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Stadt plant Leichtbauhallen für Flüchtlinge

Statt Turnhallenbelegung Stadt plant Leichtbauhallen für Flüchtlinge

Hannover will Flüchtlinge voraussichtlich bald in Leichtbauhallen einquartieren. Fünf Grundstücke sollen dafür genutzt werden. Entscheidungen über Ankauf und Standorte seien aber noch nicht gefallen, hieß es am Sonntag. Am Montag will Oberbürgermeister Stefan Schostok die Bezirksbürgermeister informieren.

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Stefan Schostok will die Bezirsbürgermeister am Montag über die Pläne informieren.

Quelle: Archiv

Hannover. Die Stadt rechnet weiter mit steigenden Flüchtlingszahlen und will verhindern, dass zusätzliche Turnhallen belegt werden müssen. Weil der Bau von festen Häusern oder Containeranlagen viel Zeit beansprucht, denkt die Stadtspitze jetzt an zunächst fünf Hallen mit einfachen, aber gut isolierten Wänden, die sich deutlich schneller errichten lassen. Ziel ist, sie dieses Jahr in Betrieb zu nehmen.

Die städtischen Fachleute haben fünf Grundstücke ausfindig gemacht, die geeignet sein sollen und kurzfristig zur Verfügung stehen, da sie sich im Besitz der Stadt befinden. Je nach Größe und Zuschnitt des jeweiligen Geländes könnten bis zu 400 Menschen in einer Leichtbauhalle unterkommen. Das wird sich aber wohl nicht an allen Standorten realisieren lassen. 

Die Stadt rückt damit noch weiter von ihren einstigen Plänen ab, Flüchtlingsunterkünfte stets nur für rund 50 Bewohner auszulegen. Aktuell stehe im Vordergrund, zügig Wohnraum zu schaffen, heißt es im Rathaus. Die Verwaltung gehe davon aus, dass in näherer Zukunft über die fünf Hallen hinaus weitere Gebäude benötigt werden.

Im vergangenen Jahr hat Hannover rund 2500 neu angekommene Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten untergebracht. Die aktuelle Quote des Landes Niedersachsen sieht vor, dass bis Ende März weitere 6000 Flüchtlinge nach Hannover kommen könnten. Die Stadt orientiert sich beim Bau von Unterkünften an diesem Richtwert – ob die Prognose eintrifft, ist unklar. Belastbare Zahlen für 2016 liegen noch nicht vor. Insgesamt leben derzeit rund 4500 Flüchtlinge in Unterkünften. Dazu zählen Heime in Festbauweise, angemietete Wohnungen und Wohnanlagen in Modulbauweise. Die Hälfte dieser Asylsuchenden ist allerdings in Notunterkünften wie Turnhallen untergekommen.

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