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Fans beim Nordderby verhalten sich friedlich

Risikospiel Fans beim Nordderby verhalten sich friedlich

Die Polizei hatte das Spiel zwischen Hannover 96 und dem FC St. Pauli als Risikospiel eingestuft und die Innenstadt zur Sicherheitszone erklärt. Doch es blieb Sonnabend weitestgehend friedlich. Nach dem Abpfiff des Spiels sind die St.-Pauli-Fans auf dem Weg nach Hamburg, die Polizei zog eine positive Bilanz.

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Die ersten Hamburger Fans sind von der Polizei am Bahnhof empfangen worden.

Quelle: Dillenberg

Hannover. ■ Das Zweitligaspiel zwischen Hannover 96 und dem FC St. Pauli wurde als Risikospiel eingestuft.

■ Die Polizei war deshalb mit einem Großaufgebot vor Ort und trennte beide Fanlager. 

■ Zuvor befürchtete Zusammenstöße mit weiteren Fußballanhängern aus Rostock hat es nicht gegeben.

Bereits um 10.15 Uhr waren die ersten Hamburg Fußballanhänger am Bahnhof angekommen, sie hatten offenbar nicht den vorhergesehenen Sonderzug genommen. Gegen 10.30 Uhr trafen schließlich zahlreiche weitere St-Pauli-Fans am Bahnhof ein. Sie wurden von der Polizei in Empfang genommen und sollen durch die Innenstadt zum Stadion geleitet werden. Befürchtete Zusammenstöße mit weiteren Fußballanhängern aus Rostock, die die Heimreise vom Auswärtsspiel ihrer Mannschaft am Freitagabend in Paderborn angetreten hatten und über Hannover fuhren, hat es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

Für die Unterstützung der Mannschaft aus Hamburg kamen laut Polizei rund 5000 Anhänger, unter ihnen etwa 240 gewaltbereite und polizeibekannte Chaoten. Die Behörden trennten mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften die Fans beider Lager konsequent.

Rund 1000 St.-Pauli-Fans reisten mit dem eigens vom Verein gecharterten Sonderzug von Hamburg zum Bahnhof Fischerhof an. Von dort ging es dann zum Südeingang des Stadions. Das Stadion wurde zwei Stunden vor dem Anpfiff geöffnet. 

Elf Fans kurzzeitig festgesetzt

Lediglich elf Anhänger der Hamburger verselbstständigten sich nach Angaben der Polizei, sie wurden in der Braunstraße aufgegriffen: Sie verstießen gegen das Vermummungsverbot und hatten unter anderem Quarzhandschuhe an, die sich für Schlägereien gut eignen sollen. Bei ihnen wurden die Personalien festgestellt, anschließend sollten sie die Heimreise antreten, weigerten sich aber Fahrkarten zu kaufen. Die zwölf Fans befinden sich nun in Polizeigewahrsam, nach Ende des Spiels werden sie mit den anderen St.-Pauli-Fans die Heimreise antreten.

Auch nach Abpfiff blieb es weitgehend friedlich: Es gab nur an zwei Stellen Wortgefechte zwischen 96-und St.-Pauli-Fans, doch die Polizei hielt die Gruppen jeweils in Schach. Für Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt sorgten jedoch die St.-Pauli-Fans, als sie nicht mit der Stadtbahn vom Stadion zum Bahnhof fahren wollten, sondern zu Fuß liefen. Deshalb mussten einige Straßen – Brühlstraße, Goethestraße und Goseriede – kurzfristig gesperrt werden. In Begleitung der Bundespolizei stiegen die St.-Pauli-Fans dann in den Metronom Richtung Uelzen, ohne dass es weitere Zwischenfälle gab. Am späten Nachmittag zog die Polizei deshalb eine positive Bilanz: Bis auf die keinen Zwischenfälle blieb alles friedlich.

Kein Alkoholverbot

Anders als beim ersten Risikospiel der Saison gegen Dynamo Dresden gibt es am Sonnabend kein generelles Alkoholverbot im Stadion. Die Polizei weist aber darauf hin, dass die Ordner angewiesen sind, stichprobenartige Alkoholkontrollen bei den Fans vorzunehmen. Besucher mit mehr als 1,6 Promille dürfen nicht in die Arena. Die Eintrittskarte würde in einem solchen Fall verfallen.

Beim Risikospiel am 11. September gegen Dynamo Dresden war es in der Innenstadt weitgehend friedlich geblieben.

isc/sag/sbü

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