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10 Millionen Euro aus Knöllchen und Parkgebühren

Einnahmen der Stadt 10 Millionen Euro aus Knöllchen und Parkgebühren

Mehr als 10 Millionen Euro hat die Stadt Hannover im vergangenen Jahr aus Bußgeldverfahren und Parkgebühren eingenommen. „Die Einnahmen sind unterm Strich höher als die Ausgaben“, sagt Stadtsprecher Udo Möller auf Nachfrage der HAZ. Zudem will die Stadt ein neuer Super-Blitzer anschaffen.

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Die Stadt Hannover hat 2015 mehr als 10 Millionen Euro durch Verkehrssünder und Falschparker eingenommen.

Quelle: dpa

Hannover. Allein 6,7 Millionen Euro haben Autofahrer im vergangenen Jahr in Hannovers Parkscheinautomaten gesteckt, ein Anstieg im Vergleich zu 2014 um 400.000 Euro. Umgekehrt verläuft die Kurve bei den Strafzetteln. Bußgeld in Höhe von 4 Millionen Euro haben Autofahrer im vergangenen Jahr bezahlt, das sind rund 200.000 Euro weniger als in 2014. Die Einnahmen stammen aus rund 262.000 eingeleiteten Verfahren. Möller hat für die gestiegenen Einnahmen aus Parkgebühren und die Verluste beim Bußgeld eine einfache Erklärung: „Die Kosten für ein Knöllchen sind inzwischen deutlich gestiegen.“ Noch vor ein paar Jahren bezahlten Autofahrer für eine Parksünde im günstigsten Fall 5 Euro. Seit der bundesweiten Anhebung der Bußgelder in 2013 hat sich der Mindestbetrag verdoppelt. „Da überlegen sich viele, ob sie nicht doch lieber Geld in den Parkscheinautomaten werfen“, sagt der Stadtsprecher. Das Bewusstsein für hohe Geldbußen beim Falschparken setze sich vermutlich langsam durch.

Die Stadt Hannover testet einen neuen, hochmodernen Blitzer. Doch ob sie das 150.000 Euro teure Gerät anschafft, ist noch nicht gewiss.

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Auch andere Städte in Niedersachsen registrierten 2015 Millioneneinnahmen aus Parkgebühren und Strafzetteln. In Göttingen steckten Autofahrer 2,71 Millionen Euro in Parkautomaten, in Braunschweig 2,1 Millionen Euro. Die Bußgeldeinnahmen in Braunschweig beliefen sich auf 2,4 Millionen Euro.

In Hannover soll jetzt ein neuer Super-Blitzer zum Einsatz kommen. Man überlege, sagt Möller, ob das Gerät gekauft oder geleast werde. Womöglich müsse man sich auf dem Markt auch noch einmal umschauen. „Einen Beschluss wird es im Februar geben, aber die Tendenz geht in Richtung Anschaffung“, sagt er. Der Tempomesser kann fünf Tage autark arbeiten und schickt seine Daten kabellos an die Behörden. Der Preis beträgt 150.000 Euro.

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