käßmann- Rücktritt Carolus 56 – 25.02.10
Ihr Artikel trifft den richtigen Ton. Der Rücktritt von Frau Kässmann ist nicht nur für Hannover ein großer Verlust. Allerdings macht er deutlich, was hinter ihrer Ausstrahlungskraft steht: Integrität. Die hat sie sich bewahrt und damit Luthers Satz vom freien Christenmenschen in einer schwierigen Situation praktisch angewendet.zweierlei maß? m.motzek – 25.02.10
@hehoFrau Käßmann hat unbestritten eine Straftat begangen, in dem sie mit mehr als 1,1 Promille ein Auto im öffentlichen Verkehr geführt hat. Sie war damit eindeutig fahruntüchtig, was sich ja schon im Missachten des Rotlichts der Ampel gezeigt hat, im schlimmsten Fall aber zu einem Unfall mit Personenschaden hätte führen können. Von den Polizeibeamten zu verlangen, sie hätten hier ja mal "ein Auge zudrücken" können, ist das schlimmste, was man in einer solchen Situation verlangen kann. Das bedeutet nichts anderes als Strafvereitelung im Amt und damit hätten sich die Polizisten selbst strafbar gemacht. Wer mit mehr als 1,5 Promille noch Auto fährt und offenbar zumindest das Lenkrad noch halten kann, ist nichts anderes als ein Gewohnheitstrinker, der sich und andere gefährdet. Das Frau Käßmann angesichts ihrer privaten Belastungen durch Krankheit, Scheidung etc. und bei dem mit dem Amt verbundenen Dauerstress anfällig für Alkohol ist, kann man gut verstehen. Die Tatsache, dass sie offensichtlich aber ein Suchtproblem hat, disqualifiziert sie für ihre bisherigen Ämter, so dass ihr Rücktritt nur konsequent war. Ich hätte gerne mal all die Heuchler und Pharisäer gehört, die Frau Käßmann diese Trunkenheitsfahrt als einmaligen Ausrutscher nachsehen wollen, wenn dabei unter Alkoholeinfluss ein Mensch zu Schaden gekommen wäre.
@heho Michel Tost(MSVT) – 25.02.10
Da muß ich heho recht geben: wir sind nicht alle gleich, weder auf Erden noch vor Gott! Das finde ich auch so furchtbar an der Hetze gegen unsere Banker und unseren geliebten Prinzen.Es gibt keine Liebe mehr auf dieser Welt! Nur Tiere sind Freunde!
es geht nicht um einen Prominenten.. heho – 25.02.10
esgeht um unsere Frau Käßmann, um unsere Stadt Hannover, um unsere Kirche und Bischöfin in Hannover... da hätte ich nicht als Beamter das eigene Nest beschmutzt.....traurig und beschämend dieses Verhalten der Justiz !!@ heho Dr. Hans Olg – 25.02.10
Ihr Vorschlag, "hätte man bei der Überprüfung der Kontrolle Frau Käßmann auf ihren Fehler hinweisen sollen, Auto stehen lassen und nach Hause bringen, dass hätte Anstand gehabt. Es ist nichts passiert, keine Unfall, keiner zu Schaden gekommen. Mit etwas "Weitsicht und Verstand" hätte man als Beamter hier anders handeln müssen !!!" würde bei den Polizeibeamten den Tatbestand der Rechtsbeugung erfüllen. Sie fordern hier öffentlich zur Rechtsbeugung auf und das Prominente anders zu behandeln seien als "normale" Autofahrer. Ich kann mich nur wundern über so ein willkürliches Rechtsverständnis...Betrunkenen Landesbischöfin ardilla – 25.02.10
Eine Bischöfin hat Vorbildsfunktion, sie beschmutzte mit ihrem Verhalten den christlichen Glauben. Ein wahrer Christ hält ihren Abgang für selbstverständlich.käßmann rücktritt pepe – 25.02.10
rücktritt ist völlig überzogen. gibt es andere gründe?Polizei/Justiz Hameln – 25.02.10
Wer hat in Hanoover der Presse den Tipp gegeben? Wer hat gegen die Regeln des Datenschutz verstoßen?schlimme unfähige respektlose Beamten.... heho – 25.02.10
der Polizei die diesen Deal durchgezogen haben. Hauptsache die können noch in den Spiegel schauen und ruhig schlafen..Schlimm, schlimmMit etwas Vernunft und Verstand und nicht "Mediengeil jemanden fertig zu machen" hätte man bei der Überprüfung der Kontrolle Frau Käßmann auf ihren Fehler hinweisen sollen, Auto stehen lassen und nach Hause bringen, dass hätte Anstand gehabt. Es ist nichts passiert, keine Unfall, keiner zu Schaden gekommen. Mit etwas "Weitsicht und Verstand" hätte man als Beamter hier anders handeln müssen !!!
Wenn jemand im eis eingebrochen ist hilft man doch auch und schaut nicht weg! Aber gibt immer noch Leute (hier die Beamten) die müssen den treten der schon am Boden liegt. Bloss nicht helfen und mal ein Auge zudrücken. Schlimmes Geselschaftsproblem. Dass es nicht in Ordnung war mit Promille zu fahren weiss ein jeder. Aber so ein Ding durch zu ziehen hatt einen ganz üblen Beigeschmackt....
Glückwunsch zum Rücktritt liebe Frau Käßmann, man hätte sonst weiter bei jeder Kleinigkeit auf Sie niedergetreten. Mein Gefühl und Hochachtung als Mensch/Frau/Bischöfin haben Sie, vom ganzen Herzen.....
„Margot Käßmann ist eine tolle Frau…“ Benno – 25.02.10
… stimmt, und deshalb hat sie nicht nur über Verantwortung geredet, sondern für sich Konsequenzen gezogen. Wer ganz oben steht, steht auch im Rampenlicht. Wer über Moral predigt, verantwortungsvolles Handeln einfordert, für den gelten die eigenen Worte auch.Aber nicht nur das. Wer hier mit den Worten „…andere haben das doch auch schon mal gemacht“ relativieren will, der handelt verantwortungslos vor einem schlimmen Problem: Autofahren unter Alkoholeinfluss ist lebensgefährlich. Für sich selbst und für andere!
Dass Frau Käßmann so schnell die Konsequenzen gezogen hat, das ehrt sie. Und wer über die Folgen Ihres Rücktrittes redet sollte nun die Kirche im Dorf lassen. Sie bleibt in ihrem Beruf als Pastorin, verliert also nicht den Boden unter den Füßen.
Sie gibt damit ein starkes Signal. Die oberste Chefin der evangelischen Christen in Niedersachsen zeigt dem Ministerpräsidenten mal, wie man sich anständig verhält. Dass ausgerechnet Wulff mit Tremolo in der Stimme Käßmanns Rücktritt bedauert, ist eine schlichte Unverschämtheit, ja es ist unmoralisch. Wulff hätte allen Grund, sich am Verhalten von Frau Käßmann ein Beispiel zu nehmen und selbst zurückzutreten. Tatsächlich aber verhindert sein eigenes Ego selbst eine Missbilligung durch den Landtag. Eine derart scheinheilige „Würdigung“ aus diesem Mund hat Frau Käßmann nicht verdient!
Rücktritt - eine Frau mit Charakter! Helga – 25.02.10
Alles andere als der zeitnahe Rücktritt hätte ihre Glaubwürdigkeit noch im Nachhinein erschüttert. Sie konnte gar nicht anders, wollte sie ihr Gesicht nicht verlieren. Sie hat damit ihren guten Ruf bewahrt, der ihr nach Sühne der Verfehlung wieder einen Neuanfang ermöglicht. Und in den Spiegel sehen kann sie auch getrost, denn sie blieb sich treu!Auto als Waffe rvs – 25.02.10
Wer mit 1,54 Promille im Auto unterwegs ist und dann noch bei Rot über eine Ampel fährt, gefährdet grob fahrlässig das Leben anderer Menschen. Wer Sportschütze und damit Legalwaffenbesitzer ist, würde neben dem Führerschein auch noch seine Waffenbesitzkarte verlieren.Also was soll´s. Sie ist wenigstens konsequent zurück getreten.
Zack und weg - gut so! Harljek – 25.02.10
Besoffen Auto fahren, anderer Leben dabei aufs Spiel setzen, und dann kein Wort der Entschuldigung. Dafür jeden Sonntag das gute Wort hochoben von der Kanzel an uns Geschmeiß. Und das auch weiterhin. Klasse Leistung! Das ist wirklich stark!@vghh Willi – 25.02.10
Sie hat das höchste Amt der ev. Kirche getragen war Bischhöfin, dies kann man nicht mit Politikern, Sportlern u.s.w. vergleichen. So ein verhalten ist untragbar.Alkoholproblem vghh – 25.02.10
Diese Vermutung wurde schon geäußert, da sie keinerlei Ausfallerscheinungen bei der Überprüfung gezeigt habe. Eine normale Frau ist mit dieser Promillezahl sehr betrunken.Das ist absolut tragisch, weil mit hoher Sicherheit eine Gewohnheit dahinter stecken kann.
Trotzdem schade um eine hervorragende Persönlichkeit. Unnötig, wenn man bedenkt, wie viele Branchen von Politik, Sport bis Wirtschaft für ihre Taten keine wirkliche Konsequenz tragen müssen.
@ DuDu AchIch – 25.02.10
Lieber DuDu,deiene vergleiche sind einfach UNVERHÄLTNISMÄSSIG! Wer man nicht richtig Resümee ziehen kann solte sich einfach zurückhalten!
Danke
Rücktritt von Frau Käßmann endlichgefragt – 25.02.10
Frau Käßmann hat sich entscheiden lassen. Stellt sich die Frage warum Herr Wulff und Herr Westerwelle nicht zuräcktreten. Beleidigungen von Millionen (Hartz IV Herr Westerwelle) und Bereicherung (Flug von Herrn Wulff) gehören ja wohl kaum zu einer öffentlichen Person. Aber schon klar wer bei der Entscheidung von Frau Käßmann nachgeholfen hat.Bischöfin der Herzen DuDu – 25.02.10
Die Entscheidung scheint konsequent zu sein, aber auch UNVERHÄLTNISMÄSSIG,wenn wir bedenken, welche Lücke jetzt entstanden ist.
Steuersünder gehen bei Selbstanzeige straffrei aus, auch wenn sie Riesensummen unterschlagen/
hinterzogen haben.
Man stelle sie einen bankräuber vor, der 500.000 Euro aufwärts erbeutet hat und später - bei etwaiger Reue/Selbstanzeige - straffrei ausgeht...
Margot Käßmann hat zwar Federn gelassen und auch zu recht lassen müssen - den rigorosen Rücktritt rechtfertigt es NICHT.
DuDu
Alles geplant exillindener – 25.02.10
Ich denke, Frau Käßmann hat diesen Weg mit voller Absicht beschritten. Einfach kein Bock mehr auf die Ämter...und wie wäre sie da schneller rausgekommen als mit so einer Geschichte? Eben, geht gar nicht schneller. Ihrem Ruf hat es auch nicht geschadet, jetzt wirkt sie menschlicher.HAZ-Redaktion G. Wiese – 25.02.10
Meine bitte ist ernst gemeint! Ändern sie die Überschrift.Ich bitte um stellungnahme, wie kommen sie dazu stellvertretend für Hannover zu schreiben?
Promilefahrt Mabelo – 25.02.10
@ harry d>Es ist völliger Unsinn, dass die Polizei eine Verpflichtung hat, die Personalien des Beifahrers zu überprüfen. Der Beifahrer fährt in der Regel nur mit, und übernimmt keine Verantwortung für die Fahrt.<
Diese Aussage ist nicht richtig. Auch einem Beifahrer kann die Fahrlizenz entzogen werden, wenn offensichtlich ist, dass der Fahrer völlig alkoholisiert ist.
Alkoholproblem Doc – 25.02.10
Ich vermute Frau Käßmann wird ein massives Alkoholproblem haben. Einen Rücktritt wegen Moralischer Bedenken wegen einer Verfehlung halte ich für übertrieben.Sie sollte sich weiterhin Ihrer Berufung stellen, ansonsten wünsche ich Ihr einen erfolgreichen Entzug.Weit daneben T.P. – 25.02.10
Sorry HAZ, aber dieser Artikel ist weit daneben. Wenn man die Menschen in der Marktkirche und der dazugehörigen Buchhandlung befragt, brauch man sich über ein solches Gehäule nicht wundern. Aber die Marktkirche ist nicht Hannover! Und ich habe nicht das Gefühl, dass Käßmann für die Mehrheit die "Bischöfin der Herzen" ist. Aber da sieht man den Personenkult, der bei vielen verbreitet ist. Wenn ein Jugentlicher trinkt und dann betrunken über eine rote Ampel fährt, ist das ein Zeichen für den Verfall unserer Gesellschaft. Aber wenn es eine Bischöfin macht, wird sie zum Opfer erklärt und betrauert. Und Größe hätte sie gezeigt, wenn sie vor Veröffentlichung des Vorfalls sich erklärt hätte und zurückgetreten wäre, statt sich zu verkrichen und abzuwarten was passiert. Das war ein taktisches Manöver nach dem Motto: "komm ich damit durch oder wird der Druck zu stark". Zum Glück wurde der Druck zu stark.HAZ-Redaktion G. Wiese – 25.02.10
Geehrte HAZ-Redaktion bitte korrigieren sie diese Überschrift.Sie ist absolut unzutreffend und anmaßend den Bürgern dieser Stadt gegenüber. Das zeig auch ihre eigene Umfrage.
Mediengeil RL – 25.02.10
Nun hat Frau Käßmann ja erreicht, was sie wohl schon immer wollte.Sie ist so medienpräsent, wie wohl noch nie.
Ich bedauere den Rücktritt nicht, mir ist es eigentlich egal.
Wer weiss was noch so alles über sie ans Licht kommt.
Aber wieder ein Schlag für die Kirche, die Austritte werden weiter zunehmen.
@harry d Die B – 25.02.10
Es ist völliger Unsinn, dass die Polizei eine Verpflichtung hat, die Personalien des Beifahrers zu überprüfen. Der Beifahrer fährt in der Regel nur mit, und übernimmt keine Verantwortung für die Fahrt.menschliche Größe Deus – 25.02.10
Unglaublich - also alle Idioten die besoffen Auto fahren besitzen "menschliche Größe", wenn sie danach ihren Job schmeissen - geht's noch? Dieser Artikel hat das Thema völlig verfehlt - sechs, setzen!Persönlich bin ich dafür, JEDEM der EINMAL betrunken oder unter anderen Drogen ein Fahrzeug geführt hat, den Lappen nie wieder zu geben - wegen erwiesener Unreife, oder erwiesener Dummheit. Die Folgen von Alkohol im Strassenverkehr sind allgemein bekannt. Leichtsinniger kann man andere Menschen kaum in Gefahr bringen.
Hannover bedauert Rücktritt? Hannover – 25.02.10
..ich nicht!Zweierlei Maß RTG – 25.02.10
Es ist schon interessant, wie die CDU den Rücktritt von Frau Käßmann für "konsequent" hält - aber Wulffs Vorteilnahme bezüglich der Flüge, die ebenso gegen geltendes Recht verstoßen hat und Wulffs Vorbildfunktion und Integrität anzweifeln lässt so einfach unter den Tisch fallen lässt. Liegt es daran, dass wir von Politikern gar nichts mehr erwarten?Die unbequemen Wahrheiten U.G. Thomas – 25.02.10
1. Spätestens am "Tag danach" ist Käßmann bewußt geworden, daß ihre Trunkenheitsfahrt nicht nur rechtliche Konsequenzen hat. Warum also hat sie die Öffentlichkeit nicht unverzüglich davon in Kenntnis gesetzt? Hatte sie insgeheim gehofft, daß dieser Kelch an ihr vorübergehen möge?2. Am Verhalten gegenüber den Untergebenen sollt ihr sie erkennen. Was die Rechte der Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen und deren Entlohnung betrifft, ist auch die evangelische Kirche nicht einen Deut besser als manch vielgescholtener Arbeitgeber der privaten Wirtschaft - im Gegenteil.
3. Phaeton fahren und Verzicht predigen geht auch bei der Kirche Hand in Hand. Während anderswo schon der Putz von der Decke fällt.
Frau Käßmann ist über ihren eigenen Hochmut gestolpert und gefallen. Nicht mehr und nicht weniger.
Bei aller Beweihräucherung muß doe Öffentlichkeit wachsam bleiben - nicht, daß Käßmann jetzt auch noch "aus Mitleid" mehr finanzielle Zuwendungen bekommt, als ihr nun zusteht. Dafür zahlen wir alle, ob Mitglied der Kirche oder nicht.
P.S. Auch die Überschrift des Zeitungsartikels ist unzutreffend - es ist lediglich eine Minderheit, die um Käßmann trauern mag.
Rücktritt Dr. Käßmann Andrea – 25.02.10
Der Rücktritt paßt, im ganz positiven Sinne, zu Frau Dr. Käßmann. Mit Klarheit und Mut hat sie viele Themen aufgegriffen und ganz unpolemisch verantwortungsvolles Handeln in und für unsere Gesellschaft eingefordert.So hat sie sich nun vor dem Hintergrund von "Komasaufen" einer erschreckend zunehmenden Zahl Jugendlicher und der vielen auf Alkoholeinfluß zurückzuführenden Unfälle nicht der Verantwortung für ihr Handeln entzogen.
Was wäre das für ein Signal gewesen, wenn diese Trunkenheitsfahrt iVm einem Rotlichtverstoß vor dem Hintergrund ihrer Leistungen als entschuldbar (als "menschlich" tituliert) gegolten hätte? Daß man Körperverletzung oder Tod für seine Mitmenschen billigend in Kauf nehmen darf, wenn man sich ansonsten für mehr Menschlichkeit einsetzt? Für wen bzw. welche Vergehen soll denn da die Grenze gezogen werden?
Ihrer Sache hat sie mit diesem Schritt einen größeren Dienst erwiesen als mit dem Verbleib im Amt.
Auf diese inflationären flauen Entschuldigungen wie gerade erst wieder vom Toyota-Vorsitzenden kann ich verzichten. Ich entschuldige mich, dann sind alle befriedet und es geht weiter wie bisher - nein danke.
Ich kann mir gut vorstellen, daß wir weiterhin von Frau Dr. Käßmann hören werden - dann mit stärkerer Autorität, weil persönlicher und nicht qua Amt.
richtig so ich – 25.02.10
da sieht man mal das alkohol das gehirn ausschaltetman kann nur froh sein das sie nicht noch nen unfall gebaut hat,
gut so! vahrenwalder – 25.02.10
wie kann man jetzt in die kirche gehen und dafür eine kerze anzünden?!?es hätte TOTE geben können! 1,5 im blut auf der straße sind 1,5 zuviel!
Wer war der Beifahrer? harry d – 25.02.10
Wieso wird der Beifahrer nicht genannt,den der Sprecher des Innenministers partout nicht nennen will, obwohl eine Verpflichtung der Polizei bestand, dessen Personalien aufzunehmen. Der Sprecher gestand ein, daß noch in der betreffenden Nacht der Innenminister informiert wurde. Wieso? Ist eine betrunkene Käßmann im Straßenverkehr anders zu werten, als der normale Bürger?Oder wollte man den Beifahrer bewußt verheimlichen?
@ und tschüß. HAZ-leser – 25.02.10
Dann ist auch Ihr Kommentar von Ihnen mit dem ach so tollen Pseudonym "Judas" nur noch peinlich........und tschüß. Judas – 24.02.10
Peinlich, dieses Geheule. Käßmann mit ihrer gespielten Authenzität war schon lange unerträglich. Wofür sie jetzt gefeiert wird, ist mir ein Rätsel. Super, sie ist zurück getreten, was blieb ihr anderes übrig?Nix Bedauern menne – 24.02.10
Nein. Bedauern muss man den Rücktritt nicht - Respekt und Hochachtung jedoch zollen. Für jemanden, der noch die Verantwortung für seine Taten übernimmt. Ist in Politik und Wirtschaft leider selten geworden. Der Rest dieser Affäre geht dann ohnehin in den Sachen unter, die sowieso nicht in der Zeitung stehen.... Hannoveraner – 24.02.10
Wenn ich den Artikel lese wird mir schlecht. Ein Fußballmanager ist was anderes als eine Landesbischöfin, da liegen Welten zwischen, Magath erhebt nicht seinen Finger über andere. Wenn man liest, dass die Aktion mit Alkohol am Steuer sie zum Menschen mache(war sie schon immer, hat jemand was anderes behauptet?)und gerade das sie für den Posten auszeichne, dann frage ich mich echt in was für einer Welt wir leben...