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Aus der Stadt Hannover im Zeitraffer – jetzt auf HAZ.de
Hannover Aus der Stadt Hannover im Zeitraffer – jetzt auf HAZ.de
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11:06 10.12.2012
Ungewöhnlicher Blick auf das Neue Rathaus: Ausschnitt aus dem "Timelapse"-Film von Stefan Knaak. Quelle: Stefan Knaak/Screenshot
Hannover

Eis und Schnee können Stefan Knaak nicht von seiner Leidenschaft abhalten. Knaak ist trittfest. Jeder Schritt ist überlegt. Und schwindelfrei ist der 32-Jährige ohnehin. Auf einem Dach hoch über dem Kröpcke nimmt er die Weihnachtspyramide in Augenschein und packt vorsichtig sein Equipment aus. Langsam stellt er zwei Stative auf und platziert den Nic-O-Slider darauf, eine Art Kameratransporter, auf dem eine Canon-Spiegelreflexkamera (EOS 500D) sitzt und hin und her fährt, als wäre sie ein ferngesteuertes Auto. Die Kamera macht in regelmäßigen Abständen ein Foto. Nach einer ganzen Weile packt Knaak wieder ein. Wieder eine Szene mehr, festgehalten im Zeitraffer-Stil. So modern können heute Heimatfilme sein.

Insgesamt ein halbes Jahr hat Knaak an seinem sogenannten „Timelapse“-Film gearbeitet, der hier auf HAZ.de Premiere feiert. Der Fachinformatiker und selbstständige Fotograf hat für das Projekt mehr als 50 Drehorte in der Region besucht und nahm mehr als 100 Szenen aufgenommen, um das Leben in seiner Stadt festzuhalten. So kletterte er etwa auf Expo-Pavillons, besuchte den Zoo, filmte die große Fontäne im Großen Garten. Er ging zu Festivals und Festen und filmte auch in der HAZ-Redaktion. Insgesamt kamen auf diese Weise mehr als 50 000 Fotos, 100 Stunden Aufnahmen und ein Terabyte Daten zusammen – und ein ästhetisch ausgewogener Film, der Hannover vom Sonnenaufgang bis tief in die Nacht von seinen schönsten Seiten zeigt.

„Die Idee entstand, als ein Freund nach Zürich zog. Wir wollten ihm zum Abschied unsere wunderbare Stadt noch einmal vor Augen führen“, verrät Knaak. Bei der Präsentation waren alle gerührt und begeistert. So etwas müsse man mal richtig machen, hieß es zunächst. Also ging Knaak an die Arbeit. „Manchmal musste ich improvisieren, klettern und ungewöhnliche Orte suchen“, sagt Knaak. Aber die Motive entschädigen jetzt für die Mühen. „Der Sonnenuntergang, betrachtet vom Flughafen aus, war wunderbar“, sagt Knaak: „So einen Himmel habe ich noch nicht gesehen.“

Zeitraffer-Motive von ungewöhnlichen Orten: Stefan Knaak filmt am Kröpcke. Foto: Akbaba

Mehrfach nahm der Informatiker am HAZ-Fotowettbewerb „Festgehalten“ teil und wurde dafür auch schon ausgezeichnet. Nun überlegt er, aus seiner Erfahrung mit der Zeitraffer-Technik ein Dienstleistungsangebot zu machen. Auf seiner Facebookseite gibt er Einblicke in seine Arbeit und möchte demnächst auch Workshops geben. Unterstützt wird er dabei von Unternehmen wie Nico Engel und Enjoy your Camera in Linden, die den Fotografen bei seinen Experimenten regelmäßig helfen – und seinen stolzen Freunden, die die Ankündigungen zum Film schon eifrig im Internet verteilen. Das Gesamtergebnis kann sich sehen lassen. Am besten heute, 10 Uhr. Und dann am besten direkt nochmal.

Von Jan Sedelies

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