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Hannover hofft auf mehr Touristen aus den USA

Nach Obama-Besuch Hannover hofft auf mehr Touristen aus den USA

Nach dem Obama-Besuch im April will Hannover seine neu gewonnene Popularität nutzen, um mehr Touristen aus den USA in die Stadt zu locken. Der Chef der Hannover Marketing und Tourismus GmbH erklärt, wie das gelingen soll.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt US-Präsident Barack Obama in den Herrenhäuser Gärten.

Quelle: Michael Kappeler/dpa

Hannover. Die Bilder von US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den geschwungenen Beeten der Herrenhäuser Gärten sind um die Welt gegangen, jetzt wollen Hannovers Tourismusexperten daraus Kapital schlagen. „Reist dorthin, wo Obama war“ lautet das Motto für die Werbekampagne, die die Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) auf den Weg bringt. „In diesem Jahr wird sich die Zahl der US-amerikanischen Gäste sprunghaft erhöhen“, sagt HMTG-Chef Hans Nolte.

Tausende Fotos sind während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama in Hannover entstanden. Wir haben uns alle angesehen und die schönsten ausgesucht. Hier sind sie.

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Die USA waren das Partnerland der Hannover Messe, der US-Präsident eröffnete die Ausstellung Ende April zusammen mit Merkel. Zwei Tage hielt sich Obama in Hannover auf, besonders häufig verweilte er im Schloss Herrenhausen. Dort sprach er mit der Bundeskanzlerin über die weltpolitische Lage, dinierte mit Unternehmensführern und traf sich mit Merkel und den Staatschefs von Großbritannien, Frankreich und Italien zum Gespräch über das Freihandelsabkommen TTIP. Viele Schaulustige säumten die Straßen, auf denen Obamas Limousine entlangfuhr.

Obama-Welle auf höhere Ebene tragen

Nach dem Besuch mahnte die CDU, die Obama-Welle müsse das Stadtmarketing auf eine höhere Ebene tragen. Ein Konzept müsse her, das Hannover den Weg in die touristische Zukunft weist.

Das ist leichter gesagt als getan. „Wir können nur mit begrenzten Mitteln agieren“, sagt Nolte. Dennoch setzt er verschiedene Hebel in Bewegung, um Reiselustige in den USA auf das ferne Hannover aufmerksam zu machen. So ist es Nolte gelungen, dass die Deutsche Botschaft in Washington einen Werbebericht über Hannover auf ihrer Facebook-Seite platziert hat, gleich unterhalb der Nachricht vom Besuch des Präsidenten in der Stadt. „Der Facebook-Bericht wird von anderen Botschaften weltweit geteilt“, sagt Nolte.  

Gezieltes Marketing für Hannover

Zudem wirbt Deutschlands zentrales Tourismus-Institut, vom Bund gesponsert, gezielt bei amerikanischen Reiseveranstaltern für Hannover. Das gelingt über einen Newsletter, den die Deutsche Zentrale für Tourismus an Reisevermittler verschickt. In der Internet-Botschaft wird Hannover als die Stadt angepriesen, in der sich die politische Weltspitze versammelt hat. „Dabei lassen wir immer wieder den Namen Obama fallen“, sagt Nolte.

Im Herbst richtet die Messe AG eine Technik-Messe in Chicago aus. Dort will die HMTG einen Hannover-Stand aufbauen und für die Herrenhäuser Gärten werben.

Dennoch dämpft Hannovers Tourismus-Chef zu hohe Erwartungen. Der Besucherstrom aus den USA sei voraussichtlich ein kurzlebiges Phänomen. Im kommenden Jahr ist Polen das Partnerland der Industriemesse. „Danach werden wir mehr Gäste aus dem Nachbarland in Hannover begrüßen“, sagt Nolte.    

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