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Hannover sagt Nein zu Google Street View


Google hat es nicht leicht in Hannover: Bekannte Hannoveraner kündigen an, Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser oder Wohnungen einzulegen. Bei einer Umfrage auf der Internetseite haz.de äußern 54 Prozent der Leser Bedenken gegen den umstrittenen Dienst Street View. Doch es gibt auch andere Ansichten.
Was fehlt in dieser Reihe? Viele Menschen in Hannover wollen nicht, dass ihr Haus bei Street View zu sehen ist. Die Folge könnte so aussehen – Hannover zeigt Mut zur Lücke.

Was fehlt in dieser Reihe? Viele Menschen in Hannover wollen nicht, dass ihr Haus bei Street View zu sehen ist. Die Folge könnte so aussehen – Hannover zeigt Mut zur Lücke.

© Michael Thomas

Während Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) keinen Grund findet, warum die ganze Welt sehen solle, wo er wohne, hat sein Ordnungsdezernent und Parteigenosse Marc Hansmann kein Problem mit Street View. „Schließlich nutze ich das Angebot selbst, um mir vor Auslandsreisen einen Eindruck von fremden Städten zu verschaffen“, sagt er. Doch müsse er noch mit seiner Frau klären, ob auch sie auf einen Widerspruch verzichten wolle.

Der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg hat mit seiner Frau Heidi Merk bereits vor geraumer Zeit Widerspruch eingelegt. SPD-Politiker Wolfgang Jüttner bezeichnet Street View als „Eingriff in die Privatrechte“. Er kritisiert, dass er sich die Mühe eines Einspruchs machen muss. „Normalerweise müssten die mich fragen, ob die das dürfen“, sagt er.

Die Ratsfraktion der Grünen soll möglichst geschlossen ihren Widerstand gegen die Google-Fotos dokumentieren. Das zumindest legt Fraktionschef Lothar Schlieckau seinen Kollegen ans Herz. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke nimmt Street View mit Humor. „Ich will mir zunächst die Bilder von meinem Haus anschauen“, sagt er. Wenn er dann im Internet mit Badehose auf der Terrasse zu sehen sei, wolle er Widerspruch einlegen – oder darum bitten, dass sein Bauch gepixelt wird.

Für die Chefin des Tanztheaterfestivals, Christiane Winter, sollte „jedes Medium Grenzen haben“. Musiker Heinz-Rudolf Kunze meint, Navigationsgeräte reichten zur Orientierung völlig aus. Der Geschäftsführer von radio-ffn, Harald Gehrung, macht vor allem Sicherheitsbedenken für seine Ablehnung des Google Dienstes geltend.

Noch nicht entschieden hat sich Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Grundsätzlich meint er, nicht alles müsse in die Öffentlichkeit getragen werden. Die Kirchengemeinden sollten allerdings keinen Widerspruch einlegen, stellt er klar. „Die Kirche ist öffentlich.“ Die Chefin des Paritätischen in Niedersachsen, Cornelia Rundt, sieht durch Street View ihre Persönlichkeitsrechte verletzt.
96-Profi Altin Lala meint: „Die Reality-Show geht weiter, irgendwann haben wir Big-Brother-Verhältnisse.“

red.

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  • ten years after Leser – 16.08.10
    Ich habe das noch mal recherchiert: schon vor über zehn Jahren (1999) war das ganze Thema, als die Firma Teleatlas die Republik fotografiert hat und auf CD brennen wollte. Das wurde sogar gerichtlich genehmigt. Mittlerweile hat ja sogar der Hamburger Datenschutzbeauftragte eingeräumt, dass man im Zweifel... mit der bestehenden Rechtslage... also ja nun mal gar nichts gegen Street View tun könnte. Wer also jetzt Google kritisiert, sollte lieber mal die zuständigen Politiker fragen, mit was sie sich die letzten zehn Jahre beschäftigt haben!!
  • streetview Birgit – 16.08.10
    Ich bin erstaunt über die vielen Befürworter, vor allem, die damit argumentieren, anderer Datenmissbrauch sei ja noch schlimmer. Verstehe die Logik nicht...
    Jeder, der einmal Opfer einer Straftat war, insesondere eines Einbruchs, wird Streetview skeptisch gegenüberstehen. Und es sind nicht immer die Reichen, denen derartiges widerfuhr. Etwas mehr Einfühl8ungsvermögen und Respekt vor diesen Menschen wünsche ich mir hier.
    Ein Aspekt kommt aber kaum zu Wort:
    Was ist mit all denen, die kein Internet haben? Wie können diese sich erwehren? Warum hat die HAZ in der Samstagzeitung (die ich leider erst heute zugestellt bekam) keine Briefadresse angegeben?
  • Baukultur Architekt – 16.08.10
    Heiligs Blechle!
    Diese Hütten auf dem HAZ-Bild würde ich auch wegpixeln - möglichst vollständig, unter Zuhilfenahme eines Abrissbaggers!!!
  • wer Streetview verbieten möchte ... Schwermetall – 15.08.10
    ... der sollte sich mal den "Birdview" von Bing, also Microsoft ansehen.
    Hier hat man schon lange die Möglichkeit, sich die Gärten fremder Leute anzusehen.
    Hier z.B. das HAZ Dach [… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]

    Falls der Link nicht funktioniert, einfach auf [… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …] gehen,
    den gewünschten Ort aufsuchen.
    Nun bei Luftbild auf "Vogelperspektive" gehen und maximale Vergrößerung einstellen.
    OK, es nicht so detailreich wie Streetview, aber man kann ganz gut hinter die Kulissen blicken.
    Also ich finde das schon fast noch erschreckender.
  • Hannover sagt NEIN? Freeworlder – 15.08.10
    Ganz sicher sagt nicht ganz Hannover nein. Denn wer bei Google Street view NEIN sagt, der hat leider noch nicht gemerkt, was unsere Regierung so alles "für" den Datenschutz eines jeden einzelnen macht. Da fordert eine Politikerin, Verbindungsdaten und am liebsten auch Gesprächsdaten aus Internet und Telefon grundlos mindestens 6 Monate zu speichern. Da wird ohne Probleme dem SWIFT zugestimmt, wo komplette Bankdaten an die USA übergeben werden. Und da sind mehrer Millionen Menschen in Deutschland Inhaber einer Kundenkarte wie Payback und geben si ziemlich alles preis, inklusive Vermögen, Arbeitgeber und Einkaufsverhalten. Und trotzdem wird über eine Firma gemeckert, die Bilder macht und diese der Allgemeinheit zur Verfügung stellt? WACHEN SIE ENDLICH AUF. Und was die Bilder bei Google maps betrifft: Durch geotagging find ich heute schon reichlich Bilder von Hannover. Und, haben Sie das etwas mitbekommen?
  • verpixelt = Schatzkammer Prekärer – 15.08.10
    Das passt zum Zeitgeist:

    Arme Mieter können ihr sein Haus nicht verpixeln lassen.
    Dem Vermieter wird es egal sein. Es sei denn seine eigene Villa ist betroffen.

    Die Folge: reiche Vermieter sind verpixelt, die Mieter nicht. Reichtum den Reichen!

    Liebe Einbrecher seht es mal so: wo es verpixelt ist, lohnt es sich zweimal nach zu schauen, dort liegen die Schätze der oberen Stände.
  • Sonst haben wir ja keine Probleme Duc – 15.08.10
    Komisch nur, dass andere Länder damit kaum Probleme haben.
    Es wird nichts anderes gezeigt, als das was ohnehin jeder
    sehen kann. Dient doch auch dem bei uns so besonders wichtigen
    Umweltschutz, muß niemand mehr weite Strecken fahren, um seinen
    Wissensdurst zu stillen. Also ich freue mich auf die Bilder,
    wie viele andere sicher auch.
  • Der Weil mal wieder... ich – 15.08.10
    Das der Weil nicht zeigen will wie er wohnt ist doch klar.
    Könnte ja sein das jemand auf die Idee kommt sich an diesem Bürgerschreck für seine verachtungswerte Politik zu rächen.
    Oder es fällt auf wie viel Geld er für seine Hütte ausgegeben hat.
  • Galapagos-Stadt Jenny – 15.08.10
    Also ich komme aus dem Iran und hatte bereits seit über 30 Jahren aufgegeben, jemals mein Geburtsort und mein Kindheitshaus wieder zu sehen.
    Als Googleearth zum Jahre nach seiner Publik plötzlich auch meine Stadt zeigte, hatte ich vor Freude jeden den Ort gezeigt.
    Trurig war es natürlich zu sehen, was die Mullahs daraus gemacht hatten und leider konnte man von oben vieles nur erahnen. grüne Dächer erschienen als Gärten etc. Die Erinnerung ist nun einmal keine Vogelperspektive und somit erkennt man vieles nicht wieder und findet sich nicht zurecht.
    Eine Industrienation und vor allem Hannover sollte hier keine Chance auslassen sich bestens zu präsentieren und sich nicht zu verschließen.
    Wenn wir Berlin in Sachen Parties und Innovation überholen, gibt es auch wieder Forschung und Arbeitsplätze hier.
  • Hannover oder ....? Gerd – 15.08.10
    Ich kann mir schon vorstellen warum ein Herr Schmalstieg, Jagau oder gar Exkanzler Schröder ihre Paläste in der besten Lage Hannovers vor der immer stärker verarmenden Bevölkerung verbergen versuchen, während die Zahl der Leiharbeiter seit von der Regierungszeit der Sozialisten drastisch angestiegen ist und die Propaganda mit bessere Übernahmechancen sich nicht realisiert haben, wo vermeintliche Schwarzfahrer auf dem Weg zu Arbeit eine Anzeige kassieren und die Zahl der HarzIV empfänger und Suppenküchen-/Mülltonnenwühl-Rentner ein erschreckendes Verhältnis zu den noch ausgebeuteten Bevölkerung annimmt. Wo verantw. Manager nicht einmal mehr gerichtlich zu belangen sind und die Politiker sich ihre Diäten automatisch erhöhne.
    Wenn die Ex-Bischöfin Käßmann noch am Maschsee residieren würde, ...
  • Google Internetman – 15.08.10
    Voll krank alter
  • Plötzlich sind Bilder ein Problem? Peterle – 14.08.10
    Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen
  • PANIK!!!! JoJo – 14.08.10
    Liebe HAZ-Redaktion,

    euer Kampagnen-Konzept ist bei diesem Thema nicht nur völlig daneben, es ist eine üble Panik-Mache, Ihr schneidet Euch damit vielleicht auch noch ins eigene Bein. Was ist denn bitte die Konsequenz, wenn öffentliche Straßen, Fassaden und Häuser, Autos & Co. nicht mehr publiziert werden dürfen ohne Einwilligung aller Besitzer, Mieter & Co.? Gesetze nur für einzelne Unternehmen sind nicht erlaubt.Ihr könntet auf das 19. Jahrhundert-Format bei Eurer Zeitung wechseln: nur Text, denn Ihr fotografiert ja ständig Straßen, Häuser, Fassaden usw auch mit Ortsangabe, es gibt ja Bildunterzeilen.Kurz Ihr fordert im Prinzip nichts weiter als die Beschneidung der Pressefreiheit. Gratulation! Wenn man den ganzen kleinbürgerlichen Terror-Rentnern, pensionierten Studienräten und Spießbürgern, die jetzt Oh Gott oh Gott schreien, folgen würde, dürfte bald auch kein Vormieter ein Inserat mehr das Objekt mit Außenansicht im Netz schalten, der Heimtaforscher, nichht seinen Straßenzug in Döhren, die Hannover Touristik in ihren Broschüren nicht den Ballhof, es könnte ja ein einziger Anwohner Nö! sagen ...Also mit Verlaub, höchste Zeit so ein Blatt wie Ihres abzubestellen ....
  • ach ja.. Klage – 14.08.10
    ..sorry, ich meinte natürlich die Prominenten, die sich nicht anstecken liessen....
  • ..ach ja.. Klage – 14.08.10
    Ach ja, wo sind die Fotos von prominenten Hannoveranern, die sich
    von der Panikmache anstecken liessen und das Thema aus einer anderen Perspektive betrachten???
  • Hannover sagt nein zu Google Street View Klage – 14.08.10
    Die Überschrift ist das Letzte und entspricht nicht der Wahrheit!
    Die Mehrheit ist dagegen und weiss garnicht worum es geht, hat sicherlich noch nie die Fotoas im Internet gesehen. Schade! Es sind Fotos und keine Videos, die, wie schon erwähnt mindestens 1 Jahr alt sind, wenn sie veröffentlicht werden. Was ist zu sehen? Eine Fassade, unkenntlich gemachte Personen und Kfz.-Kennz. Keiner sieht in die Häuser bzw. Gärten. Das Thema Kriminalität in dem Zusammenhang ist Panikmache, wie alles. Ich bin sehr enttäuscht von der HAZ!! Gibt es zur Zeit keine wichtigeren Themen? Wer meckert über Google Earth etc. ? Die gibt es seit Jahren...
  • Der Gipfel der Peinlichkeit Leser – 14.08.10
    Jetzt kommt langsam raus, dass man nach der aktuellen Rechtslage nichts gegen Street View tun kann (vgl. Tagesschau)...

    Wenn Street View also ein Verstoß gegen Persönlichkeitsrechte ist, dann müssen sich unsere wackeren und so sehr an Datenschutz interessierten (stimmt's etwa nicht, Elena?) Volksvertreter doch mal fragen lassen, auf welchem Baum sie die letzten fünf, zehn Jahre geschlafen haben, während sich die Technik entwickelt hat (schließlich gibt es ja schon länger Maps und Geotagging und Street View im Ausland...) Aber wahrscheinlich gab es da keine drohenden Datenschutzdebakel (Stichwort Zensus...), für die man sich schon mal Vorschusslorbeeren ernten könnte....
  • entweder Feuerwerk oder Umweltzone. der_blaue_k – 14.08.10
    entweder Feuerwerk oder Umweltzone.
    Quecksilber"energiespar"lampen oder Umweltschutz
    und nachdem ich mich (bisher noch erfolgreich) gegen Internetbetrug wehren konnte, möchte ich keine Daten im Internet haben, die einfah mit mir verknüpfbar sind. (nicht nur) Google sei Dank vergisst das Netz noch langsamer als eine Elefantendame.

    nebenbei ist der captcha behindertenfeindlich
  • Eine Reise am PC Hans von der Leine – 14.08.10
    Ich habe sofort Widerspruch per Email bei google eingelegt und eine automatische Eingangsbestätigung mit einer fortlaufenden Antwortnummer bekommen. In der Antwortemail war ein Link zu google street view. Ich habe es sofort ausprobiert. Es ist viel sehr deutlich zu erkennen. Einen Bettler auf der Straße konnte ich heranzommen. Wäre mir diese Person bekannt, hätte ich keine Schierigkeiten trotz Gesichtsunschärfung diese Person wiederzuerkennen. Ansonsten sind sehr viele Einzelheiten per Zoom zu erkennen. Erschreckend!
  • Datenschutz SuSa – 14.08.10
    GoogleEarth ist doch auch nett. Das haben sicher viele von uns schon ausprobiert. Schlimmer ist SWIFT. Dort werden z.B. sämtliche Kontodaten an die USA offeriert. Warum und wozu eigentlich?
  • Wohnhaus paulchen – 14.08.10
    Mal ne Frage in den Raum. Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus mit 8 Parteien und 7 haben nichts gegen Google oder sind dafür und einer ist dagegen. Was passiert nun? Kann die eine Partei bestimmen oder gilt das Mehrheitsprinzip. Jetzt treiben wir das Ganze mal auf die Spitze, das Haus gehört einer Eigentümergemeinschaft, dürfen dann auch die Besitzer mitreden oder nur die Mieter? Muss da eventuell vorher noch eine Eigentümerversammlung und Mieterversammlung einberufen werden??? Ich finde diese ganze Diskussion 1. überflüssig und 2. hätte der Gesetzgeber schon längst Regeln aufstellen müssen!
    Noch mal ein kleines Beispiel zur Dummheit in Hannover: Unsere Eigentümergemeinschaft hat sich aus Angst vor der Strahlung gegen Mobilfunkantennen (gegen Bezahlung) auf unseren Dach entschieden, ja dann hat der Betreiber die Antennen auf das Nachbarhaus gesetzt. Jetzt bekommen wir die "Strahlung" direkt ab und das Geld kassieren andere! Tolle Entscheidung.
    Aber die ganze Demagogie der HAZ (sonst wird immer gleich gelöscht oder gesperrt) passt so richtig in das Provinzkaff Hannover. Leider muss ich noch ~10 Jahre hier aushalten aber dann: "Auf nimmer Wiedersehen Provinzkaff Hannover"!
  • Meinungsmache emmerson – 14.08.10
    Diese Art der Stimmungs- und Meinungsmache wie hier beim Thema StreetView und auch beim Thema Motorradunfall kannte ich von der bislang seriösen HAZ nicht. Offensichtlich wird hier versucht schwindende Leserzahlen mit Boulevardjournalismus wieder ein zu fangen. Mit seriösen und professionellen Journalismus hat diese Zeitung immer weniger zu tun. Tja, dank Knebelverträge für engagierte Jungjournalisten, eingekauften DPA-Berichten und stümperhaft recherchierten Reportagen wird die HAZ hoffentlich bald verschwinden. Adieu HAZ!
  • HAZ-Stimmungsmache buddha57 – 14.08.10
    ....die Guten sind gegen Google Street View. Will uns das die HAZ beweisen (Printausgabe vom Samstag). Und die Grünen SOLLEN im Rat geschlossen gegen Google Street View stimmen (Pluralismus bei den Gutmenschen?).
    Wird die HAZ auch denen ein schönes Forum (mit Bild) widmen, die FÜR Google Street View sind? Bei der Art und Weise wie sich die Medien auf vermeintliche "Angstgegner" stürzen, schwer vorstellbar.[… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • das Dorf Hannover Wohner – 14.08.10
    Ein Dorf, in dem die Bewohner sich nur ganz langsam mit Fahrrädern fortbewegen, das Feuerwerke verbietet weil sie Lärm und Staub machen, das sich dem Ruhe und Kontemplation hingibt, wie ein kleines Königreich regiert von einer Mischung aus Rat und Verwaltung, die einfach besser weiß, was für den Einzelnen gut und nützlich ist. Dieses vorindustrielle Idyll nennt man Bad Hannover, Schlumpfhausen oder die deutschen amish people.

    Und jetzt das Beste: diese deutschen amish people wollen unbekannt bleiben. Auf keinen Fall darf man die Stadt im Internet sehen, schon gar nicht mit Google (Amerikanisch ! Cola ! Comic !Verderbnis !), schon gar nicht die Häuser, das wäre Moderne und Fortschritt und Hektik und das Ende des schlumpfigen Lebensstils. Lieber nicht.

    Falls man nicht im ÖD ist oder Rentner, kann man an dieser Stadt eigentlich nur verzweifeln. Aber wahrscheinlich bin ich eh der einzige hier, der nicht im ÖD ist, respektive der mal die Illusion hegte, in eine dynamische Großstadt des 21. Jahrhunderts zu ziehen. Und nicht in ein vorindustrielles Dörfchen.
  • street view ? her damit ! sven – 14.08.10
    Hoffentlich geht es bald los. Ich freu mich drauf.
    Google fotografiert hier nur Strassenzüge und nicht im wohnzimmer.

    Wie es bei weils, schmalstiegs und anderen kaspern daheim aussieht, ist mir auch schnurz.
  • Re: Google Street View Autor – 14.08.10
    Ein Foto von einer Fassade sehe ich weiterhin als das geringste Datenproblem an. Sorgen bereiten mir eher Kunden-, ec- und Kreditkarten. Ich hoffe die Street View-Gegner nutzen derartige Karten nicht. Bei Facebook und anderen Diensten haben solche Personen auch nichts verloren. Auch Touristengebiete sollte man meiden, nicht dass man plötzlich im Rahmen der Panoramafreiheit abgelichtet wird und im Internet zu sehen ist.

    Welche Kriminellen sollen sich eigentlich mit Street View beschäftigen? Etwa der Gelegeneheits-Einbrecher, der schnell entschlossen ein Fenster in etwa zehn Sekunden aufhebelt? Oder etwa die professionellen Banden, die Ihre Taten wochenlang planen, indem Sie Gewohnheiten der Opfer und deren Nachbarschft auskuntschaften, und zudem tagesaktuelle Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln selber schiessen?

    Vielen ist wahrscheinlich gar nicht klar, dass die Fotos bereits ein Jahr und älter sind wenn sie veröffentlicht werden.

    Ach ja. Es gibt bereits Kameras, die durch Wände filmen können.
  • Was? Egal! Dagegen! Autor – 14.08.10
    Dämlicher geht's nicht: Hier stellen sich Street View-Gegner vor ihr Haus, lassen sich ablichten, nennen Ihre Namen und sind im Internet weltweit zu bewundern.
    [… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • Google Susanne – 14.08.10
    Eingriff ins privatleben sowas braucht man nicht.Es geht niemanden etwas an was im Haus oder im Garten passiert.
  • Absurde Diskussion Ingo L. – 14.08.10
    Ich stimme vielen meiner Vor-kommentatoren zu. das ist das absolute Sommerloch-Thema an der sich die Urlaubsvertretung der Krankheitsvetretung von Journalisten und Regierungssprechern laben können.

    Von diesen Aufzeichnungen werden alle profitieren, z.B. Autofahrer, die sich vor der Fahrt Anschauen wollen, wo genau sie hin müssen oder parken können. Kleinen Unternehmen und Arztpraxen bietes es dieMöglichkeit, sich visuell zu präsentieren.

    Und wenn man mal ganz ehrlich ist: wer ein Zeitungsabo hat, die EC- oder gar Payback-Karte nutzt, der gibt mehr preis, als wenn sein Haus in zig Milliarden Datensätzen untergeht. Wer z.B. an einem Gewinnspiel teilnimmt und die Datenschutzerklärung nicht richtig liest, liefert seine ganz persönlichen Daten direkt an Callcenter die einem auf betrügerische Weise das Geld aus der Tasche ziehen können.

    Falls es noch keiner gemerkt hat: Die Häuser sind (vor allem in Hannover) über Google Earth bereits von oben sehr gut zu erkennen.

    Die ganze Diskussion um Kriminalität ist doch ebenfalls völlig absurd. Wer wirklich irgendwo in ein Haus einbrechen will, der macht einen Spaziergang durch das entsprechende Viertel, um Details wie heruntergelassene Rolläden u.ä. zu beobachten... und das geht nicht bei Street View.
  • Noch etwas anonym – 14.08.10
    Sicher mag ein verschwommenens Objekt anziehender wirken. Aber warum soll ich mir da einen Kopf drüber machen, verdammt nochmal?? Kann ja auch sein, dass man die letzte Bruchbude bewohnt und einfach aus PRINZIP keine Veröffentlichung möchte. Es ist mal wieder Schubladendenken, nur weil man nicht möchte, dass sein Wohnsitz zu sehen ist, heißt es nicht automatisch, dass es sich dort lohnt. Ein Mensch mit kaputter Kleidung kann Millionär sein, der in Designerkleidung kann hoch verschuldet sein, um sich genau dies leisten zu können.....
  • Google Street View anonym – 14.08.10
    Es ist jawohl ein Eingriff in die Privatsphäre, auch wenn sich darüber streiten lässt. Vielleicht will man ja gar nicht, dass sein Wohsitz weltweit einzusehen ist.....Zumal geht es doch niemanden etwas an, wo und wie ich wohne. Ich entscheide doch selbst, wann, wo und ob ich überhaupt Informationen, Fotos etc. von mir und meinem Umfeld veröffentliche!!!! Aber ist doch toll, dass Kriminelle alles virtuell auskundschaften können und somit viel verdeckter z.B. Einbrüche planen können. Wann gibt es denn endlich die Kameras, die durch Wände filmen können?? Na ja, wir sind ja zum Glück erst am Anfang des Ganzen!!!!!
  • HAZ, aufwachen!!! Wischnek – 14.08.10
    Es ist erschreckend, in welcher Art die HAZ hier in den Chorus einsteigt, die diffusen Ängste der Leute ausnutzt und schürt (s. Printausgabe vom Samstag). Journalistisch verantwortungslos und einfach unter aller Kanone. Was ist nur aus dieser Zeitung geworden? Ohne Übertreibung, das ist Demagogie.
  • Wäre ja auch echt peinlich ... Hansi – 14.08.10
    ... wenn die ganze Welt die "Aushängeschilder" Hannovers sehen könnte: Ihme-Zentrum, Expo-Baracken und [… Beleidigung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]

    Besser nicht ...
  • Was wurde eigentlich gefragt? Tobias Rohde – 14.08.10
    Sind Sie dafür, dass Ihr Haus im Internet abgebildet wird und Sie auf dem Bild ggf. unbekleidet im Garten stehend zu sehen sind?

    [ ] ja
    [ ] nein

    Oder war es ...

    Welche Gründe sprechen dagegen, ein Haus im Internet, auch im Verbund mit den umgebenden Häusern, abzubilden?

    Und wieso wurde eigentlich nie gefragt, ob die Leute dafür sind, dass deren Banktransaktionsdaten, die ich für viel persönlicher halte, an die USA übermittelt werden, wo es kein Datenschutzrecht deutscher Ausprägung gibt und es ungewiss ist, was mit den Daten passiert?

    Ach ja, ist ja gerade Sommerloch und alle Zeitungen stürzen sich auf Google, die natürlich bekannter sind als SWIFT (ist das nicht ein Eis oder ein Staublappen) und damit ein attraktiveres Ziel abgeben. Und da übernimmt man natürlich gerne den Tenor der Zeitungen. Schöne Stimmungsmache. Mal sehen, welche Sau nächste Woche durch's Dorf getrieben wird.
  • Und wie Welt fragt sich ... Tobias Rohde – 14.08.10
    ... wer zum Geier ist Stephan Weil (oder eine von den anderen Nasen, die außerhalb von Hannover niemand kennt, geschweige denn in Hannover)? Und wo wohnt der, damit ich mir explizit sein Haus anschauen kann? Keine Sau interessiert sich dafür.

    Wurde denn schon mal nachgewiesen, dass irgendein Einbrecher ein Haus anhand mehrere Jahre alter Fotos ausgekundschaftet hat? Soweit ich weiß nicht.

    Ich empfehle übrigens auch den Artikel auf [… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • Hannover - wie es leibt und lebt.... 88cui – 14.08.10
    Ja, unser provinzielles Städtchen lehnt sich auf - Recht so! Wer einer Pizzabude auf der Lister Meile 3 Klo's abverlangt, hat schließlich einen Ruf zu verteidigen und ist ein würdevoller Nachfolgekandidat in Sachen Bielefeld-Verschwörung...
  • unwichtig Hannoveraner – 14.08.10
    Es gibt nun wirklich genug andere datenschutzrechtlich bedenkliche Dinge, gegen die man sich engagieren könnte, als ausgerechnet ein Bilderdienst, der nur deswegen ins Visier geraten ist, weil eine Ministerin massiv gegen ihn agiert und damit praktischerweise von anderen Plänen ihres Parteienverbunds ablenkt.
    Wachen Sie auf! Sie freuen sich, dass Sie eine Mücke erschlagen dürfen und bemerken nicht den Elefanten, der von hinten über Sie wegtrampelt.
  • Quantensprung für Kriminelle? F. aus Kleefeld – 14.08.10
    Wer Böses im Sinn hat, wird sich künftig wohl vor allem für die Häuser interessieren, die gepixelt sind. Da vermutet mancher dann mit vielleicht hoher Trefferquote das Heim eines Prominenten oder Wohlhabenden.

    Was mich an der Aufregung hier wundert: seit vielen Jahren gibt es auch von Hannover Luftaufnahmen (Satellit oder Flugzeug). Da kann man sich schon einen recht guten Überblick verschaffen, wie es in einer Straße oder einem Hinterhof / Garten aussieht. Beispielsweise bieten Immobilienportale diesen Service an, da kann man schon recht nah ranzoomen. Darüber hat sich meines Wissens nie jemand aufgeregt. HAZ und NP haben Luftbilder hannoverscher Straßenviertel online veröffentlicht und diese für gutes Geld sogar an Interessierte verkauft (und tun dies vielleicht sogar immer noch?)

    Die Google-Bilder haben sicher noch einmal eine bessere Qualität und zeigen mehr Details. Aber ob sie denn wirklich den Quantensprung für Kriminelle darstellen? Ich hab da so meine Zweifel. Was sagen z. B. Hauseigentümer in Keitum auf Sylt, deren friesischen Reethäuser ständig von Touristen fotografiert werden? Ich kann mich an kein Schild erinnern, welches das Fotografieren verboten hätte.

    So ganz nebenbei: Von wie vielen Prominenten oder Wohlhabenden kennen wir die Adresse und könnten uns dann gezielt online deren Haus ansehen? Ich denke mal, die allermeisten stehen nicht im Telefonbuch.

    Etwas mehr Gelassenheit wäre bei diesem Thema sicher angebracht, auch wenn ich persönlich Google nicht unbedingt als äußerst sympathischen und uneigennützigen Dienstleister bezeichnen würde.
  • Wer schreitet dort endlich ein? ben – 14.08.10
    Endlich mal ein Betätigungsfeld für eine Partei, die Initiative zu ergreifen, diesen Unfug zu verbieten.
    Wird sofort gewählt. Daten-und Persönlichkeitsschutz ist ein hohes Gut,daß es zu schützen gilt.
    Was die jungen, dummen und einfältigen Leute mit sich machen lassen, ist mir egal. Ich möchte nicht meine Verhältnisse veröffentlicht sehen. Frau Merkel mag das ja historisch gewohnt sein. Ich nicht
  • Was soll die Debatte J. Bolm – 14.08.10
    Haben wir nicht in Deutschland Panoramafreiheit, so dass man von öffentlichen Plätzen fotografieren darf was man möchte? Und ist es nicht so, dass der Fotograf dieses Foto veröffentlichen darf?
  • Nachtrag Neider – 13.08.10
    Ach ja, welch Ironie: während der Hannöversche Haus-und Grundverband noch gegen Street View geifert, machen die Kölner Kollegen mit dem Bilderbuch Köln zusammen eine Ausstellung!!! Wer seine Stadt liebt, der teilt sie eben gerne. Ich liebe Hannover und würde mir sehr wünschen, sie mit der ganzen Welt zu teilen - on- und offline.
  • Köln sagt Ja Neider – 13.08.10
    Köln sagt ja... zum Bilderbuch Köln. Das ist eine Webseite, die noch viel, viel weiter geht als Street View (und die nebenbei per Urteil von LG Köln Az. 28 O 578/09 als legal eingestuft wurde). Das erklärte Ziel ist es, von allen Kölner Häusern Fotos aus allen Epochen zu zeigen - georeferenziert und hochauflösend. Ich bin neidisch!!!!!
  • Einbrechen Leser – 13.08.10
    ... wo ich einbrechen würde, weiß ich nicht ich bin kein Einbrecher. Aber ich würde das verwaschene Haus erst mal schön gründlich fotografieren.... und auf Picasa geotagged veröffentlichen... damit die Nachwelt auch was davon hat.
  • Privatsphäre Leser – 13.08.10
    Na klar, wer hat dem wird gegeben. Privatsphäre, Recht am Bild vom eigenen Lattenzaun, Bankgeheimnis.
    Als Lohnsklave oder gar Prekarier hat man diesen Luxus nicht.
  • Invisible Guy Incognito – 13.08.10
    Zuerst einmal, dass ist mein Kommentar hier und das wird er hoffentlich auch bleiben.

    Ich versteh das Bedürfnis nach Privatssphäre, aber um mal eine vielleicht etwas blauäugige These in den Raum zu stellen: In welcher der drei Häuser auf dem oberen Bild würden sie jetzt eher einbrechen?:)

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Hannover in Zahlen

Hannover in Zahlen
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 521.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stephan Weil (SPD)


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