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Aus der Stadt Hannover bekommt ein Hofbräuhaus
Hannover Aus der Stadt Hannover bekommt ein Hofbräuhaus
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21:28 16.12.2015
Von Conrad von Meding
„Toller Standort“: Frank Blin (li.) und Felix Zipka im Bismarckbahnhof. Quelle: Thomas
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Hannover

„Wir werden dieses schöne Gebäude so gestalten, dass sich auch Norddeutsche hier wohlfühlen“, sagt Gastrounternehmer Frank Blin. Weiß-blaue Tischdecken und Maßkrüge sind aber gesetzt: Schließlich wird das Originalbier der Bayerischen Hofbräu-Brauerei ausgeschenkt.

In der historischen Halle des Bismarckbahnhofs waren zuletzt mehrere Konzepte gescheitert. 2011 beendete die Stadt die Nutzung als Partylocation wegen Beschwerden von Nachbarn und weil Konzessionen fehlten. Danach war das 1911 errichtete Empfangsgebäude ein Steaks-and-more-Restaurant, davon zeugt noch ein riesiges Bullengemälde in der Kuppel. „Ich verstehe nicht, wie man solch ein schönes Gebäude so verunstalten kann“, sagt Blin. Er ist sich sicher, dass sein Gastrokonzept länger trägt – er hat den Mietvertrag für 20 Jahre unterschrieben. Das türkische Restaurant Kale im Seitentrakt bleibt geöffnet.

Zur Galerie
Hannover bekommt ein Hofbräuhaus. Spätestens zur Computermesse Cebit Mitte März soll der Bismarckbahnhof in der Südstadt zum urigen Bierpalast umgebaut sein.

Das Münchener Brauhaus war 1589 vom bayerischen Hof initiiert worden, weil man nicht ständig das teure Bier aus dem heute niedersächsischen Einbeck importieren wollte. Das Hofbräuhaus „am Platzl“ selbst war Schauplatz wechselvoller Geschichte. 1919 riefen dort Betriebs- und Soldatenräte die Kommunistische Räterepublik aus, 1920 wurde am gleichen Ort die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) gegründet. Sechs Ableger der Münchener Gaststätte mit dem klangvollen Namen – alle gehören Unternehmer Blin – gibt es bereits; drei in Hamburg, zwei in Berlin und eines im Snow-Dome in Bispingen. Der dortige Chef Felix Zipka (29) soll nun die bayerische Exklave im Bismarckbahnhof aufbauen. „Hannover ist wegen der Messen und Kongresse ein toller Standort, und der Bahnhof ist genau das richtige Gebäude“, sagt Zipka. Dass ein typisches bayerisches Brauchtum damit in einem Gebäude residiert, das nach dem Vorzeigepreußen schlechthin, Bismarck, benannt ist, finden die neuen Betreiber nicht seltsam. „Passt schon“, sagt Blin.

Der Bismarkbahnhof bietet inklusive der Galerie im Inneren eine Fläche von 700 Quadratmetern, etwas größer ist noch der Biergarten. 40 bis 50 Mitarbeiter werde das Restaurant haben, gut 90 Prozent davon in Festanstellung. Livemusik und deftigen Brunch werde es geben – was eben so dazugehört zu einem Hofbräuhaus.

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