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Hannover stellt sich gegen den Waldabstand

Sondersitzug der Ratsgremien Hannover stellt sich gegen den Waldabstand

Hannovers Ratsgremien haben sich am Mittwoch in einer Sondersitzung einstimmig gegen den von der Region geplanten Waldabstand von 100 Metern für Neubaugebiete ausgesprochen. Dieses soll nach dem Willen der Region als Pflichtvorgabe ins neue Raumordnungsprogramm geschrieben werden.

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Quelle: Von Dithfurth (Symbolfoto)

Hannover. Ausnahmen würden dann nur noch mit Zustimmung von Forstwirtschaft und Naturschutz möglich sein. Einzig Patrick Drenske von den Grünen sagte, der Abstand sei fachlich sinnvoll. Doch auch seine Fraktion stimmte für eine Stellungnahme der Stadt, die dringend von der Regelung abrät. Insgesamt wurde das neue Raumordnungsprogramm der Region bis auf wenige Details begrüßt.

Die Reaktionen der Ratspolitiker auf die 100-Meter-Regelung waren überwiegend harsch. Die Region werde offenbar „von grünen Demagogen regiert“, polterte Felix Blaschzyk (CDU). Hannover als „waldarme Gemeinde“ zu bezeichnen sei lächerlich. Wilfried Engelke (FDP) wies darauf hin, dass „unser Stadtwald größer als der Central Park in New York“ sei. Hannover müsse in der Region anders behandelt werden „als ein Kuhkaff“.

Der langjährige Stadtförster Gerhard Dirscherl sagte, 35 Meter Abstand reichten aus. Georg Wilhelm vom Eilenriedebeirat hingegen forderte, die 100-Meter-Grenze zu achten. Diese sei auch beim Land eine Soll-Vorschrift und nötig für die Waldentwicklung.

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