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Eisvergnügen

Hannover bereitet die Maschseeparty vor


Es fehlt nicht mehr viel: Die Eisschicht auf dem Maschsee hat bereits an einigen Stellen die für eine Freigabe des Gewässers geforderten 13 Zentimeter erreicht. Doch noch kann das Eisvergnügen nicht beginnen, da an anderen Stellen nur elf Zentimeter gemessen wurden.
Foto: Offiziell darf dieser Schlittschuhläufer den Maschsee noch gar nicht betreten.

Offiziell darf dieser Schlittschuhläufer den Maschsee noch gar nicht betreten.

© Michael Thomas

Hannover. „Die Eisfläche ist weiterhin nicht zum Betreten freigegeben“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Wann die fehlenden zwei Zentimeter erreicht werden, wollte er am Dienstag nicht vorhersagen. Am Mittwoch trifft man sich wieder mit dem Zollstock in der Hand.

Derweil bereiten sich Hannovers Gastronomen schon auf die große Eisparty vor: Die Stadt hat sieben Bewerbern vorbehaltlich der endgültigen Freigabe eine Genehmigung zum Aufbau von Buden für das Nordufer erteilt. Sieben Stände können im Bereich des Hellebardiers aufgebaut werden, sobald das Eis betreten werden darf, sagt Michael Flohr, Bereichsleiter Marktwesen bei der Stadtverwaltung. Geplant sind drei Glühweinstände, zwei Imbisse, ein Crêpe- und ein Schmalzkuchenstand.

Hinzu kommen die Aktivitäten von Gastronomen auf privatem Gelände. So will Claus Bähre mit seiner Firma „Bä(h)renstark“ im Bereich des Rudervereins am Westufer Glühwein und Bratwurst verkaufen. Mehr als 50 Bewerbungen sind laut Flohr bei der Stadt für die Fläche am Nordufer eingegangen – „die letzten erst in diesen Tagen, doch da besteht keine Chance mehr“. Das Bewerbungsverfahren laufe langfristig, bewerben kann sich ein Standbetreiber für zwei Jahre im Voraus. Wenn der Maschsee dann zufriert, werden die Anträge je nach Eingang bearbeitet. Die ersten sieben Gastronomen bekommen den Zuschlag für eine Woche, hält das Eis länger, sind die nächsten sieben Bewerber an der Reihe.

Nicht dabei ist dieses Mal die Familie Aulich vom Brauhaus Ernst August. „Wir haben jetzt erfahren, dass wir leider nicht dazugehören“, sagt Phillipp Aulich. „Stattdessen gehen wir an den Silbersee in Langenhagen.“ Vier Buden mit Glühwein und Gegrilltem sollen dort aufgebaut werden, wenn das Eis freigegeben wird. Dort gelten die gleichen Kriterien wie für den Maschsee. Auch am Steinhuder Meer wird nach Auskunft von Willi Rehbock, Leiter des Tourismus-Service, am Mittwoch noch einmal die Stärke des Eises gemessen. „Dann werden wir entscheiden, ob wir am Wochenende ein Eisvergnügen organisieren“, sagt er.

Die Hansestadt Hamburg hat Hannover derweil etwas voraus: Das Eis der Außenalster darf seit Dienstagvormittag betreten werden. Der Hamburger Senat handhabt die Dinge offensichtlich etwas gelassener als die Hannoveraner: Die Eisdicke der Außenalster misst in den Uferbereichen zwar 18 Zentimeter, an anderen Stellen, wie etwa an der Fahrrinne für die Schiffe, aber nur sechs. „Wir weisen auf diese Bereiche hin“, sagt Kerstin Graupner von der Umweltbehörde. Dass das Betretungsverbot aufgehoben wurde, bedeute aber nicht, dass die Stadt irgendein Haftungsrisiko übernimmt: „Wir haben nur beschlossen, dass die Polizei keine Spaziergänger mehr vom Eis holt. Das Betreten geschieht trotzdem auf eigene Gefahr“, betont Graupner.

Nach Angaben von Stadtsprecher Dennis Dix hat auch Hannover erwogen, Teilbereiche des Maschsees freizugeben. „Der Aufwand wäre zu groß, weil wir gefährliche Flächen mit Zäunen hätten absperren müssen“, sagt er. Diese Stellen liegen im Süden, wo laut Dix die Eisdicke elf Zentimeter beträgt.

Bernd Haase und Stefanie Kaune

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