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Hannover soll führender Robotikstandort werden

Neues Konzept von Uni und Region Hannover soll führender Robotikstandort werden

Region, Leibniz-Universität und weitere Partner wollen Hannover zu einem der bundesweit führenden Robotikstandorte machen. Dazu hat das Institut für Regelungstechnik der Hochschule unter der Leitung von Prof. Sami Haddadin ein Konzept mit dem Namen Roboterfabrik - einem Ausbildungsprogramm, das bereits in Schulen einsetzt - entwickelt.

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Prof. Sami Haddadin will Hannover zu einem der bundesweit führenden Standorte für Robotik machen. 

Quelle: Michael Wallmüller

Hannover. Die Kosten für die Roboterfabrik belaufen sich für die kommenden fünf Jahre auf 1,3 Millionen Euro, wobei die Region mit 800.000 Euro Zuschüssen den Löwenanteil trägt. Die Robotik war in Hannover in diesem Jahr auf der Cebit und der Industriemesse eines der zentralen Themen. Es geht um Roboter der nächsten Generation, die intelligenter, flexibler und feinfühliger als ihre Vorgänger sind. Dadurch eröffnen sich neue Einsatzmöglichkeiten. Sie können eine flächendeckende Automatisierung der Produktion in Großfabriken ermöglichen, aber auch in der Pflege und in privaten Haushalten eingesetzt werden. Haddadin hat für ­seine Forschungen in dem Bereich in diesem Jahr den mit einer Million Euro dotierten Alfried-Krupp-Förderpreis erhalten.

Die Projektbeschreibung für den Wirtschaftsausschuss der Regionsversammlung klingt an manchen Stellen geradezu euphorisch. So ist von einer künftigen Generation von „Robotic-Natives“ die Rede – Menschen also, die „die Robotik als selbstverständlich verfügbare und relevante Technologie sowie als Teil unserer künftigen Gesellschaft erfahren“. Der Bedarf an entsprechend ausgebildetem Nachwuchs nehme sehr stark zu. „Universitäten und Schulen sind nicht hinreichend auf diese nächste technologische Revolution vorbereitet“, heißt es in dem Papier.

Integriertes und durchgängiges Ausbildungsangebot

Das will man in Hannover mit der Roboterfabrik ändern. Man will ein integriertes und durchgängiges Ausbildungsangebot bieten, das bereits in den Schulen einsetzt und in einen Studiengang an der Leibniz-Universität mündet. Auch Berufsschulen sollen mitmachen. Damit die Praxis zu ihrem Recht kommt, stellen Industrieunternehmen wie die Kuka entsprechende Systeme bereit.
Die Erwartungen sind alles andere als niedrig. „Die Roboterfabrik trägt das Potenzial, mittelfristig zu einem strategischen Standortvorteil zu werden“, schwärmt die Region. Hochtechnologie-Nachwuchs für die gesamte Bundesrepublik könnte hier ausgebildet werden. Wenn derartige Fachkräfte „hoch verfügbar“ seien, werde das zum Faktor für Firmen auf Standortsuche.

Im Wirtschaftsausschuss stieß das Vorhaben am Donnerstag auf Zustimmung bei den Politikern. „Die besondere Bedeutung für die regionale Wirtschaft und für die mittelständischen Unternehmen liegt darin, dass diese nicht in der Lage sind, entsprechende Ausbildungsgänge alleine zu gestalten“, erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Gardlo.     

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