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Aus der Stadt Hannover erhält Open-Air-Arena für 12.000 Zuschauer
Hannover Aus der Stadt Hannover erhält Open-Air-Arena für 12.000 Zuschauer
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00:15 10.12.2012
Von Sonja Fröhlich
„Und es war Sommer“: Wie es aussieht, wenn Peter Maffay, David Garrett und Helene Fischer nacheinander im Sportpark auftreten, zeigt eine Skizze von Hannover Concerts. Quelle: Hannover Concerts
Hannover

Sie hängen überall in der Stadt und sorgen für Verwirrung. Mit Plakaten kündigt Hannover Concerts die Auftritte von David Garrett, Peter Maffay und Helene Fischer an – im Sportpark Hannover. „Sportpark Hannover? Wo soll das denn sein?“, fragten sich selbst alteingesessene Hannoveraner. Jetzt lieferte die Agentur Hannover Concerts (HC) Aufklärung: Tatsächlich entsteht – wenn auch zunächst nur zeitlich begrenzt – eine neue Freiluft-Arena, die das Zeug hat, Hannovers Ausgangslage im Wettbewerb von Norddeutschlands besten Konzertstädten merklich zu verbessern.

Der neue Konzertort nutzt die das Erika-Fisch-Stadion, benannt nach einer vor langer Zeit erfolgreichen Leichtathletin. Der Name allerdings ist den Hannoveranern nicht sehr geläufig. Die meisten kennen den Ort südlich des 96-Stadions als Mehrkampfanlage – wo Generationen von Schülern sich bei Leichtathletik-Stadtmeisterschaften und der Maschseestaffel um die Wette rannten.

Für die Auftritte von Maffay und Co. soll dort nun ein Konzertort mit Stühlen für bis zu 12.000 Fans entstehen. „Der Sportpark ist eine echte Ergänzung zu unseren bisherigen Arenen. Die drei Konzerte haben eine Dimension, die wir noch nicht abbilden konnten“, begründet Hannover-Concerts-Chef Wolfgang Besemer. Bisherige Veranstaltungsorte im Freien sind die Parkbühne (5000 Plätze), die Expo-Plaza (25.000 Plätze), die AWD-Arena (je nach Bühnenaufbau rund 40.000 Plätze) und das Messegelände (80.000 Plätze, jeweils ohne Bestuhlung). Bisher habe man für Konzerte in der Größenordnung um die 10.000 Besucher den Ehrenhof in den Herrenhäuser Gärten genutzt. „Aber der steht uns durch den Neubau des Herrenhäuser Schlosses nun eben nicht mehr zur Verfügung“, bedauerte Besemer.

Also machten sich die beiden HC-Chefs auf die Suche. Sie erkundeten über Google Hannover aus der Luft, besichtigten potenzielle Orte und fertigten Skizzen an. Doch weder der Stadthallen-Park noch der Waterlooplatz seien geeignet. „Und dann hat Wolfgang einfach mal aus seinem Fenster geguckt“, scherzte Lohmann am Freitag. Das Fenster von Besemers Büro in der AWD-Hall öffnet sich direkt auf die Mehrkampfanlage. Bei einem Spaziergang sei schnell klar geworden, dass es sich um einen idealen Veranstaltungsort handelt. Von Vorteil sei dort auch die von AWD-Arena, AWD-Hall und Parkbühne erprobte „super Infrastruktur“. Es gibt Zuwege auf allen Seiten, eine gute Verkehrsanbindung, außerdem verfügt die Anlage über eine feste Beleuchtung. Sollte ein Unwetter für das Wochenende angesagt sein, könnten ein Konzerte kurzfristig in die AWD-Hall verlegt werden.

Allerdings sollen die Konzerte im Sportpark die Ausnahme bleiben, betont Besemer. „Dass wir dort eine Bühne und Toiletten aufbauen, lohnt sich nur, wenn dort mehrere Konzerte der Größenordnung hintereinander liegen.“ Dies sei aber relativ selten der Fall. Diesmal passt es aber offenbar perfekt: Den Auftakt im Sportpark macht am Freitag, 21. Juni, der Crossover-Geiger David Garrett. Tags darauf, am 22. Juni, rocken dort Peter Maffay und Band. Schlagerstar Helene Fischer kommt gleich am Sonntag, 23. Juni. Dass die Konzertveranstalter sich gegen den Namen Erika-Fisch-Stadion entschieden haben, ist indes nachvollziehbar. Helene Fischer live im Erika-Fisch-Stadion – klingt schon irgendwie blöd.

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