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Aus der Stadt Wunschkonzert bei der Kronsberg-Bebauung
Hannover Aus der Stadt Wunschkonzert bei der Kronsberg-Bebauung
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00:17 15.04.2016
Von Conrad von Meding
Auftakt zur Bürgerbeteiligung mit Stadtbaurat Uwe Bodemann. Quelle: Franson
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Hannover

Am Kronsberg soll in den nächsten Jahren eine Stadterweiterung für bis zu 7000 Menschen entstehen – am Dienstagabend hat die Verwaltung erstmals verschiedene Planungsvarianten gezeigt, wie der Stadtteil bebaut werden könnte. Etwa 200 Interessierte waren in den voll besetzten Saal des Stadtteilzentrums Krokus gekommen und hatten viele Wünsche und Anregungen mitgebracht. Am Ende gab es Applaus dafür, dass die Bürger bereits in dem frühen Planungsstadium mitreden können.

Den Besuchern stellte Christoph Elsässer vom Kölner Planungsbüro Astoc drei denkbare Grundformen vor, mit denen die zur Expo begonnene Bebauung des Kronsberg-Areals gen Süden fortgesetzt werden kann. Sie unterscheiden sich auf den ersten Blick vor allem darin, wie sie die privaten und öffentlichen Räume aufteilen: Eine Variante sieht einzelne „Landschaftsfugen“ vor, die wie Finger ins Baugebiet ragen. In der nächsten Variante ist das Wohngebiet nach Osten zum Kronsberg hin geöffnet und lässt den Landschaftsraum in vieleckiger Form zu den Häusern hinüberschwappen. Die dritte Variante sieht das Baugebiet nach außen geschlossen, hat aber im Inneren eine große, langgestreckte Grüne Mitte – „Central-Park“, wie Elsässer bemerkte und damit Lacher provozierte. Egal, welche Variante sich am Ende durchsetzt: Klar ist für die Planer, dass es in dem Baugebiet mehrere einzelne Quartiere geben muss, kleine Stadtplätze, an denen sich etwa Kitas oder Geschäfte ansiedeln können.

Die Konzepte sind gemeinsam mit Berufskollegen vom Rotterdamer Büro West 8 und einem Team um den hannoverschen Verkehrsplaner Prof. Michael Haller entwickelt worden. Mit interessierten Bürgern sollen sie an weiteren zwei Abenden (10. Mai, 14. Juni) diskutiert werden, bevor das offizielle Bauleitverfahren startet.

Kritik gab es am ersten Abend gar nicht, dafür aber viele Anregungen. Vehement kam die Forderung, diesmal an weitere Sportflächen zu denken. Beim ersten Kronsberg-Abschnitt waren sie schlicht vergessen worden. Bislang hat der TSV Bemerode die vielen Neusportler aufgenommen, jetzt aber keine Kapazitäten mehr. Vehement war auch die Forderung, diesmal Kitas, Schule und Geschäfte so rechtzeitig zu bauen, dass Neubürger nicht jahrelang mit Provisorien leben müssen. Die einen forderten bessere Verkehrsbedingungen für Autofahrer zur Lissabonner Allee, die anderen können sich einen autofreien Stadtteil vorstellen, ein anderer fordert Ladestationen für Elektromobile an Mehrfamilienhäusern. Baurat Bodemann sagte, ein autofreier Stadtteil werde es nicht, aber autoarm könne er durchaus werden. Darauf forderte eine Besucherin, dann den Stadtbahntakt zu verdichten – schon jetzt seien die Bahnen oft proppevoll. Das gab Applaus. Den meisten Applaus gab eine Forderung, die Straßenlaternen anders aufzustellen – ein Planungsfehler im ersten Bauabschnitt. Sie stehen so schlecht in den Parkbuchten, dass etliche schon repariert werden mussten – und viele Autos auch.

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