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Gedenken in der AWD-Arena

Hannover erwartet über 45.000 Trauergäste bei Enke-Abschied


Hannover bereitet sich im Gedenken an den verstorbenen 96-Kapitän Robert Enke auf eine der größten Trauerfeiern in der Geschichte der Bundesrepublik vor.
Der Sarg mit dem verstorbenen Nationaltorhüter Robert Enke steht im Mittelkreis der AWD-Arena in Hannover.

Der Sarg mit dem verstorbenen Nationaltorhüter Robert Enke steht im Mittelkreis der AWD-Arena in Hannover.

© lni

Der Verein Hannover 96 und die Polizei rechnen damit, dass das aus Sicherheitsgründen verringerte Fassungsvermögen der AWD-Arena von 45 000 Plätzen für den Andrang am Sonntag nicht ausreichen wird. „Wir wollen vor der AWD-Arena Leinwände und Lautsprecher aufbauen“, sagte 96-Pressechef Andreas Kuhnt gestern. „So können die Fans die Trauerfeier auch auf dem Vorplatz verfolgen.“ Die Spekulationen zur erwarteten Zahl der Trauergäste reichten gestern bis hin zu Zahlen von 100 000 und darüber hinaus.

Die Trauerfeier beginnt um 11 Uhr und soll um 12 Uhr enden. Hannover 96 bittet alle Gäste, rechtzeitig da zu sein, damit der Einlass möglichst reibungslos verläuft. Die ARD plant eine Liveübertragung des Ereignisses ab 11 Uhr, die von Reinhold Beckmann moderiert wird. Der Sender produziert vom Landesfunkhaus Hannover aus auch das Signal für alle anderen Fernsehstationen, die sich der Bilder bedienen können.

Sarg von Enke wird auf dem Rasen aufgebahrt

Auf dem Rasen der Arena wird im Mittelkreis der Sarg mit den sterblichen Überresten des Nationaltorhüters aufgebahrt werden, das Rednerpult soll im Innenraum am Spielfeldrand stehen. Die Trauerreden für Robert Enke halten neben 96-Klubchef Martin Kind Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil und DFB-Präsident Theo Zwanziger, die kirchliche Andacht hält der katholische Pfarrer Heinrich Plochg. Er kennt die Familie Enke gut, führte mit ihr auch die Trauergespräche nach dem Tod ihrer Tochter Lara. Für einen musikalisch würdigen Rahmen soll ein Streichquartett der Musikhochschule sorgen, erklingen wird aber auch das Vereinslied „96 – alte Liebe“. Nach Ende der Trauerfeier werden sechs Spieler des Bundesligaklubs den Sarg ihres Kapitäns durch das Stadiontor hinaustragen. Welche sechs „Roten“ diese Aufgabe übernehmen werden, bespricht die Mannschaft noch. Danach setzt sich die Trauergemeinde mit Bussen in Richtung Neustadt in Bewegung, wo Familie und Freunde im Rahmen einer Messe im Kloster Mariensee Abschied von Robert Enke nehmen werden. Danach wird Enke auf dem Friedhof in Empede ebenfalls im engsten Kreis an der Seite seiner Tochter Lara beigesetzt.

Neben Familie und Freunden Robert Enkes sowie Mannschaft und Mitarbeitern von Hannover 96 wird auch die komplette Nationalmannschaft mit Trainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen. Angesagt haben sich darüber hinaus sportliche Weggefährten des Nationalkeepers, die zurzeit nicht oder nicht mehr in der Ländermannschaft aktiv sind, darunter die Torhüterkollegen Rene Adler, Timo Hildebrandt und Jens Lehmann, die Leverkusener Simon Rolfes und Bernd Schneider, der Bremer Torsten Frings und Real-Madrid-Profi Christoph Metzelder. Ihr Erscheinen angekündigt haben neben fast allen Bundesligaklubs auch Delegationen von Enkes früheren Vereinen FC Barcelona und Benfica Lissabon. Aus Portugal will unter anderem Torhüter Moreira kommen, der zu Enkes Lissaboner Zeit ein Zimmer mit ihm teilte. Auch auf der Gästeliste stehen Bundesinnenminister Thomas de Maiziére und Altkanzler Gerhard Schröder.

96-Präsident Kind und Hannovers Polizeipräsident Uwe Binias bitten die Fans dringend darum, dem Trauerzug nach Neustadt nicht zu folgen. Die Beisetzung solle auf Wunsch von Enkes Ehefrau Teresa im engsten Familien- und Freundeskreis stattfinden. „Bei aller verständlichen Trauer appellieren wir an die Fans, diesen Wunsch zu respektieren.“

Polizei und Üstra-Fahrer in Trauerflor

Die Fahrer der Üstra werden am Sonntag zum Zeichen ihrer Anteilnahme in Trikots von Hannover 96 zum Dienst erscheinen. Außerdem tragen alle an diesem Tag einen schwarzen Trauerflor. Die Streifenwagen der Polizeidirektion Hannover sind bereits seit dem Gedenkmarsch am Dienstag mit Trauerflor versehen. „Viele Kollegen nehmen unglaublichen Anteil an dem Schicksal von Robert Enke“, sagte Behördensprecher Stefan Wittke. Deshalb sei es der Wunsch der Beamten gewesen, diese Anteilnahme in einer angemessenen Form zum Ausdruck bringen zu dürfen.

Die Blumen und Abschiedsgrüße, die die Fans in den vergangenen Tagen vor dem Nordeingang der Arena abgelegt haben, werden am Sonntag, sofern sie im Eingangsbereich liegen, ins Stadion gebracht. Unter der Nord- und der Südtribüne werden dann große Bilder von Robert Enke hängen, unter denen die 96-Mitarbeiter die letzten Grüßen drapieren werden. Wer doch noch Blumen oder Karten im Gedenken an Enke ablegen möchte, könne das an diesen Stellen tun, heißt es vonseiten des Vereins.

Teresa Enke bittet um Spenden an Stiftung

Anstelle von Kränzen und Blumenspenden bittet Robert Enkes Witwe Teresa um Spenden an die Per Mertesacker Stiftung. Sie wird das Geld nach den Wünschen Teresa Enkes an dritte Organisationen weiterleiten, die als förderungswürdig angesehen werden. Die Stiftung versichert, dass die Spenden zu 100 Prozent bei den Empfängern ankommen. Die Kontaktdaten: Kontonummer 10 02 12 77 67, Bankhaus Hallbaum Hannover, BLZ 25 06 01 80. Empfänger: Per Mertesacker Stiftung. Als Verwendungszweck bitte Namen und Adresse angeben.

Von Felix Harbart und Tobias Morchner

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  • Enke sapmi – 15.11.09
    Nachdem die Herren Weil und Wulff sich nun auch anschicken, eine Trauerrede zu halten, möchte ich sehr gerne etwas nachtragen:
    Herrn Weil und Herr Wulff frage ich, ob sie bereit sind, den Menschen, welcher, ohne gefragt worden zu sein, von Herrn Enke zum Erfüllungsgehilfen seines Selbstmordes gemacht wurde, aufsuchen um ein tröstendes Gespräch mit ihm zu führen? Und diese Frage richte ich auch an Frau Kässmann.
    Ich habe durchaus ein Herz für die Nöte von Herrn Enke, doch er hatte die Mittel, einen Facharzt seines Vertrauens zu konsultieren. Er tat es nicht und zog den Freitod vor, wissend, eine Frau und ein Kind zurück zu lassen, und wissend, einen fremden Menschen lebenslang damit zu belasten, seinen Tod mit verursacht zu haben. Edel möchte ich eine solche Tat folglich nicht bezeichnen.
    Ich weiss von einem Fall in meinem Bekanntenkreis, wo sich eine sehr junge Frau umbrachte, weil sie für sich keine (berufliche) Perspektive sah, weil sie Harz (danke meine Herren Politiker) heimfiel. Um so mehr bin ich zornig, dass hier Politiker sich in's Spiel bringen. Warum kann man die Trauer um einen Fussballer nicht der Fussballszene überlassen, womit ich kein Problem hätte? Ich bin wirklich fassungslos, wie einseitig unsere Gesellschaft wurde und wie wenig Beachtung dem Prinzip beigemessen wird, dass nicht nur vor Gott (Frau Kässmann), sondern auch vor dem Gesetz (Herren Wulff und Weil)alle Menschen gleich sind.
  • Sünde? Paulinchen – 15.11.09
    Die Redaktion muss ja hier fleißig löschen ;-)...

    Fakt ist: Im christlichen Sinne ist Selbstmord eine Sünde aber nicht alle Menschen sind Christen bzw gläubig.

    Traurig ist, das ein junger Mensch in dieser Gesellschaft keinen Ausweg gefunden hat, als diesen Schritt zu gehen. Es ist doch nicht er, der gesündigt hat sondern die Gesellschaft, die ihn dazu getrieben hat bzw die Angst vor deren Reaktion.

    Was wäre denn passiert, hätte er sich zu seiner Krankheit bekannt? Würden dann diejenigen, die jetzt den Zeigefinger erheben und auf Sünde pochen, ihm geholfen oder so wie jetzt abwertend geschrieben? Ich denke,eher letzteres.Da wäre er doch auch verhöhnt worden, ein Fußballer hat keine Schwäche zu zeigen.

    Wer ohne Sünde ist werfe den 1. Stein (steht auch in der Bibel).

    Ich wünsche den Hannoveranern eine friedliche Abschiedsfeier und hoffe, dass sein sinnloser Tod aufgerüttelt hat.

  • Selbstmord von R. Enke Footlose – 15.11.09
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  • Rudolph Herzchen – 15.11.09
    Blablabla, Rudolf. Und das weisst Du auch. Halt einfach mal Deinen Mund, wenigstens bis Robert unter der Erde ist.
  • Zirkus um Robert Enke Rudolph – 15.11.09
    Was hat Robert Enke den so tolles gemacht, das hier so ein Zirkus veranstaltet wird. In den letzten Jahren ist in Hannover häufiger versehentlich einer vor die Strassenbahn gelaufen und gestorben, wo wart ihr da mit euren Beileidsbekundungen...nirgenswo, denn es hat euch nicht im geringsten interessiert. Jetzt wo aber einer eurer Lieblingsfussballer vor einen Zug springt, seine Frau im stich läßt mit einem toten Mann, einem toten Kind und dem Zugfahrer zumutet das er in überrollen muß, da fangt Ihr an einen Helden aus Ihm zu machen.

    Beim nächsten Fußballspiel ist dann alles wieder vergessen und wenn die Spieler dann nicht spielen wie Ihr euch das vorstellt, wird fleißig buuhh gerufen und die Medien hacken wie blöde auf den Spielern rum....so lange bis wieder jemand an seinem privaten und öffentlichen Druck zerbricht.
  • Robert Enke Mensch – 15.11.09
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  • Üstra Angelus – 15.11.09
    Wie ich schon an anderer Stelle darauf hingewiesen habe, legt die Üstra äußersten Wert darauf, dass die Trauergäste auch ja eine Fahrkarte lösen.
    "Schwarzfahren ist in Hannover, egal aus welchem Grund", gleichzusetzen mit Königsmord.
    "Pfui"
    Das ist genauso, als müsste man am Sonntag in der AWD-Arena eintritt bezahlen.
    Nochmal "Pfui"
  • Liebe Gemeinde bedenkenswert – 15.11.09
    Ja , der gesellschaftliche Umgang mit anderen Menschen kann nicht unter einer übergreifenden Idee stehen ( Sport, Wirtschaft, oder Hannover 96). Da hört die Gemeinschaft auf. Da sind die Grenzen. Ich stelle den Einzelnen vor die Gemeinschaft. Das Leben besteht aus lauter Einzelfällen. Die Person Robert Enke mit seiner Individualität gilt es zu schützen vor Vermarktung auch nach dem Tode.
  • Enke sapmi – 14.11.09
    Fakt ist:
    1. Enke machte mit seinem Handeln einen anderen Menschen zum Erfüllungsgehilfen seiner Untat.
    Insofern ist sein Tun verwerflich und unehrenhaft! Wenn es sein mußte, so hätte er einen Alleingang wählen sollen.
    2. Er selbst hatte kein Mitleid mit Frau und Kind (obwohl diese keine materielle Not leiden werden), sonst hätte er diese Tat nicht begangen. Es gibt viele Menschen, die verzweifeln könnten, jedoch alleine schon aus Fürsorge für ihre Lieben soweit nicht gingen.
    3. Wir leben eindeutig in einer Zweiklassengesellschaft, nicht nur im Leben, sondern leider auch im Tod. Es macht mir bange, welch ein Kult um den Tod eines Menschen gemacht wird, der diesen aus freien Stücken wählte. Und selbst die Landesbischöfin spielt dabei einen Part, obwohl Gott angeblich kein Ansehen der Person kennt, Frau Kässmann indessen wohl.
  • ROBERT ENKE THIS IS NOT GOODBYE – 14.11.09
    Das Leben macht einen Menschen zu dem, was er ist. – Und wenn er sein Leben nicht kennt, was er ist er dann?


    Jeder sollte mal für sich selbst nachdenken!
  • Es ist Metaphysik Komm gut rüber – 14.11.09
    Das Unerträgliche am Leben ist, dass nichts unerträglich ist. Robert forever!
  • Schutz der Individualität bedenkenswert – 14.11.09
    Um die Verletzung der Würde, die durch peinliche Blamage bestraft wird zu entgehen, schlage ich vor Robert Enke einzig als Funktionsträger einer gesellschaftlichen Rolle, die er gespielt hat zu würdigen. Quasi von der Privatperson zur Amtsperson, der einen gesellschaftliche Auftrag erfüllt hat. Das Individuum muss zurücktreten. Damit macht sich die Person unnahbar. Und er kann in Frieden ruhen. Damit wird man Robert am besten gerecht.
    Ewige ruhe schenke ihm
    Und das ewige Licht leuchte ihm
    Lasse ihn ruhen in Frieden
  • geschmacklos Paulinchen – 14.11.09
    @ Jean Georges Judwig

    Hier hat sich ein Mensch "abgemeldet" in abgrundtiefer Verzweifelung, ein Mensch wie du und ich, der eine Familie hinterlässt.

    Es muss ihn nicht jeder mögen; man muss aber auch nicht einen derartigen pietätslosen Kommentar abgeben.



  • Würdelos bedenkenswert – 14.11.09
    Damit ich hier richtig verstanden werde. Der Torhüter Robert Enke war ein Meister seines Faches. Wie der Fußballspieler Enke als Projektionsfläche jedoch genutzt wird, ist schon bemerkenswert. Zunächst sollte man akzeptieren, dass die Person Robert Enke schwer krank war. Wie viele andere Menschen auch. Thema ist aber hier niemals die schwere Erkrankung, sondern die Krankheit, die Phantasien auslöst. Erklärungen wie z.B. „er hatte Versagensangst“, machen den Fußballspieler Enke, das Idol, den Star noch interessanter. Selbst der „Kokser“ Christoph Daum aus Istanbul hat sich schon gemeldet. Er habe gewusst, dass Enke starke Psychopharmaka nahm (2003?). Die letzte Ehre: Ein Fußballstadion ist der falsche Ort als Raum. Im übertragenen Sinne, muss die Nr. 1 Enke also da „nocheinmal auflaufen“, wo er immer Angst hatte zu Versagen? Er muss selbst als Toter nocheinmal an den Ort, wo Spieler/Personen bespuckt, beschimpft und ausgepfiffen werden? Wo die blinde Masse ihre Aggressionen auslebt? Für mich der falsche Ort. Ich glaube, er hätte auch die Stille vorgezogen, statt dem Spektakel. Die Besinnung.
  • Jean Georges Judwig Markus – 14.11.09
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  • Robert Enke Jean Georges Judwig – 14.11.09
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  • Appell oerx – 14.11.09
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  • Trauerfeier Paulinchen – 14.11.09
    Wenn ich lese, welche Ausmaße eine Trauerfeier nimmt, ist mir etwas unwohl. Andererseits sind Trauerfeiern dazu da, um der Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen usw und in diesem Fall den Fans Gelegenheit zu geben, Abschied zu nehmen von jemanden, der einem etwas bedeutet hat. Bei der Menge der zu erwartenden Trauergäste wäre allerdings wohl jede Kirche zu klein.

    Ich bin kein Fußballfan, tragisch ist für mich jeder Freitod. Und die Frage bleibt offen, warum man sich keine Hilfe holt. Warum die Liebe zur Familie nicht so groß ist, um zumindest zu versuchen, einen Weg aus der Krankheit zu finden.

    Ich möchte aber auch nicht unter den Tisch fallen lassen, dass meine Gedanken hier auch bei dem Zugpersonal, Feuerwehr, Polizei und alle an der Bergung Beteiligten sind. Wie sollen diese Menschen jemals damit fertig werden?

    Meine Hochachtung gilt Fr Enke, die in meinen Augen trotz der Schwere ihrer Sitation das einzig richtige getan hat, nämlich die Öffentlichkeit aufzuklären, bevor irgendwelche Boulevardblätter das Thema in Stücke reißen.



  • nicht wirklich Deine Ansicht, oder? Widerwort – 14.11.09
    @pp:
    1. wenn man deiner Ansicht folgt, dann gilt das auch für jeden Autofahrer, Polizisten, Arzt etc. - denn alle könnten realistisch in der Ausführung ihrer Tätigkeit ohne Absicht einen Menschen töten und müssen dann sehen, wie sie damit klar kommen ("selber schuld"). Wenn das wirklich deine Ansicht ist, dann können wir gleich alle einpacken.

    2. Du betitelst einige Kommentare als "schwachsinnig" - genau das ist das Problem: da hat jemand eine andere Meinung, und wird gleich als schwachsinnig hingestellt, weil er nicht genauso trauern will wie Du. Das ist wie: Es ist jemand depressiv, und wird dann als Weichei hingestellt, nur weil er nicht so funktioniert wie die eigene Person oder wie es die Vorstellungen der Masse / Gesellschaft vorsieht.

    Du hast nichts gelernt aus dem tragischen Tod von Robert Enke!

    Wenn du die Kommentare richtig gelesen hättest, dann hättest du festgestellt, das es außer Frage ist, dass alle um den Menschen Robert Enke trauern. Es geht um die Art und Weise, was nach dem Mittwoch mit beeindruckenden Aktionen mitterweile drauß gemacht wird - und dazu darf man wohl eine Meinung haben (guck mal ins Grundgesetz)!
  • unglaublich who cares – 14.11.09
    @pp Wenn jeder Lokführer davon ausgehen muss dass er in seinem Leben 2x einen Menschen überfährt und das er sich das ausgesucht hat, dann tut es mir für dich Leid, dass du etwas engstirnig bist.
    Denn dann könnte man genauso gut argumentieren, dass jeder Mensch weis das Menschen sterben, und die Deutsche Nationalmannschaft, die es sich ausgesucht haben Fussballprofi zu werden, ja auch das Länderspiel bestreiten könnten, anstatt es abzusagen. Genauso ist dann Option mit dem Verschieben des Spiels H96 gegen Schalke hinfällig, denn die haben sich ihren Beruf ja auch ausgesucht, und sollten spielen.

    Also bevor du was schreibst, fang an zu denken. Der Lokführer tut mir genauso Leid wie Teresa, am bittersten finde ich es aber für Leila, die jetzt in einer kaputten Welt aufwachsen wird, und ihren Adoptivvater nicht kennen lernt.
    Daher wünsche ich Teresa und Leila alle Kraft und Liebe, irgendwann ein geregeltes Leben zu führen. Und dem Lokführer, dass er das ganze schnell verarbeitet.
    Und dir pp, dass du Fußball nicht so ernst nimmst, aber da kann man dir auch sagen, du sollst anfangen zu denken.
  • RR – 14.11.09
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  • Enke Korrupt – 14.11.09
    Klar darf man trauern,

    die Geschichte mit dem Sarg inmitten von 40000 Leuten, finde ich aber schon sehr makaber.
    Ich kannte Enke nicht, aber was man so von Ihm weiß, hätte er dies so bestimmt nicht gewollt, so weit mir bekannt war er doch Bescheiden und zurückhaltend.

    Nun gut, ich hoffe seine Frau weiß, was Sie da macht.



  • Minderhirnige pp – 14.11.09
    Es ist schon erstaunlich, wie viele Schwachhirnige hier Tag für Tag neue Sülze verbreiten.

    Der Lokführer steht hier einfach nicht zur Debatte, es ist nicht schön für ihn aber es ist sein Job und dieser Job beinhaltet leider nunmal die Möglichkeit, dass er ca. 2 x im Berufsleben einen Menschen überfährt. Jeder Lokführer weiss das (was es natürlich nicht besser macht).
    Wem diese Feier nicht passt, kann ja einfach zu Hause bleiben, die vielen Fans haben aber ein sehr starkes Bedürfnis ihrem Robert ein letztes Geleit zu geben. Und warum auch nicht, ist nichts verwerfliches dabei.
    Warum dürfen wir denn nicht um einen guten Menschen, Idol und "Freund" trauern??
  • Gedanke an alle! Ein Niedersachse – 14.11.09
    Leute, bitte, bitte! Lasst doch einfach mal die Kommentare! Das ist mir schon früher aufgefallen, dass bei sensiblen Themen ständig sinnlose Sachsen geschrieben werden. Jetzt ist der Punkt erreicht, wo eine Meinung NICHT gefragt ist, - sondern vielleicht einfach mal Anteilnahme zeigen! Egal, wie nahe es einem ging. Viele nicht-Fußballfans trauern auch. Es entsteht vielleicht im Moment ein Überdenken der gesellschaftlichen Probleme. Nämlich: nicht über Krankheiten zu sprechen, bzw. nicht sprechen zu dürfen. Diese Herzieherei ist absolut überflüssig und daneben!
  • Heimspiel für die Schweinegrippe schweinegrippchen – 14.11.09
    Ob die Schweinegrippe nun Panikmache ist oder nicht, zehntausende Menschen einzuladen kollektiv zu niesen, schluchzen und sich in den Armen zu liegen ist schon grob fahrlässig.
  • nene Hoschi – 13.11.09
    denkt mal jemand an den Lokführer??Der tut mir leid.Wer weiß ob er noch im Dienst ist.Aber das ist ja nebensache wie man sieht.
  • Schüttelkopf Human – 13.11.09
    Hier hat der Schüttelkopf überhaupt nichts verstanden, weil es seinen Kopf zu viel geschüttelt hat. Es geht hier um ein vitales gesellschaftliches Problem, dass nicht annähernd fußballspezifisch ist. Mach Dir mal Gedanken, warum das so viele Menschen berührt und fassungslos sind. Da sage ich an Schüttelkopf: Einfach mal Fresse halten!!!
  • Die Menschen wollen es Halbfan – 13.11.09
    Man mag es für überrissen halten. Man mag der Ansicht sein, es müsse nun langsam mal genug sein.
    Offensichtlich ist es aber so, dass viele Menschen, nicht nur die Fans, ein Ventil für ihre Betroffeneheit benötigen. Also ist es auch gut so, wie insgesamt mit Robert Enkes Tod umgegangen wird. Das Bedürfnis ist da. Nicht weil er ein Nationaltorhüter ist, sondern ein Mensch der Schiksalsschläge erlitten hat und immer sympatisch bei allen Menschen ankam.

  • TRAUERFEIER Schüttelkopf – 13.11.09
    Zuvor:
    Das Schicksal jedes Menschen mit dieser in ihrem Ausmaß wenig bekannten Krankheit geht mir nah.

    Aber: Ist diese Trauerfeier incl. TV-Übertragung angemessen?
    Ich dachte, wir leben in einer Bundesrepublik - Irrtum: Es ist eine Fußballrepublik.

    Diese Trauer"feier" beleidigt alle, die vielleicht nicht 8x im National-Tor gestanden haben, aber auch ein ähnliches Schicksal hatten ohne dieses Spektakel - und obwohl manche unter diesen vielleicht auch Wichtigeres für unsere Gesellschaft geleistet haben.

    Ich verstehe die Fußballfans - ich schüttle den Kopf über die
    Medien...





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