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Hannover soll Veranstaltungszentrum für historische Automobile bekommen

Eilers-Gelände in Ledeburg Hannover soll Veranstaltungszentrum für historische Automobile bekommen

Hannover soll ein in Norddeutschland einmaliges Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum für historische Automobile und Motorräder bekommen. Es soll mehr als ein Museum sein und auch Schienen- und Flugzeugtechnik zeigen. Eine Gruppe hannoverscher Investoren hat am Mittwoch für einen hohen sechsstelligen Betrag das Gelände des ehemaligen Louis-Eilers-Stahlwerks im Stadtteil Ledeburg erworben.

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„Hannover ist ein idealer Standort für so ein Projekt“: Hans-Joachim Weise, Klaus Kirchheim, Matthias Korte, Rüdiger Veith (von links).

Quelle: Nico Herzog

Hannover. Auf dem 68.000 Quadratmeter großen Areal, das seit Jahren kaum noch genutzt wird, soll bis 2013 ein „Zentrum für Mobilität“ entstehen, das Geschichte und Zukunft verbindet. Nicht nur Klassiker, sondern auch die künftige Elektromobilität sowie der Nahverkehr sollen präsentiert werden.

Die vierköpfige Investorengruppe um den hannoverschen Harley-Davidson-Händler Matthias Korte und den Unternehmer Klaus Kirchheim haben eine Gesellschaft gegründet, der später eine Stiftung für das Projekt „Eilers-Werke – Mobile Welten in Hannover“ folgen soll. Am Mittwoch wurde im Rathaus die entsprechende Bauvoranfrage positiv beschieden – damit ist die grundsätzliche Zulässigkeit des Projekts geklärt. Die gesamte Investitionssumme ist noch nicht beziffert. Für die historische Halle auf dem Gelände rechnen die Initiatoren mit Restaurierungskosten von drei Millionen Euro. Das am Entenfangweg gelegene Verwaltungsgebäude der Eilers-Werke wurde am Mittwoch bereits an die Music Support Group (Deutsche Pop Akademie) aus München weiterverkauft, die dort ein Tonstudio einrichten und Ausbildung in der Medienbranche anbieten will.

Hannover soll ein in Norddeutschland einmaliges Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum für historische Automobile und Motorräder bekommen. Es soll mehr als ein Museum sein und auch Schienen- und Flugzeugtechnik zeigen.

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Ziel der Fahrzeug-Enthusiasten ist, in den „Mobilen Welten“ Ausstellungsfläche für Klassiker der Mobilitätsgeschichte zu schaffen, Sonderausstellungen zu ermöglichen und die reichhaltige hannoversche Technikgeschichte von Unternehmen wie VW, Continental oder Hanomag erlebbar zu machen. Zudem sollen sich Handwerksbetriebe auf dem Areal ansiedeln und Jugendliche in alten Handwerksberufen wie Sattler oder Stellmacher ausgebildet werden. „Das heutige Hannover sollte mit seinen Betrieben und technischen Innovationen eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlagen“, betont Korte.

Das Projekt ist auch das Ergebnis langer Überlegungen in der Klassikerszene. Bis Ende des Jahres wird eine Machbarkeitsstudie Aufschluss über die Möglichkeiten und die Rentabilität geben. Im Zentrum der „Mobilen Welten“ soll die fast 15.000 Quadratmeter umfassende Eilers-Industriehalle stehen, in der Flächen vorerst weiter vermietet werden.

Die Initiatoren haben bereits Kontakt zu Unternehmen und Politik aufgenommen. Zu den Unterstützern zählt der Burgdorfer Europaabgeordnete Bernd Lange (SPD), der in Brüssel in den Themenfeldern Mobilität und Industriepolitik arbeitet. „Wir wünschen uns einen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Politik, Stadt, öffentlichem Interesse und der Privatwirtschaft in all seinen Facetten“, betont Mitinitiator Korte.

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