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Hannover hat die schlechteste Notfallversorgung

„Unhaltbarer Zustand“ Hannover hat die schlechteste Notfallversorgung

Nirgendwo in Niedersachsen ist die Versorgung von Notfallpatienten so schlecht wie in Hannover. Das geht aus einer Antwort von Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) auf eine Anfrage der CDU im Landtag hervor.

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Quelle: Elsner/Archiv

Hannover. Die CDU-Abgeordneten aus der Region wollten von der Landesregierung wissen, ob es in ganz Niedersachsen vorkommt, dass sich Fachstationen von Kliniken dauerhaft abmelden. Rundt antwortete daraufhin am Donnerstag schriftlich: „Die Klinikauslastungen im Bereich der Notfallversorgung scheinen in dieser Form nur in Hannover aufzutreten. Andere Informationen liegen der Landesregierung nicht vor.“ Damit gesteht die Landesregierung erstmals die Probleme in der Notfallversorgung in der Region ein.

Ursache sind nach Ansicht von Rundt sogenannte Fehlanreize bei der ambulanten Notfallversorgung. Damit meint sie, dass Patienten auch dann in die Notaufnahmen gingen, wenn gar kein Notfall vorliege. Dadurch würden die Ambulanzen sehr stark in Anspruch genommen, erläuterte ein Sprecher ihres Ministeriums. Der CDU-Abgeordnete Rainer Fredermann, der auch in der Regionsversammlung sitzt, sprach von einem „unhaltbarem Zustand“. In der Region seien „Fehler an der Schnittstelle zwischen Rettungsdiensten und Krankenhäusern deutlich erkennbar“.

Vor rund einem Monat hatte die HAZ von einem internen Papier der Regionsverwaltung berichtet. Demnach sind viele der internistischen und neurologischen Stationen der Kliniken in Hannover mehr als die Hälfte des Jahres abgemeldet und damit nicht in der Lage, Notfallpatienten aufzunehmen. Beispielsweise war demnach die internistische Station der Medizinischen Hochschule Hannover im Jahr 2013 und im ersten Halbjahr 2014 jeweils zu mehr als 86 Prozent abgemeldet. Die Abmeldungen der Stationen können erhebliche Auswirkungen auf Verletzte zum Beispiel bei Unfällen haben: Weil die Rettungswagen mit den Notfallpatienten wegen der Abmeldungen häufig mehrere Kliniken anfahren müssen, verlieren sie Zeit, um rechtzeitig beim nächsten Einsatz zu sein.

Diakonische Dienste kürzen Weihnachtsgeld um 40 Prozent

Bei den Diakonischen Diensten (DDH)müssen 4300 Mitarbeiter in diesem Jahr auf 40 Prozent des Weihnachtsgeldes verzichten. Darauf haben sich Chefs und Gewerkschafter geeinigt, berichtete DDH-Geschäftsführer Bernd Weber gestern der HAZ. Auch für die nächsten Jahre sind Kürzungen vereinbart. Insgesamt haben sich Verdi und Unternehmen auf einen Gehaltsverzicht von 9,5 Millionen Euro geeinigt. Der diesjährige Verzicht auf einen Teil des Weihnachtsgeldes bedeutet einen Anteil von rund einem Drittel an der Gesamtsumme. Konkrete Vereinbarungen, wie das Einkommen der Mitarbeiter in den kommenden Jahren gekürzt werden soll, gibt es noch nicht.

Die Kürzungen seien notwendig, um den Konzern wieder auf ein stabiles, wirtschaftliches Fundament zu setzen, sagte Weber. Vereinbart wurde zudem, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2019 geben soll, auch Betriebsteile sollen nicht ausgegliedert werden. Bereits in den vergangenen Jahren hatten DDH-Mitarbeiter auf Gehalt verzichtet.


Von den Mitarbeitern seien keine Begeisterungsstürme zu erwarten, sagte die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Beate Hochhut. Es handele sich jedoch um einen „guten Kompromiss“. Jetzt gehe es darum, die Arbeitsbedingungen erträglicher zu gestalten.

mak

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