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Hannover ist Rot-Grün zu hell

"Lichtverschmutzung" Hannover ist Rot-Grün zu hell

SPD und Grünen ist es in der Stadt zu hell - sie fordern einen Vorstoß gegen "Lichtverschmutzung".

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SPD und Grünen ist es in der Stadt zu hell - neue Weihnachtsbeleuchtung in der City

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Hannover leuchtet - aber nach Auffassung von SPD und Grünen mittlerweile viel zu hell. Die beiden Ratsparteien beklagen die „Lichtverschmutzung“ in vielen Straßen, sie stören sich daran, dass etliche Gebäude nachts angestrahlt werden und Diskotheken häufig mit starken Scheinwerfern auf sich aufmerksam machen. Dadurch werde nicht nur die Gesundheit der Stadtbewohner angegriffen, auch Tiere, etwa Insekten, verlören völlig die Orientierung, heißt es in einem Antrag von SPD und Grünen. Die Stadt müsse sich also überlegen, was sie dagegen tun wolle.

Nicht nur die Opposition verdrehte im Umweltausschuss die Augen, auch Umweltdezernent Hans Mönninghoff (Grüne) stellte fest: „Der Antrag macht mich ratlos. Ich wäre froh, wenn er nicht auf den Tisch gekommen wäre.“ Denn ein Konzept gegen zu viel Licht in der Stadt vorzulegen, falle ihm einigermaßen schwer. „Ich hoffe, dass der Antrag im Rat keine Mehrheit findet“, sagte Mönninghoff unverblümt.

Die SPD erklärte daraufhin, wie sie sich den Kampf gegen das Licht vorstellt. So müsse das Rathaus nicht die gesamte Nacht angestrahlt werden, meinte SPD-Umweltexperte Jürgen Mineur. „Es reicht doch, wenn um zwei Uhr die Lampen ausgeschaltet werden.“ Auch das ausgeleuchtete VW-Logo auf dem Fernsehturm am Raschplatz stehe zur Debatte. Bewegungsmelder könnten die Ausleuchtung von Fußwegen gezielt steuern. „Wir wollen dem Trend entgegenwirken, dass die Städte immer heller werden“, sagte Mineur. Gewissermaßen nach dem Motto: Der Letzte macht das Licht aus.

Die Stadionscheinwerfer sollten aber bitte bei abendlichen Heimspielen eingeschaltet bleiben, meinte CDU-Ratsherr Felix Blaschzyk und warf Rot-Grün unbändige „Regulierungswut“ vor. Urbanes Leben mit einem Verweis auf die Orientierung von Insektenarten abzuwürgen, das sei schon erstaunlich, hieß es weiter aus der CDU. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke schüttelte ebenfalls den Kopf. „Rot-Grün setzt die Sicherheit auf Hannovers Straßen aufs Spiel“, sagte er. Bedeutende Städte wie Paris oder New York lebten geradezu vom Lichterglanz auf den Straßen. Schon etwas kleinlaut entgegnete Grünen-Ratsherr Patrick Drenske, es gehe doch vor allem darum, die Möglichkeiten moderner Lampen, etwa von LED-Leuchte, stärker zu nutzen. Da hat Hannover wohl Glück gehabt. Die neue, schicke Weihnachtsbeleuchtung besteht aus LED-Lampen. Und darf dann wohl hängen bleiben ...

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