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Hannover bekommt neues Wettkampf-Schwimmbad

Pläne vorgestellt Hannover bekommt neues Wettkampf-Schwimmbad

Hannover investiert 36 Millionen Euro in den Neubau von Bädern in Misburg und Limmer - bekommt dafür aber mit dem Neubau des Fössebads eine zweite Schwimmarena für internationale Wettkämpfe. Der Sportausschuss hat die Pläne am Montag erstmals diskutiert.

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Das Fössebad wird neu gebaut.

Quelle: Surrey

Hannover. Bisher können nur im Stadionbad Schwimmmeisterschaften ausgetragen werden. Nun soll auch das neue Fössebad 50-Meter-Bahnen erhalten. Dort könnten „Wasserballer Championsleague-Spiele bestreiten, und wir haben ein Bad für Welt- und Europameisterschaften im Schwimmen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) Montag bei der Vorstellung der Neubaupläne. Dem Vernehmen nach sollen auch Zuschauertribünen entstehen. Die Baukosten belaufen sich auf 19,5 Millionen Euro. Ärger droht, weil die Stadt das Außenbecken aufgeben will. „Mit einem Freibad würden deutlich mehr Besucher kommen“, sagt Grünen-Ratsherr Daniel Gardemin, zugleich Fraktionschef im Bezirksrat Linden-Limmer.

Nicht nur das Fössebad wird neu gebaut. Die Stadt will auch das Misburger Bad, derzeit wegen Einsturzgefahr geschlossen, abreißen und neu errichten. 16,5 Millionen Euro sind dafür eingeplant. Beide Bäder sollen 2021/22 fertig sein. Die Bauvorhaben will die Stadt in Form öffentlich-privater Partnerschaften umsetzen. Das bedeutet, dass eine Firma die Bäder hochzieht und die Stadt eine Art Kaufmiete zahlt. „Das ist ein Finanzierungsmodell, aber kein Betriebsmodell“, betont Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne). Sowohl das Misburger Bad als auch das Fössebad wolle die Stadt selbst betreiben. Für das Fössebad heißt das, dass der privaten Betreibergesellschaft gekündigt wird. „Über eine Übernahme von Mitarbeitern werden wir verhandeln“, sagt Schostok. Beim Misburger Bad hat die Stadt schlechte Erfahrungen mit privaten Badbetreibern gemacht. Bei einer Sanierung vor mehreren Jahren wurden tragende Balken beschädigt, Betreiber s.a.b. ließ das Bad in einem maroden Zustand zurück. Auch nach dem Abriss wird die Stadt für das Pannen-Bad zahlen - der Sanierungskredit läuft bis zum Jahr 2037.

Die Misburger sollen nun ein 25-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbad, ein Kinderbecken, Kiosk und Sauna bekommen. Nicht vorgesehen sind derzeit Fitnessstudio und Physiopraxis. Der Freibadbereich soll neu gestaltet werden.

Anders beim Fössebad. Hier will die Stadt aufs Außenbecken verzichten - die Anlage ist defekt, das Freibad seit vier Jahren geschlossen. Eine Liegewiese soll erhalten bleiben, im Sommer die Schwimmhalle nach außen geöffnet werden. Teile des Grundstücks will die Stadt verkaufen. Der Erlös, etwa 800.000 Euro, solle in den Badneubau fließen. Auf der Fläche ließen sich Wohnungen bauen, sagt Schostok.

Wirtschaftsdezernentin Tegtmeyer-Dette betont, dass Hannover bei den Freibadflächen über dem Bundesschnitt liege. Zudem gebe es mit dem Volksbad Limmer bereits ein Freibad im Bezirk. „Wir können guten Gewissens auf das Freibad verzichten“, sagt sie. Auch der Musikklub Bei Chéz Heinz muss raus - aber erst in vier Jahren, wenn der Altbau abgerissen wird. Zunächst soll die neue Schwimmhalle errichtet werden. „Dadurch vermeiden wir Schließzeit“, sagt Schostok.

Im Sportausschuss sind die Pläne überwiegend begrüßt worden worden. CDU-Fraktionschef Jens Seidel moniert, die Zeit für Beratungen sei äußerst knapp. Schon im Juni will die Stadt eine Entscheidung über beide Vorhaben. Die SPD wünscht, dass die Stadt noch einmal über ein Freibad nachdenkt. „Es reicht eine Bademöglichkeit für Kinder“, sagt Ratsfrau Peggy Keller. Die FDP lobt das Finanzierungsmodell. Der Stadtsportbund ist froh, dass Hannover auch in den Leistungssport investiert. Auf Proteste aus dem betroffenen Stadtbezirk wird sich die Verwaltung aber einstellen müssen: „Die Pläne können wir nicht akzeptieren“, sagt Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube.

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