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Hannover feiert 2016 das Leibniz-Jahr

Umfangreiches Programm Hannover feiert 2016 das Leibniz-Jahr

Mit einem umfangreichen Kultur- und Wissenschaftsprogramm feiert Hannover das Leibniz-Jahr 2016. Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) wirkte 40 Jahre lang als Hofrat und Bibliothekar des Welfenherzogs an der Leine. 

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Gottfried Wilhelm Leibniz war Jurist, Philosoph und Mathematiker.

Quelle: dpa

Hannover. Liverpool hat die Beatles, Weimar hat Goethe – und Hannover hat Leibniz: „Er war der letzte Universalgelehrte, ein Vordenker der Aufklärung“, schwärmt Oberbürgermeister Stefan Schostok. Am 14. November 2016 jährt sich der Todestag des berühmten Mannes zum 300. Mal: „In der ganzen Welt wird 2016 als Leibniz-Jahr begangen – und unsere Stadt hat ein ganz besonderes Programm auf die Beine gestellt“, sagt Schostok. Unter anderem feiern mehrere Museen und die Leibniz-Uni den großen Gelehrten, der die meiste Zeit seines Lebens in Hannover verbrachte, mit Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten.

Zum Auftakt hat am 24. Oktober in der Staatsoper Leonard Bernsteins Musical „Candide“ Premiere: In der literarischen Vorlage hatte sich Voltaire über Leibniz’ Credo „Wir leben in der besten aller möglichen Welten“ lustig gemacht. Der offizielle Start ins Leibniz-Jahr ist am 19. Januar: In einer Talkrunde der Volkswagen-Stiftung ist unter anderem Ministerpräsident Stephan Weil im Schloss Herrenhausen zu Gast.

Am 14. Juni beginnt im Historischen Museum eine Vortragsreihe von Prof. Brandon C. Look zur Frage „Wozu noch Leibniz?“. „Früher hatten wir ein Universalgenie – heute brauchen wir dafür 330 Professoren“, scherzte Volker Epping, Präsident der Leibniz-Uni, gestern bei der Präsentation des Jahresprogramms. Die Universität feiert am 1. Juli 2016 auch den zehnten Jahrestag ihrer Benennung nach Leibniz. Vom 19. bis 23. Juli versammelt Prof. Wenchao Li beim Internationalen Leibniz-Kongress dann die Creme der Experten in Hannover.

Eher populär kommen andere Aktivitäten daher: Unter dem Titel „Leibniz für alle!“ soll es 2016 eine Geocaching-Tour an Hannovers Leibniz-Orte geben. Das Wilhelm-Busch-Museum zeigt vom 10. Juli an in der Ausstellung „Leibnix“, wie das Universalgenie in Karikaturen und Comics dargestellt wurde, und im Museum August Kestner beginnt am 15. September eine Ausstellung, in der es unter anderem um „Leibniz-Cakes“ geht. Außerdem plant das Koki im Künstlerhaus fürs kommende Jahr die Filmreihe „Leibniz unchained“. Die Stadtbibliothek zeigt Leibniz’ dreibändige Quellensammlung und lädt zu Leibniz-Lesungen für Kinder ein, und in der Neustädter Kirche gibt es Konzerte, bei denen der Kosmos des großen Gelehrten im Mittelpunkt steht.

„Leibniz war ein Mann, der uns Mut zum Denken beibringen wollte“, sagt Kulturdezernentin Marlis Drevermann. Da passt es, dass das Leibniz-Jahr auf Kreativität setzt: Unter dem Motto „Leibniz’ Harmonien“ ist ein internationaler Komponistenwettbewerb ausgeschrieben: „Es gibt schon zahlreiche Bewerbungen“, sagt Drevermann. Zudem soll ein Fenster der Neustädter Hof- und Stadtkirche, in der Leibniz begraben ist, künstlerisch neu gestaltet werden und künftig an den Gelehrten erinnern.

Um die letzte Phase im Leben des Großgelehrten, der 1716 im Alter von 70 Jahren starb, geht es in der Ausstellung „Leibniz’ letztes Lebensjahr“, die am 21. Juni in der Leibniz-Bibliothek beginnt: „Sein Tod markiert Höhepunkt und Ende der wissenschaftlichen Allwissenheitsträume“, sagt Bibliotheksdirektor Georg Ruppelt.

Zum Abschluss des Leibniz-Jahres gibt es am 14. November dann eine Kranzniederlegung am Leibniz-Grab in der Neustädter Kirche. Daran schließt sich ein Festakt in Herrenhausen an – und um 22 Uhr gibt es Glockengeläut zur Todesstunde des Gelehrten.

 

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