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Hannover bekommt eine Crowdfunding-Plattform

Initiativen für die Stadt Hannover bekommt eine Crowdfunding-Plattform

„Hannover-Machen“ ist der Titel eines Crowdfunding-Projekts, mit dem das Bürgerbüro Stadtentwicklung Initiativen und Aktionen künftig mit neuen Unterstützern und auch Geldgebern zusammenbringen will.

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„Nicht für Meckerer, sondern für Menschen, die etwas bewegen wollen“: Die Plattform soll aktive Hannoveraner vernetzen.

Quelle: Grafik: Anne Wendlandt

Hannover. Crowdfunding für das Gemeinwohl ist eine relativ neue Idee. Im Oktober soll sie in Hannover an den Start gehen, jetzt werden Auftaktprojekte gesucht.

Ob es eine Initiative ist, die eine Industriebrache zum Wohn- und Freizeitgebiet umwandeln will, oder ein Nachbarschaftskreis, der auf einer Grünfläche einen Spielplatz einrichten möchte, ob es eine Rechtsberatung für einen kleinen Verein ist oder eine Fahrradwerkstatt, die überwiegend mit Behinderten arbeitet: „Keine Idee ist zu klein oder zu groß“, sagt Anika Bogon. Die 39-Jährige engagiert sich seit einiger Zeit ehrenamtlich im Bürgerbüro Stadtentwicklung und betreut das neue Projekt „Hannover-Machen“ dort jetzt auf einer Halbtagsstelle. Es gehe darum, bürgerschaftliches Engagement zu stärken. „Dabei ist es egal, ob es darum geht, Geld für ein Projekt einzusammeln oder tatkräftige Unterstützung oder Material. Wichtig ist nur, dass es dem Gemeinwohl dient“, sagt sie.

„Es soll keine Meckerplattform werden, sondern eine Plattform für Menschen, die etwas bewegen wollen“, sagt Bürgerbüro-Geschäftsführer Oliver Kuklinski. Die Präsentation der Projekte und die Kontaktaufnahme erfolgen über eine Internetseite, die mit dem Start im Oktober freigeschaltet wird. Wer für seine Idee werben will, muss sich zunächst in einer Fan-Phase der Öffentlichkeit stellen und Unterstützer für das Projekt vorweisen, bevor es dann in die eigentliche Crowdfunding-Phase geht. Das Bürgerbüro will die Initiativen während der gesamten Zeit beraten, unter anderem sollen Diskussionsrunden für potenzielle Crowdfunder angeboten werden. „Wer bei anderen um Unterstützung wirbt, muss sich vorher selbst klar werden, was genau er sucht und was das Ziel ist, damit es später nicht zu Enttäuschungen kommt“, sagt Bogon. Sie beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit etwa zwei Jahren mit Crowdfunding-Projekten: „Hannover-Machen“ sei „inzwischen zu einem Herzensprojekt für mich geworden“, schwärmt sie.

In Hamburg etwa gibt es mit „Nordstarter“ bereits eine ähnliche Plattform, die aber überwiegend von Künstlern und Kreativen etwa für die Finanzierung ihrer Musik- oder Filmprojekte genutzt wird. Das hannoversche Pendant soll deutlich stärker auf Stadtentwicklung und zivilgesellschaftliche Projekte ausgerichtet sein. Beim autofreien Sonntag Ende Mai hat sich „Hannover-Machen“ erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt und Verbesserungsvorschläge für die Stadt gesammelt. Derzeit ist Bogon zum Beispiel im Gespräch mit den Aktivisten, die im Ihme-Zentrum seit dem Frühjahr die Urbanen Palettengärten kultivieren. „Das könnte eines unserer möglichen Startprojekte sein, wir müssen aber zunächst noch genauer besprechen, wo welche Unterstützung benötigt wird“, sagt sie.

Das Bürgerbüro ist eine unabhängige, aber von der Stadt finanzierte Einrichtung, die Bürgerprojekte begleiten soll. Gegründet zur Expo, hatte es zuletzt in der Kommunalpolitik Kritik daran gegeben, dass nur noch wenig Impulse vom Bürgerbüro ausgingen. Inzwischen hat es dort einen Generationenwechsel gegeben, und seit Neuestem wird die Einrichtung auch wieder voll gefördert. „Hannover-Machen“ ist eines der neuen Projekte, mit denen man Engagement in der Stadt stärken will.

Wer mitmachen möchte, kann sich im Bürgerbüro unter Telefon (05 11) 7 00 09 34 melden oder an info@hannovermachen.de eine E-Mail senden.

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