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Aus der Stadt Hannover hat sein 17. Gymnasium
Hannover Aus der Stadt Hannover hat sein 17. Gymnasium
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00:17 03.07.2016
Von Juliane Kaune
„Ganz großartig“: In den früheren Uni-Gebäuden entsteht das Gymnasium Limmer - vom ersten fertigen Trakt zeigten sich die Besucher sehr angetan. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Bis zum Sommer 2017 wird noch weitergebaut an der Schule, die in früheren Uni-Gebäuden an der Wunstorfer Straße entsteht. Danach füllt sich die Schule schrittweise weiter mit Leben - bis das fünfzügige Gymnasium Limmer im Jahr 2024 mit rund 1360 Schülern komplett ist.

Schostok sprach von einem „neuen Meilenstein für die Schulhistorie“. In der Tat ist die Neugründung eines Gymnasiums in Hannover ein seltenes Ereignis. Seit den Siebzigerjahren ist es nicht mehr dazu gekommen. Doch weil die Stadtbevölkerung weiter wächst und die bestehenden Gymnasien zu wenig Platz haben, gibt es nun Nummer 17. Die Stadt baut allerdings nicht selbst, sie lässt den dreiteiligen Komplex von dem Unternehmen Stichweh-Ziehm umbauen und mietet ihn für drei Jahrzehnte an. Nach den Worten von Geschäftsführer Hanno Ziehm betragen die Baukosten rund 45 Millionen Euro; sie werden durch die Miete refinanziert.

Ein Gymnasium auf 17.000 Quadratmetern 

Nach dem Start kommt jedes Jahr ein weiterer Jahrgang mit bis zu 150 Schülern an das neue Gymnasium, das über eine Gesamtfläche von 17.000 Quadratmetern verfügt. Wenn die Bauarbeiter das Gelände zum Schuljahr 2017/18 endgültig verlassen, ziehen in das dann fertige sechsstöckige Hauptgebäude zudem 700 „Gastschüler“ ein: Die Acht- bis Zwölftklässler der Goetheschule aus der Nordstadt müssen für zwei Jahre nach Limmer ausweichen, weil ihre Schule komplett saniert wird.

In einem Jahr sollen auch die geplante Dreifeld-Sporthalle, die große Aula mit 400 Plätzen und die Mensa mit 280 Plätzen fertig sein. Die „Pioniere“ des aktuellen Jahrgangs müssen noch auf die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule ausweichen. Es wird aber schon eine Übergangsmensa und eine Mini-Aula geben. Das Gymnasium ist als offene Ganztagsschule konzipiert.

Geplant hat den Umbau das hannoversche Büro Hübotter + Stürken, das auch für den benachbarten Geschäftskomplex Stichweh-Leinepark verantwortlich zeichnet. Von dem fertigen Trakt des Schulgebäudes zeigten sich die Besucher am Donnerstag auf der Baustelle durchweg angetan. „Wunderbar, ganz großartig“, schwärmte Petra Martinsen, Leiterin des städtischen Fachbereichs Schule. Wencke Hedderich, ebenfalls unter den Gästen, wird bald fast täglich an der Schule sein: Die Französisch- und Biologielehrerin, die bisher an der Herschelschule unterrichtete, hat die Leitung des Gymnasiums Limmer übernommen. Und das Zitat des Philosophen Sartre, das über der Eingangstür steht, ist für sie Programm: „Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber diese ist die unsere.“

Seit Donnerstag ist das frühere Vier-Sterne-Hotel Maritim am Friedrichswall eine Flüchtlingsunterkunft: Die ersten Asylbewerber sind eingezogen. Bis zum Nachmittag waren allerdings nicht mehr als 50 Flüchtlinge in die Unterkunft gebracht worden. Ausgelegt ist die Unterkunft für zehnmal so viele.

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