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City bereitet sich auf Hooligans vor

Demo am 15. November City bereitet sich auf Hooligans vor

Hannovers City-Händler und Hoteliers sind in großer Sorge wegen der drohenden Demonstration von Tausenden Hooligans am Sonnabend nächster Woche. Durch den Aufmarsch könnten auch mehrere Veranstaltungen ausfallen.

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Nach den Vorkommnissen in Köln werden auch bei der Hooligan-Demo in Hannover Ausschreitungen erwartet.

Quelle: dpa

Hannover. Schon jetzt bekommt das Central-Hotel Kaiserhof am Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof die Auswirkungen der angemeldeten Demonstration zu spüren. „Erste Gäste haben ihre Reservierungen storniert“, sagt Hotelsprecher Christian Bendig. Für das kommende Wochenende bereite man eine Sicherheitsschulung für das Hotelpersonal vor. „Am Tag des Aufmarsches werden wir alle Außenmöbel sichern und unsere Terrasse schließen“, sagt Bendig. Der Geschäftsführer der City-Kaufleute, Martin Prenzler, will noch die Prüfungen der Polizei abwarten. „Aber wir müssen darüber nachdenken, ob Geschäfte an diesem Tag nicht geschlossen bleiben sollten und Schaufenster mit Brettern gesichert werden“, sagt er. Ein Shoppingerlebnis sei am Tag der Demo kaum vorstellbar.

Mehrere Veranstalter überlegen jetzt, ob sie ihre Aktionen am 15. November aufrecht erhalten. Der Lions-Club will Bratwürste auf dem Kröpcke brutzeln und Getränke ausschenken, um Spenden für die HAZ-Aktion Weihnachtshilfe zu sammeln. „Wenn die Demonstration stattfindet, blasen wir unsere Aktion ab“, sagt Rüdiger Ahlers vom Lions-Club Hannover-Calenberg. Schließlich wolle man nicht Leib und Leben der Mitwirkenden riskieren. Zu der karitativen Veranstaltung sind unter anderem Bürgermeiser Thomas Hermann und Regionspräsident Hauke Jagau geladen.

Auch die hannoverschen Narren wollen zur Eröffnung der Karnevalssaison am Sonnabend durch die Innenstadt marschieren. „Sollte die Demonstration stattfinden, werden wir unsere Veranstaltungen absagen“, sagt der Vizepräsident des Karnevalskomitees, Joachim Meyer. Geplant ist zudem ein Stoffmarkt auf dem Steintorplatz sowie eine Sammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Gastronom Rainer Aulich ist verärgert, weil er seine traditionelle Weihnachtspyramide noch nicht aufbauen kann. „Eigentlich wollten wir schon am Freitag, 14. November, beginnen“, sagt er.

Noch ist der Aufmarsch nicht genehmigt. Der Polizei liegt aber die Anmeldung vor, aus der hervorgeht, dass ein gewalttätiger Aufmarsch ähnlich wie jüngst in Köln droht. Auch von den neun angemeldeten Gegendemonstrationen erwartet die Polizei teils Gewaltpotenzial. Am Wochenende treffen sich Vertreter der Polizei und die Stadtspitze zu einer Sicherheitskonferenz.

„Wir rechnen ohnehin mit einem Imageschaden für Hannover, denn die Kunden sind schon jetzt verunsichert“, sagt Prenzler von der City-Gemeinschaft. Der wirtschaftliche Verlust für die Händler sei verheerend. Allein 40 Prozent des gesamten Wochenumsatzes konzentriere sich auf den Sonnabend, sagt Prenzler.     

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