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Aus der Stadt Hier werden Sie geblitzt!
Hannover Aus der Stadt Hier werden Sie geblitzt!
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16:52 29.01.2014
Der wohl bekannteste Blitzer Hannovers steht am Weidetorkreisel an der Auffahrt zum Messeschnellweg. Quelle: Archiv
Hannover

Der Poliscan kriegt sie alle – angeblich. Manche nennen das Gerät den Superblitzer: Er kann Fahrzeuge über Spurwechsel verfolgen und auch verdeckte Autos erkennen. In Hannover steht ein solches Modell am Westschnellweg an der Ausfahrt nach Linden-Nord. Es handelt sich um einen von insgesamt 28 Standorten im Stadtgebiet, an denen Autofahrer ganz genau beobachtet werden.

Ob Rotlichtverstoß oder zu hohes Tempo – an besonders kritischen Stellen hat die Stadtverwaltung stationäre Blitzanlagen aufgestellt. Manche beobachten eine bestimmte Fahrtrichtung, einzelne sind drehbar und an der Arndt- sowie an der Langenforther Straße erfassen sie sowohl Rotlicht- als auch Temposünder. Nicht alle Starenkästen jedoch sind immer aktiv: Die Stadt setzt ihre 13 Kameras im Wechsel an den einzelnen Standorten ein. Unsere Karte zeigt Ihnen, wo Sie in der Landeshauptstadt und im Umland mit Blitzern rechnen müssen:

Neben der Stadt überwacht auch die Polizei den Straßenverkehr. An Unfallschwerpunkten oder zu besonderen Anlässen kontrollieren die Beamten das Tempo der Autofahrer – etwa bei den sogenannten Blitzermarathons der vergangenen Monate. 

Drei Millionen Euro Einnahmen

Alle Kontrollen dienten der Verkehrssicherheit und nicht der Einnahmeerhöhung der Stadt, stellt der Sprecher der hannoverschen Verwaltung Alexis Demos klar. Dennoch sind die Summen, die durch Raser und Rotlichtsünder zusammenkommen, beträchtlich. Laut Stadtverwaltung ließen sich in Hannover im Jahr 2013 an roten Ampeln 8447 Autofahrer fotografieren, was zu Einnahmen von 959.000 Euro führte. Zu schnell unterwegs waren 70.890 Verkehrsteilnehmer (2,66 Millionen Euro).

Im Vergleich zu 2012 sind die Zahlen gesunken, vor allem die Temposünder sind weniger geworden. 2012 waren noch 81.436 Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen, was zu Einnahmen von 3,07 Millionen Euro führte. „Auch wenn die Zahl der Verfahren und der Einnahmen gegenüber 2012 gesunken ist, sind noch deutlich zu viele Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs“, stellt Demos klar. „Ohne Kontrollen würde die Durchschnittsgeschwindigkeit und auch die Unfallgefahr an diesen Standorten wieder steigen.“

Allerdings sind die Zusammenhänge zwischen Verkehrskontrollen und Unfallgeschehen nicht immer so einfach: Am wohl bekanntesten Blitzer in Hannover – am Weidetorkreisel – nahmen die Unfallzahlen nach der Installation der Anlage im August 2010 sogar zu.

Die Zahl der Raser an dieser Stelle des Messeschnellwegs indes ist drastisch zurückgegangen. In den ersten fünf Monaten erwischte der Blitzer 41.359 Autofahrer. Im ganzen Jahr 2011 waren es laut Stadt 46.709, 2012 noch 26.008 und im Jahr 2013 sogar nur 18.064 – immerhin jedoch ein Viertel aller Tempoverstöße in der Stadt.

Von Ralf Heußinger

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