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Hannover sattelt auf

Sechs Routen durch Stadt und Region Hannover sattelt auf

Die Sonne wagt sich langsam heraus, und die Temperaturen steigen. Wer gerne Rad fährt, kann Hannover und die Region ganz neu erleben. Sechs Routenvorschläge weisen Radfahrern zum Saisonbeginn die
 schönsten Wege.

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 Den Lenker fest im Griff: Radfahrer an der Graft.

Quelle: Wallenwein

Die Fahrräder waren jetzt lange genug im Keller. Wer für die neue Saison Anregungen braucht, für den hat die Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG) etwas parat: Sechs Routenvorschläge für Touren in der Stadt plus zugehöriger Infobroschüre. „Hannover erfahren“ heißt das Paket, das von den HMTG-Mitarbeitern Elmar Best und Lars Gerhardts zusammengestellt worden ist, beides Diplom-Geografen mit einschlägigen Erfahrungen im Bereich Fahrradtourismus. „Wir haben das Rad nicht neu erfunden, die Routen gab es teilweise schon. Sie mussten aber überarbeitet werden. Außerdem haben wir Karten und Begleitmaterial ein einheitliches Design verpasst“, sagt Best.

Längste der sechs Routen ist der sogenannte Julius-Trip-Ring, der seinen Namen von Hannovers früherem Gartendirektor hat und dem die Stadt viele ihrer Parks und Gärten verdankt. Weitere Strecken führen jeweils vom Bahnhof zum Park der Sinne oder durch Herrenhausen nach Stöcken, vom Maschsee durch die Eilenriede oder am Mittellandkanal entlang. Stiefmütterlicher haben die beiden die Leineaue und die Leinemasch behandelt, was aber insofern verzeihlich ist, als dass es für dieses Gebiet genügend ausgeschilderte Routen gibt.
„Das Angebot richtet sich an Gäste und Einheimische“, sagen Best und Gerhardts. Überhaupt haben sich die Touristiker vorgenommen, Hannover stärker als Reiseziel für Fahrradfahrer in den Fokus zu rücken. „Willkommen in der Fahrradstadt Hannover“, heißt es vollmundig auf der Broschüre, und die HMTG hätte nichts dagegen, wenn sich das zu einem Markenbegriff entwickeln würde. Aus der Welt liegt das nicht: Im Großstädtevergleich schneidet Hannover in Sachen Fahrradnutzung gar nicht so schlecht ab, man liegt derzeit hinter Bremen auf Platz zwei.

Die Broschüre ist in einer Auflage von 30 000 Exemplaren erschienen. Sie enthält neben Kurzvorstellungen der sechs Routen Hinweise auf weitere Fahrradangebote wie etwa das regionale Radwegenetz, den Grünen Ring oder den Deisterkreisel. Es gibt Informationen über Fahrradmitnahme im Nahverkehr, Tipps zu Gastronomie und Sehenswürdigkeiten, Adressen von Fahrradverleihanbietern und Werkstätten.

Die sechs Karten, die neben den Streckenverläufen auch ausführliche Erläuterungen der jeweiligen Route enthalten, bringen es auf eine Auflage von je 10 000 Stück. Alles zusammen ist kostenlos erhältlich in den Bürgerämtern der Stadt, in der Touristinformation, bei Fahrradhändlern, in Hotels und in Gastronomiebetrieben.

Weitere Tipps für Radfahrer, Wanderer, Läufer, Golfspieler und Reiter gibt es hier im Internet.

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