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Aus der Stadt Hannover erzielt Rekordjahr
Hannover Aus der Stadt Hannover erzielt Rekordjahr
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00:17 03.03.2016
Von Bernd Haase
Die Messen wie die Agritechnica locken vermehrt Gäste nach Hannover. Auch Kongress- und Geschäftsreisende füllen die Hotelbetten der Tourismusregion. Foto: dpa (Archiv) Quelle: Peter Steffen
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Hannover

 Damit toppt Hannover sowohl das bisherige Nummer-Eins-Jahr 2011 sowie das Jahr 2000, das mit der Weltausstellung Expo dem Beherbergungsgewerbe eine Sonderkonjunktur verschafft hatte. Seit 1999 haben sich die Übernachtungszahlen in Hannover sogar mehr als verdoppelt.

In der Landeshauptstadt bedeutet das Jahresergebnis von 2015 ein Plus von gut 150 000 Übernachtungen gegenüber 2014, was wiederum einer Steigerung von 7,2 Prozent entspricht. Auch in der Gesamtregion stehen die Zeichen auf Wachstum. Inklusive Hannovers stehen 3,87 Millionen Übernachtungen zu Buche; das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Experten von der Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG) machen zwei Wachstumstreiber aus. Zum einen sind es Messe-, Kongress- und Geschäftsreisende, die den Hotels und Pensionen die Betten füllen. Zum anderen lockt speziell die Stadt verstärkt junges Publikum. Das bringt nicht zuletzt eine für die Hotellerie erfreuliche Steigerung der Übernachtungszahlen in den eigentlich schwächeren Monaten Juli, August und Oktober mit sich. „Wir haben mittlerweile eine durchschnittliche Auslastung von mehr als 45 Prozent im Jahr“, sagt Johannes Hennigfeld, Sprecher der Fachgruppe Hotels des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga.

Eine andere Zahl nennt Hans Nolte, Geschäftsführer der HMTG: „Der Zuwachs an Übernachtungsgästen bedeutet einen gestiegenen Bruttoumsatz von 27 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.“ Das Institut dwif hatte im vergangenen Jahr ermittelt, das jeder Übernachtungsgast im Schnitt 181,70 Euro in Hannover lässt; im Umland sind es 141,40 Euro.

Verstärkte Zugkraft übt Hannover auf ausländische Gäste aus. Auf sie entfielen in der Stadt 500 000 Übernachtungen. Die Zuwachsrate gegenüber 2014 beträgt 9,7 Prozent, damit liegt sie über dem Gesamtwert. In der Länderwertung liegen die Briten vorn, gefolgt von den Polen und den Niederländern. Betrachtet man die prozentualen Zuwächse, erkennt man die Bedeutung der Großmessen: Die ersten Plätze belegen China und Indien und damit die Partnerländer von Cebit und Industriemesse.

Landesweit punkten die Küste und der Harz

Einen Zuwachs von 2,2 Prozent verbucht das Land bei den Übernachtungszahlen. In Niedersachsen wurden im abgelaufenen Jahr insgesamt 41,3 Millionen Übernachtungen registriert – mehr als jemals zuvor, wie es beim Landesamt für Statistik heißt. Die Zahl der Gäste stieg sogar um 2,8 Prozent auf 13,4 Millionen.

Fast jeder zehnte Gast kommt aus dem Ausland (3,7 Millionen), das ist ein Zuwachs um 2,7 Prozent. Ganz vorne liegen die Niederländer (eine Million), dann kommen Dänemark (380.000), Polen (239.000), Großbritannien und Nordirland (173.000) sowie die Schweiz (156.000).

Der niedersächsische Teil des Harzes verbucht zwar hohe Zuwachsraten (plus 3,7 Prozent), kommt aber mit 3,5 Millionen Übernachtungsgästen nur auf knapp halb so viele wie die Nordseeküste (7,6 Millionen, plus 2,1 Prozent). Einen Rückgang gab es unter anderem in der Region Mittelweser (minus 4,1 Prozent).  lok

Die HMTG hatte ihre Tourismuswerbung im Ausland zuletzt verstärkt und will das auch weiter tun. Auch junge Leute sind im Fokus. Diese Ausrichtung will man dem Auftritt auf der wichtigsten Tourismusmesse Deutschland geben, der ITB in Berlin. Sie startet am Wochenende. Schubkraft für das Geschäft erwartet man außerdem durch Großveranstaltungen wie den Special Olympics für geistig behinderte Sportler, den Aktivitäten rund um den 775sten Stadtgeburtstag sowie dem Dauerbrenner Maschseefest.

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