Hannover wird bundesweit positiver wahrgenommen, als die Bewohner das von der Stadt und ihrem Umland glauben. Andererseits hat Hannover aber ein unauffälliges Profil: „Nur wenige Namen, Ereignisse oder Stimmungen werden markant mit der Region in Verbindung gebracht“, sagt Ingo Schoenheit, Geschäftsführer der hannoverschen Beratungsgesellschaft imug. Sie hat im Auftrag der Hannover Holding für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Marketing die bisher umfangreichste Imagestudie über Hannover durchgeführt. Sinn der Übung: „Wir wollen anhand der Ergebnisse eine neue Marketing- und Veranstaltungsstrategie entwickeln“, sagt Michael Beck, Geschäftsführer der Holding. Das werde Auswirkungen darauf haben, welche Projekte Stadt und Region künftig finanziell fördern.
Methode und Kosten: Die imug hat 3000 Männer und Frauen befragt – je 1500 in der Region Hannover und aus dem Bundesgebiet. Dabei ging es nicht nur um Schulnoten, sondern auch um gezielte Nachfragen in Interviewform. Die Kosten für die Studie in Höhe von 95 000 Euro hat die Sparkasse Hannover gezahlt. „Wir haben daran auch ein unternehmerisches Interesse“, sagt der Vorstandsvorsitzende Walter Kleine.
Die Binnensicht: Von den Befragten aus der Region Hannover finden jeweils zwei Drittel die Region sympathisch und attraktiv. Bei den Kriterien „vielfältig“, „weltoffen“ und „liebenswert“ erteilen die Hannoveraner ihrer Region und sich selbst gute Noten. 85 Prozent sind der Meinung, dass Hannover kein gutes Image hat, aber viel besser ist als sein Ruf. Auf einem Imageindex erreicht Hannover 79 von 100 Punkten – „ein guter Wert“, sagt Schoenheit.
Der Blick von draußen: Die Bundesbürger erteilen Hannover keine schlechten Noten, die besten gibt es für die Kriterien „selbstbewusst“ und „weltoffen“. Andererseits fällt ihnen zu der Region wenig ein. Am ehesten gilt sie als Wirtschaftsstandort. Auf die Frage, in welchem Bereich Hannover Spitze sei, antwortet knapp die Hälfte: „Ich weiß nicht.“ Der Imageindex liegt bei 72 Punkten.
Der Städtevergleich: Die imug hat bei ihren Interviews nach den Vergleichsstädten Düsseldorf, Bremen, Nürnberg und Leipzig gefragt. Im Gesamtergebnis landet Hannover knapp hinter Nürnberg auf Platz zwei. Den Ausschlag hierfür gibt das hannoversche Stadtbild, das als unattraktiv eingestuft wird. So urteilen sowohl in Region als auch bundesweit die Befragten mehrheitlich, Hannover sei jünger und dynamischer als die Vergleichsstädte. Aus diesen Resultaten lässt sich laut Schoenheit Kapital schlagen: „Die Region braucht mehr Selbstbewusstsein. Die wichtigsten Meinungsbildner sind dabei nicht Broschüren, sondern die Menschen, die hier leben und arbeiten.“
Das Schmuckstück: Wenn die Bundesbürger etwas mit Hannover in Verbindung bringen, sind es zwei Dinge: die Messe; in viel stärkerem Maße aber Herrenhausen. „Es wird als Freizeitpark, Veranstaltungsort, Barockgarten und Kulturinstitution markant mit Hannover in Verbindung gebracht“, schreibt die imug. Anders fällt das Ergebnis aus, wenn nach optischen Bildern gefragt wird. Dann denken die Bundesbürger an das Neue Rathaus und den Maschsee.
Was weniger zieht: Um als spürbarer Imageträger wahrgenommen zu werden, müsste Hannover 96 in der Fußball-Bundesliga zu den Spitzenvereinen zählen, meint Schoenheit. Schützenfest und Zoo seien zwar bekannt, aber eher von regionaler als von bundesweiter Bedeutung.
Die Bewertung durch die Chefs: „Wenn ein mieses Ergebnis herausgekommen wäre, hätten wir ein Problem. Haben wir aber nicht. Deutschland mag Hannover“, sagt Oberbürgermeister Stephan Weil. Die Region sei gut, könne aber noch ein bisschen besser werden. Regionspräsident Hauke Jagau erklärte, die gesamte Region müsse unter der Dachmarke Hannover künftig griffig dargestellt werden.
Das weitere Vorgehen: Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Studie sollen nun breit diskutiert werden – von der Politik ohnehin, aber auch von der Wirtschaft und weiteren Interessensgruppen. Dafür werden einige Monate ins Land ziehen. Was dabei herauskommen könnte, umreißt Schoenheit so: „Es bringt nichts, Hannover mal als Wissenschafts-, mal als Einkaufs- und mal als Sportstadt etablieren zu wollen.“ Statt vorschnell in eine verbesserte Werbung zu investieren, müsse man einige zukunftsträchtige Themen und Projekte definieren, mit denen Hannover bundesweit punkten könne. Dies findet die Unterstützung von Sparkassenchef Kleine: „Auch von der Wirtschaft wird eine Fokussierung gewünscht“, sagte er.
HAZ.de Anmeldung
Kommentare
Interessant die II. Frank p – 30.10.09
Frankfurt ist derart pottenhäßlich, dass ich mich frage, wie Marco Polo überhaupt Stoff für einen Reiseführer zusammenkriegt. Auch Nürnberg (und auch nur in der City) hat wie andere Städte die Qualitäten mit einem unglaublichen Schuldenstand von mehr als 20 Milliarden zusammengeliehen. Auch Städte wie Hamburg gelten als weltmännisch, obwohl die Stadt, die teilweise unglaublich häßlich ist, ihren Bewohnern gar nicht mehr gehört bei den Schulden. Berlin 60 Milliarden, Bremen .. ouhauerha.Was willst Du mit einer großen Fresse wie Berlin, Hamburg ect., wenn Du Deime Ansprüche nur zusammenschnorren kannst. Ist das weltmännisch ? Und wieso tauchen diese negativen Realitäten nie in Studien auf ?
Hannover ist ganz sicher kein Mittelmaß, sondern meiner Meinung nach positive Normalität. Mit einem (im Vergleich zu anderen Städten) normalen Schuldenstand bietet Hannover einen ausgeglichenes Alltagsniveau auf höherem Niveau und eine angenehme Stabilität.
Nur eben ein bisschen mehr Flair, etwas mehr Ideen und mehr an sich arbeiten, das fehlt, finde ich. Warum beispielsweise sind Siggi&Raner angesehen, obwohl sie hannover eigentlich lächerlich machen. Und was genau soll man davon halten, wenn die Leute von Madsack ein Interview mit 96-Schmadtke anfangen mit:"Hannover gilt bundesweit als Beispiel öden Mittelmaßes. Was halten Sie davon?..." Sind die Leute, die uns vertreten, auch tatsächlich dazu in der Lage ? Verzeihung...
hymne jemand der gerne hier lebt – 29.10.09
Mattias Brodowy trifft es mit seinem "Hannoverlied" alias "Stadt mit Keks" eigentlich ganz gut. (Als Hannoveraner sollte man den Song schonmal gehört haben, wenn nicht...googeln!) "Liebe auf den 3. Blick, und dafür um so mehr". Nicht mehr ganz aktuell, hebt es dennoch unsere kleinen Highlights hervor.und Danke @ Carsten, der hier meine Meinung teilt.
Provinzkaff CC – 29.10.09
@Carsten: bist Du hier der Moderator?Ich bleibe dabei, wir sind eine wirkliche Provinzstadt - Köln, FFM, München sind es nicht. Hannover ist eine Beamtenstadt und städtebaulich wenig urban. Aber ich bin froh, dass wir es sind. Es ist nicht negativ.
Viva Hannovera!
Mut zur Zukunft Bürger – 29.10.09
Ja, ja, diese grauenvolle Provinzialität. Aber was sind denn jetzt die zukunftsträchtigen Themen und Projekte im Wandel der Zeit. Dies findet die Unterstützung von Sparkassenchef Kleine: „Auch von der Wirtschaft wird eine Fokussierung gewünscht“, so der Artikel.Da wird es doch eigentlich erst spannend!@guy incognito Carsten – 29.10.09
Das ist sicher eine Gratwanderung. Ungefragt jedem Trend hinterherlaufen möchte ich auch nicht. Aber man muss leider gestehen: in dieser Stadt schlägt einem schon verdammt viel Kleingeist entgegen! Das merkt man sogar hier, an den Kommentaren bei HAZ online.Wenn man mit einer Situation welcher Art auch immer unzufrieden ist, stehen einem oft etliche Möglichkeiten offen, sie zu ändern. Aber gerade Veränderung scheint bei vielen Einwohnern so beliebt zu sein wie Krebs. Beispiel Städtebau: da wird um jede Fahrspur und jeden Parkplatz gerungen, während es bei wichtigen Projekten als allererstes heißt: was kostet mich das? Irgendein Haar in der Suppe wird eigentlich immer gefunden, weswegen es für solche Menschen offenbar nur eine Lösung gibt: alles beim alten lassen und einfach dahinvegetieren.
Außerdem nervt mich die immense Zunahme von Egoismus und Gartenzaundenken. In die Innenstadt ziehen und dort gegen den Lärm von Veranstaltungen klagen, das ist für mich einfach ein Ding der Unmöglichkeit! In Hannover leider Normalität.
Was macht eine Stadt aus? Bürger – 29.10.09
Zunächst ist da der Städtebau und die Architektur, wobei große Investitionsschübe in den nächsten Jahren wohl nicht zu erwarten sind. Auch die Stadtadministration zieht sich ja gewissermaßen haushälterisch zurück, macht vielleicht noch Flächenausweisungen und Stadtreparatur. Das Andere einer Stadt könnte man mit Begriffen wie Weltläufigkeit und Offenheit beschreiben. Das Zutrauen auf regionale und lokale konzeptionelle Kompetenz scheint in Hannover jedoch gering entwickelt. Man muss jedoch auch sagen, da wo alle entscheiden wollen, verlieren sich die Konturen- wenn alle mitwirken wollen, gerät es leicht selbstgestrickt.Der Senf Guy incognito – 29.10.09
Normalerweise enthalte mich solcher Diskussionen, aber das Thema beschäftigt mich schon lange:Natürlich ist es in Ordnung "Mittelmaß" zu sein!
Die Leute im sogenannten Stadtmarketing müssen aber mal begreifen, dass sich das Image einer Stadt nicht primär an seiner pseudoästhetischen Architektur der letzten 15 Jahre festmachen lässt!
Das Image einer Stadt sind nunmal voran ihre Bürger und sorry, hier gibts auch fast nur Mittelmaß.
Das ist ok, aber bitte beschwert euch nie mehr, warum Hannover dieses oder jenes Image hat. Wenn man nie neue Konzepte ausprobiert, kann man auch nicht anders wahrgenommen werden.
(Ich bin in Hannover geboren)
Hannover - meine große Liebe! Dieter Eckhard Wolf – 29.10.09
Hallo Leser,Hannover ist vor allem schöner, als viele Hannoveraner dies sehen. Viele schimpfen über alles nur und wissen gar nicht in was für einer schönen Stadt sie leben. Zugegeben, es gibt auch viele Flecken (und vor allem Gebäude), die nicht gerade attraktiv sind. Aber gerade bei den stadtnahen Grünflächen ist Hannover unschlagbar.
Wenn die Hannoveraner selbst erkennen würden (und das sage ich als geborener Badener und ehemaliger Wahl-Hannoveraner!) welchen Schatz sie besitzen, wäre schon viel erreicht!
Schon die banale Kaffemühle im Hauptbahnhof oder am Kröpcke ist richtiger Kult, lange bevor man an Starbucks auch nur dachte!
Die Kramerstraße und die Altstadt überhaupt, sind doch Dinge die verzaubern.
Es gibt eine Stadt mit Namen Schweinfurt, sie wirbt mit dem Slogan: "Schwein gehabt!" - das ist Selbstvertrauen, wie Hannover es braucht!
Handeln? Meeting-Mania – 29.10.09
Genau das ist ja das Problem der heutigen Zeit. Ich erlebe es tagtäglich in meinem Unternehmen, warum also sollte es in der Politik anders sein?Anstatt kleine Missstände sofort zu beheben und größere Projekte zielgerichtet zu planen, wird geredet. Und nochmal geredet. Und nochmal geredet. Und weil bis zum nächsten Gerede die Informationsgrundlage veraltet ist, baut man sich schnell noch eine neue Statistik, bevor man wieder redet. Und redet...
Und so wird auch diese Studie wieder herrlichen Anlass bieten zu schönen, ausufernd langen Konferenzen zum Thema Stadtmarketing. Weil man sich in der heutigen Zeit ja offenbar so gerne reden hört.
Das Pflaster bleibt indes weiter Flickwerk, und die eine oder andere Brüstung mal zu reinigen oder eine Fassade neu zu streichen, ist auch zuviel verlangt. Da redet man lieber über City2020...
Lüttje Lage Bürger – 29.10.09
Wenn ich als ICE –Fahrer nach stundenlanger Fahrt wieder in Hannover Hauptbahnhof angekommen bin, sage ich mir immer wieder, schön dieses einladende, helle und freundliche Bahnhofsgebäude. Ich bin wieder zu Hause. Kein Brot mehr? Macht nichts, bringe ich auch abends von dort mit. Man sollte wissen, ohne die Weltausstellung EXPO 2000, hätte diese Qualität nicht entstehen können. Hannover hat im Jahr 2000 die besondere Gelegenheit erfolgreich genutzt. Danach scheint nicht mehr viel gelungen zu sein. Die alten Klein-Klüngeleien wurden wieder größer. Alles erscheint wieder gleichwertig. Schrebergärten und Herrenhausen, Schützenfest und Messe, Zoo und Lüttje Lage. Sind die Leute eigentlich damit zufrieden? Beklagen sie nicht eben dies, dass nichts so richtig gelingen scheint?Strategie Gastautor – 29.10.09
Könnte man nicht einmal eine humorvolle Kampagne starten, die etwa folgendermaßen lauten könnte?!"Bei uns geht die graue Maus nicht nur shoppen! Nein, sie entspannt anschließend am Maschsee!"
(alternativ: Herrenhäuser Gärten, Zoo, Eilenriede, ...)
;)
Interessant Frank p – 29.10.09
Ich finde diese Studien eigentlich ganz interessant, nur leider muß ich bemängeln, dass sie nicht komplett sind. Was soll jemand von sonstwo denken über eine Stadt, die nicht persönlich bekannt ist ... ? Das ist albern. Und wie authentisch sind diese Antworten ?? Hmtja.Viel wichtiger wäre es meiner Meinung nach, wenn Leute befragt werden, die hierher gezogen sind bzw. Leute, die weggezogen sind und objektiv Details bewerten können und wollen.
Grundsätzlich finde ich, dass es entscheidend ist, auch unangenehme Dinge selbstkritisch anzusprechen, um eine öffentliche Meinung zu beeinflußen. Der Zustand des Pflasters in der gesamten Fußgängerzone und in der Lister Meile ist so runtergekommen, dass dies gemeinsam mit den "verzeihung" WC-Ecken wie Steintorplatz und Andreas-Hermes-Platz die enormen Qualtäten wie die Architektur wie in der List, Linden und auch in der City (Opernhaus u.a.) verdecken. Zumal man wegen des Durchgangsverkehrs in der City keinen Kaffee gemütlich trinken kann.
Was ich damit sagen will, ist, das man schon beeindrucken kann, wenn man die Qualitäten herausstellt, denn Hannover hat viele positive Seiten. Aber mit City 2020 diese Situation wie Pflaster ect. noch 11 Jahre so zu belassen, anstatt diese Mängel zu beheben und den Durchgangsverkehr an Steintor und ECE zu sperren, bedeutet, sich selbst abzuhängen.
Meine Meinung: nicht fragen, sondern machen. Und zwar besser. Dann kommen positive Reaktionen von allein.
Die wie vielte Studie zum Image-Thema in 2009? Flanierer – 29.10.09
Na "Politiker", Bürger, Stauner und "Vorreiter", sind wir jetzt wieder schlauer? Joa. Hannover hat bei Marketing- und Umfrageunternehmen eine sicher "bundesweite Vorreiterrolle". Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Studien über das Image der Stadt gelesen wie über Hannover. Die Interpretation wird sicher in kommenden Tagen (wie üblich) von der unparteiischen Tageszeitung auseinandergenommen, gelobt, gerechtfertigt, bejubelt. Ich durfte bereits in vielen Städten Deutschlands leben, habe aber noch nie ein solches Durcheinander und Meinungsgekämpfe erlebt. Andere - oft mit Hannover verglichene Städte (warum eigentlich??) - haben ein solches Imageproblem nicht. Nimmt man Nürnberg, Berlin, Hamburg, Leipzig. Da ist der Tourismus ein Selbstläufer, das Wort "Image" kein steter Kostenfaktor für Studien. Zumindest wird die Allgemeinheit nicht ständig mit solchen "Projekten" bombadiert.Hannover hat ein schlechtes Ansehen "draußen", das weiß ja hier fast jeder. Aber Hannover hüpft auf eigenartige Weise auch immer in die selbstaufgestellten (!!) Fettnäpfe. Und dann wird sich wochenlang öffentlich reingewaschen, bis zur nächsten in Auftrag gegebene Studie. Und die HAZ ist dabei. Herzlichen Glückwunsch.
Ganz Hannover soll offen bleiben 42 – 29.10.09
Hannover ist einfach eine schöne Stadt, ob nun mit Image oder nicht, was soll´s : "Wir sind halt zu hässlich für M, zu dumm für B, drumm ziehen wir nach H hin" :-) Ist auch ein Image.Allerdings finde ich es sehr schade, dass die Stadt selber anfängt alle offenen Freiflächen(z.B Steintor) zu verkaufen und zulässt, dass diese für noch mehr Büroflächen verbaut werden - die braucht kein Mensch es stehen genügend frei.
Aber wenn es schon sein muss, dann doch bitte zumindest in Intelligente Konzepte - aber Fehlanzeige.
Und was ist eigentlich mit dem Ihme Zentrum, wenn da nichts weiter passiert, ist es noch in 30 Jahren eine Bauruine.
Marketingstudie imug frankiboy – 29.10.09
Nichts gegen eine ganze Seite HAZ und eure vielen Kommentare. Aber zu einerkorrekten Einschätzung gehört doch auch die Kenntnis der Studie selbst.
Weder bei HAZ noch bei IMUG habe ich den download gefunden. wenn wir schon als SK-han-Kunden die Studie bezahlt haben, dann möchten wir sie auch lesen können. Wer kann uns allen weiterhelfen?
@Immigrant Carsten – 29.10.09
Stimmt schon, die Bewohner dieser Stadt leben eigentlich sehr gut mit dem Image. Schon allein weil man nicht für die popeligste Kulturveranstaltung Mondpreise bezahlen muss, während sich Touris um die besten Plätze prügeln. Und weil unser Mietenspiegel etwas anders aussieht als der von Frankfurt oder München.Langfristig kann man aber den Antritt der Stadt, per Imageverbesserung neues Geld in Form von Besuchern, zahlungskräftigen Einwohnern und Wirtschaftsunternehmen einzutreiben, auch verstehen. Irgendwie muss man die Streichlisten von Bund und Land ja kompensieren.
Dummerweise versuchen das alle Städte gleichermaßen. Und witzigerweise gleichen sich die Städte dadurch immer mehr an, anstatt sich zu profilieren. Man schaue sich nur mal deutschlandweit den Einzelhandel in Städten der Größenordnung von Hannover an.
Irgendwann sind dann alle Städte Durchschnitt. So gesehen hat Hannover eine unbewusste Vorreiterrolle. Ist doch auch was. ;-)
Hannover,s Image Lorenzo – 29.10.09
Leute,glaubt mir,Ich bin seit 25Jahre in Deutschland,und habe in
verschiedene Städte gelebt,unter
anderem in Nürnber,Bremen,Mainz
Stutgart,aber Hannover ist,Grün
Liebens und Lebenswert,Schön ,gut
zum leben und Weltstadt!! Weil im
Ausland Hannover hat große Bekantntheitskala .
Alsod persönlich muaß ich stagen dassich diese Stadt mag.
seltsam Imigrant – 29.10.09
Finde das Ergebnis sehr seltsam, es passt gar nicht zu meinen Erfahrungswerten. Egal wo ich hin komme und sage wo ich wohne höre ich negative Vorurteile über diese Stadt. Wenn ich dann die Fragestellungen sehe, denke ich mir, "was sollen die auch sonst antworten".Ich finde das negative Image einer langweiligen und verspannten Stadt gar nicht so schlecht, denn dann werden die Stadtväter einen immer schön bespassen, in der Hoffnung sich das wohlige Leben irgendwann herumspricht. Hier gibt es dadurch allerhand Freiheiten die das Leben etwas wertvoller machen.
In Städten wo eh alle hin wollen wird man zum Beispiel schon beim Versuch einen Grill in den Park zu tragen von rigorosen Parkwächtern vertrieben.
An alle Kostennörgler Bedenkender – 29.10.09
Unterstellt man für die 3.000 befragten einen Zeitaufwand mit Auswertung und Datenpflege von 30min, dann haben wir 1.500h. Dafür mit knapp kostendeckenden 50 EUR gerechnet, kommen wir schon auf 75.000 EUR. Konzeption, Analyse und Präsentation mal aussen vor.Das ist natürlich viel zu teuer.
Und die Sparkasse zahlt das.
Also die ganze Stadt Hannover verklagen und mit dem Privatvermögen vom Bürgermeister&Co haften lassen.
Aber warum?
Schlimm, dass solche Forderungen hier kommen.
VORHER nachdenken hilft, also eigentlich VORdenken.
Aber das ist von den Kostennörglern nicht zu erwarten. Vielleicht mal den eigenen Hof anschauen, da sind bestimmt alle Ausgaben notwendig und gerechtfertigt.
Das neue Bild der Stadt Bürger – 29.10.09
Alle Städte befinden sich in einem gnadenlosem Standortwettbewerb. Es geht auch um zukünftige Investoren, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Dieser „catch as catch“- Wettbewerb“ findet nicht nur national, sondern inzwischen auch international statt. Wenn man also mit den „goldenen Zügeln“ nichts mehr erreichen kann (weil die finanzielle Kraft fehlt), dann sollen die sogenannten „weichen Standortfaktoren“ etwas erreichen. Und da fängt die Diskussion erneut und immer wieder an. Was könnte das sein, was Hannover so unverwechselbar macht. Es geht dabei nicht nur um „Schicki Micki“, sondern auch um Substanz. Ich denke da z.B. an die ganz hervorragend aufgestellte und hochkompetente Medizinische Hochschule Hannover.@CC Carsten – 29.10.09
Das wiederum ist ein 'Profil', das... egal ob es positiv oder negativ interpretiert wird, schlichtweg Blödsinn ist.Inwieweit sind denn Bremen, Nürnberg, Dresden, Dortmund & Co. dynamischer, weltstädtischer und weniger provinziell als Hannover?!? Hannover ist in Sachen Urbanität genau da wo es aufgrund seiner Größenordnung hingehört. Nicht mehr und nicht weniger. Die ewige Mär von dr 'Mischung aus Großstadt und Provinz' kann ich nicht mehr hören!
In Deutschland gibt es exakt zwei Städte, die man mit viel Wohlwollen als Metropole bezeichnen kann: Berlin und Hamburg. München und Frankfurt verkleiden sich mit ihrer Internationalität vielleicht noch als Metropole, sind aber im Wesen schon eher hannöversches Kaliber. Ganz zu schweigen von Köln.
Tagträumerei CC – 29.10.09
Langsam nervt die zwanghafte "Profilsuche". Warum?Hannover war schon immer - auch vor dem Krieg - eine behäbige und vor sich hingluckernde Provinzstadt. Der Reichspräsident Hindenburg hat dies sogar gelobt und ein medienwirksames Zitat zu Hannover hervorgebracht: "... Hannover hat alle Vorzüge einer Großstadt ohne zugleich deren Nachteile zu haben..."
Das sollte doch reichen. Wir waren nebenbei auch mal Königreich, saßen auf Englands Tron, waren 2x Deutscher Meister, ... und bleiben trotzdem zurückhaltend. Ich find das toll. Warum müssen wir Köln spielen? Die kochen auch nur mit heißem Wasser.
Jetzt müssen wir nur noch aufhören, ständig unsere Straßen umzubenennen und unser Schloß aufbauen - dann haben wir wieder ein bißchen mehr Profil.
Schönheit der Stadt Ein Hannoveraner, der im Rheinland lebt. – 29.10.09
Lächerlich. Solche Meinungen kommen dann auch meistens von Leuten, die in Städten wohnen, deren Stadtbild in weiten Teilen schlechter aussieht als in Hannover oder deren Bewohner in sog. Medienstädten leben, die sich dauernd selbst versichern müssen, wie schön es doch bei ihnen ist. Ich denke da an Ruhrpott, Köln, etc....Wenn Sie da schon mal gewohnt haben, wissen Sie, was ein häßliches Stadtbild ist.Profil Carsten – 29.10.09
@jemand der gern hier lebt:Völlig richtig! Hannover ist in vielen Bereichen 'Durchschnitt'. Aber muss das unbedingt schlecht sein? Kein man das nicht auch als 'goldene Mitte' interpretieren? Geographisch sind wir das ja schon, zumindest unter den Großstädten ab 500.000 Einwohnern. ;-)
Mein Lieblingsvergleich ist hier immer wieder der mit der Automobilwelt: der VW Golf ist auch das meistverkaufte Auto Europas, trotz oder gerade wegen seiner Profillosigkeit. Nicht zu polarisieren, ist nicht unbedingt negativ.
Also: anstatt für knapp 100.000 Euro noch eine Studie mit dem ewig gleichen Ergebnis anzustrengen und in der Folge weiter krampfhaft Alleinstellungsmerkmale konstruieren zu wollen, könnte man lieber mal eine innovative Werbekampagne auflegen, die selbstironisch mit genau diesem 'Durchschnittsimage' kokettiert.
Studien.... Peter M. – 29.10.09
Ja, so ist das mit den Studien: sie bringen meist ein für die Auftraggeber positives Ergebnis, so daß sich diese dann dafür feiern lassen können.Ich weiß ja nicht, wen die befragt haben, aber im meinem letzten Urlaub bin ich wieder mal gefragt worden, wo ich denn wohne und habe erneut Antworten wie "oh je, wie häßlich" erhalten. Das sagt mehr als jede Studie!
Das Bild der Stadt? Bürger – 29.10.09
Immer wenn solche Studien in Auftrag gegeben werden, scheint ja wohl die Ratlosigkeit besonders groß zu sein, wenn es darum geht Hannover einen Rang als Stadt zuzuweisen. Die Unsicherheit in der Bewertung ist offensichtlich. Alle deutschen Städte haben das Problem, wie sie sich einordnen sollen angesichts von Globalisierung und gigantischer öffentlicher Schulden, die weit in die Zukunft reichen. Ein fixiertes Leitbild von Stadt existiert auch nicht mehr. Die Gesellschaft hat sich aufgelöst in einzelne Gruppen mit verschiedenen Lebensstilen. Wenn es also „nur“ um Stadt-Inszenierungen für Medienprodukte geht, dann kann man in der Tat fragen, was massenmedial transportiert werden soll- stecken die Massenmedien doch selber in einer tiefen Krise. Von daher ist klar, unter welchem Arbeitstitel das Drehbuch der Zukunft steht: Ökonomische Substanz.@irgendwer Erdapfel – 29.10.09
Sie leiden doch wirklich unter Verfolgungswahn. Wieso fordern Sie nicht gleich die Hinrichtung der Verantwortlichen? Wenn Sie hier so einen Aufstand wegen dieser Studie machen, müssen Sie konsequent bleiben und fordern, dass der Sparkassenvorstand Nissan Micra fährt!Im übrigen spiegelt die Studie dass wieder, was auch ich so empfinde zur Region. Es gibt sicherlich unsinnigere Studien.
Hannover jemand der gern hier lebt – 29.10.09
Warum muss man Hannover eigentlich ein bestimmtes Profil verpassen? Expo- und Messestadt, Einkaufsstadt, Gartenregion, etc bla bla.Hannover ist in nichts so besonders herausragend, dass es weltweit dafür bekannt wird. Aber wir haben eine schöne Mischung! Wirtschaft, Naherholung, Einkaufsmöglichkeiten, jeder Stadtteil hat ein eigenes Profil. Vielleicht sollte man das nicht als Schwäche, sondern als das Besondere sehen: Wir sind guter Durchschnitt, aber ungemein vielseitig!
rofl ein anderer irgendwer – 29.10.09
@irgendwer: ich glaub die 95K wurden von der Sparkasse gezahlt.Nicht richtig gelesen? Macht ja nix.
Freuds Neffe – 29.10.09
Edward L. Bernays hätte sich bestimmt auch gefreut über so eine Studie. Vor allem bei dem Preis!Imagepflege der kleine muk – 29.10.09
... ich find's schön !!!! Das kostet übrigens nix!.....Hannover und die Welt ich – 29.10.09
Ich denke wenn "die Messe" in Hannover nicht wäre, das dann genauso viele Besucher in die "Freizeitwelt Herrenhausen" kommen würden wie jetzt.Es fehlt im Grunde die schlüssige Zusammenführung von Messeveranstaltungen mit Aktionen in / um Hannover damit es an Attraktivität steigt und ein Mehrwert erschlossen werden kann.
überflüssige Untersuchung irgendwer – 29.10.09
Wann sind wir endlich soweit, die Verantwortlichen für diesen teuren un dnunnötigen Schwachsinn mit ihrem "Vermögen" zur Verantwortung zu ziehen? Das kann doch alles nicht wahr sein! Hoffentlich fragt mal jemand nach, wer an der gezahlten Summe mitverdient? Sicher nicht nur das jeweilige Finanzamt! Meine Forderung: 1.Schadenersatz von den Auftraggegebern in voller Höhe!2.Alle Beteiligten einer gerichtsverwertbaren Ermittlung unterziehen.
3.Mindestens Versetzung in eine andere Behörde, um bestehende Kontakt zu kappen.
4. Zuweisung anderer Arbeitsbereiche.
Entscheidungsüberprüfung durch ein unabhängiges., paritätisch besetztes Gremium.
5.Veröffentlichung des Ergebnis.
Studie, wie man gerne wahrgenommen werden will Urban Ibarras – 29.10.09
Der Artikel wirkt, als sei ein Ergebnis gewollt worden, um das herum eine Umfrage "passend gebastelt" wurde.Man wollte ein Ergebnis, mwie man sich gerne sehen würde, nicht eines, das der Realität entspricht.
Man muss Hannover im Umfeld Niedersachsens betrachten und Niedersachsen im Umfeld der anderen Bundesländer.
Danach erhält man nicht mehr ein die Grenze zur Selbstbeweihräucherung überschreitendes Ergebnis.
Jetzt müssen die Macher der Studie nur noch eine passende Bevölkerung nach Hannover importieren, die das Ergebnis der Studie frenetisch feiert, aber vor allem dieser Studie blind glaubt.
95.000,00 Euro hätte man sicherlich besser zum Wohle aller verwenden können. Aber dieses Wohl wird bekanntlich nur in Wahlkämpfen propagiert. Danach wird es weggepackt.
Kein Profil Santos – 28.10.09
Für Ergebnisse wie "wenn 96 ein Spitezenklub wäre... wurden 95.000 Euro ausgegeben. Beschämend diese und andere Banalitäten