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Hannover bleibt Üstra-Stadt bis 2038

Bus- und Bahnverkehr Hannover bleibt Üstra-Stadt bis 2038

Die Üstra behält ihr Monopol beim Bus- und Bahnverkehr in Hannover. Per Direktvergabe hat das Unternehmen einen neuen Auftrag bekommen. Dieser läuft bis zum Jahr 2038 und damit über den längstmöglichen Zeitraum, den die Europäische Union erlaubt.

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Quelle: Thomas (Archiv)

Hannover. Theoretisch hätte sich über den Sommer ein Unternehmen melden können, das den öffentlichen Nahverkehr in Hanover und Teilen des Umlands mit Qualität, aber ohne öffentliche Zuschüsse bewerkstelligt. Praktisch ist das innerhalb der gesetzten Frist nicht passiert. Deshalb hat die für den Bus- und Bahnverkehr zuständige Region der Üstra einen sogenannten öffentlichen Dienstleistungsauftrag erteilt und dem Unternehmen damit sein Monopol in Hannover erhalten.

Der Auftrag läuft bis zum Jahr 2038 und damit über den längstmöglichen Zeitraum, den die Europäische Union erlaubt. „Damit ist auch die Existenz der Üstra im Interesse der Eigentümer und der rund 2000 Mitarbeiter nachhaltig gesichert“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region. André Neiß, Vorstandvorsitzender des Unternehmens verwies auf die entstehende Planungssicherheit: „Die benötigen wir für langfristige Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur.“

Niemand hatte ernsthaft erwartet, dass die Region bestrebt ist, der Üstra als ihrem Tochterunternehmen die Geschäftsgrundlage zu entziehen. Außerdem gibt es in Deutschland anders als etwa bei Regionalbahnen im Stadtbahnverkehr noch kein Privatunternehmen, das in einer Großstadt dem öffentlichen Anbieter den Auftrag abgeluchst hätte. „Trotzdem war das Thema vergaberechtlich wegen der EU-Vorgaben hoch komplex“, sagt Elke van Zadel, Fachbereichsleiterin Verkehr bei der Region.

Der Vergabevertrag beinhaltet weitaus mehr als nur die Erlaubnis, mit Bahnen und Bussen durch die Stadt zu fahren. Er sichert soziale Standards und schützt die Mitarbeiter vor Lohndumping, weil grundsätzlich der Flächentarif gilt. Kriterien für Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sauberkeit der Fahrzeuge, Barrierefreiheit sowie Umweltschutz sind definiert. Auch Anforderungen an Kompetenz und Freundlichkeit des Personals finden sich unter den Punkten. Die genannten Dinge werden mit festgelegten Messverfahren überwacht.

Weil Nahverkehr und dabei insbesondere der Busverkehr nicht kostendeckend zu betreiben ist, bekommt die Üstra einen Kostenausgleich von der Region. Dessen Höhe kommt regelmäßig auf den Prüfstand, indem die wichtigsten bei der Üstra anfallenden Kosten mit denen anderer Nahverkehrsunternehmen verglichen werden.

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