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Aus der Stadt So böllert Hannover
Hannover Aus der Stadt So böllert Hannover
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00:15 01.01.2016
Von Simon Benne
Suche nach dem Knalleffekt: Kunden im Himmler-Hagebaumarkt. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

Der Stand ist meist dicht umlagert. Saisonware gibt es hier, und Männer mit glänzenden Augen sind vor diesem Tisch nicht unterrepräsentiert. Scharen von Kunden drängen sich vor den Feuerwerkssortimenten, die im Himmler-Hagebaumarkt in der Südstadt direkt vor den Kassen aufgebaut sind. „In diesem Jahr finden Batterien reißenden Absatz“, sagt der Verkäufer Zakariya Sado. Das Prinzip dieser „Verbundfeuerwerke“ ist rasch erklärt: Einmal anzünden, viele Böllerschüsse. Minimaler Aufwand, maximaler Effekt: Das ist es, wonach den Feuerwerkfans in dieser Saison der Sinn steht. Eine Großbatterie mit 138 Schuss gibt es für 29,95 Euro. „Wir räumen permanent Ware nach“, sagt Sado.

Bereits zur Demonstration des Feuerwerks am Montagabend hatten sich Hunderte Besucher auf dem Parkplatz des Baumarkts eingefunden. „Am ersten Verkaufstag hatten wir am Dienstag dann einen größeren Ansturm als im vergangenen Jahr“, sagt Marktleiterin Eva Günther. Besonders angesagt seien auch Wunderkerzen und Knallerbsen. „Kinderfeuerwerk geht immer.“

Kunde Stephan Schmolei hat – eher untypisch für diese Saison – ein klassisches Raketenset erstanden: „Früher habe ich auch viele Böller gekauft, doch inzwischen möchte ich vor allem was fürs Auge“, sagt der 33-Jährige.
Günter Velimsky ist bei einem Sortiment mit Raketen und Knallerbsen fündig geworden: „Ich feiere unter anderem mit meiner elfjährigen Urenkelin“, sagt der 86-Jährige. „Für mich alleine könnte ich gut auf Feuerwerk verzichten.“

Etwa 129 Millionen Euro haben die Bundesbürger im vergangenen Jahr für die Silvesterknallerei ausgegeben. Der Verband der pyrotechnischen Industrie erwartet für diesen Jahreswechsel etwa den gleichen Umsatz. „Insbesondere hochpreisige Sortimente werden derzeit gerne gekauft“, sagt Ulrich Brandtner, Hausleiter bei Kaufland am Raschplatz. Neben Batterien und Fontänen ist in seinem Geschäft der „Explorer“ (8,95 Euro) ein Renner. Die Stange wird in den Boden gesteckt und schießt Leuchtkugeln in die Luft: „Der Trend geht weg von Raketen und klassischen Böllern“, sagt Brandtner.

„Für laute Kanonenschläge bin ich einfach nicht der Typ“, sagt Josephine Winkler. Die 22-Jährige hat sich mit Tischfeuerwerk und Wunderkerzen für die Silvesternacht eingedeckt. Und Marie Theres Rindfleisch, die vor der Kasse neben ihr steht, hat auf Feuerwerk gleich ganz verzichtet: „Ich arbeite Silvester, in der Gastronomie“, sagt die 22-Jährige. „Und ohnehin könnte ich als Studentin das Geld auch sinnvoller ausgeben.

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