Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Die Stadt wächst - und Wohnen wird immer teurer
Hannover Aus der Stadt Die Stadt wächst - und Wohnen wird immer teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 01.10.2016
Von Juliane Kaune
Es entstehen in Hannover neue Wohnungen. Doch oft sind sie teuer. Quelle: von Ditfurth
Anzeige
Hannover

„Dass hier mehr als 4000 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung gezahlt werden, war lange Zeit nicht denkbar“, sagt Immobilienexperte Andreas Schulten von der Beratungsfirma Bulwien-Gesa. Inzwischen werden bei Neubauten in Spitzenlagen sogar Preise von bis zu 5100 Euro erzielt – das sind 7,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Topmieten bei neuen Wohnungen liegen bei 14,50 Euro pro Quadratmeter und damit um 50 Cent höher als noch vor einem Jahr.

Sogar bei der Wiedervermietung relativ neuer, gut gelegener Wohnungen wird mittlerweile ein Quadratmeterpreis von 11,30 Euro erreicht, was einer Steigerung um 30 Cent entspricht. Gleichwohl liegt das Preisniveau sogenannter A-Städte wie Hamburg, München, Berlin oder Köln laut Schulten noch deutlich höher.

Dokumentiert sind die Zahlen im Immobilienmarktbericht, der neben dem Gewerbesektor auch die Wohnungsbranche analysiert. Allein mit Häusern und Wohnungen wurde demnach in der Region Hannover im vergangenen Jahr ein Umsatz von 1,95 Milliarden Euro erzielt. Doch reicht die aktuelle Bautätigkeit noch lange nicht aus: „Unser Ziel ist es, jedes Jahr mindestens 1000 neue Wohnungen zu schaffen“, sagte die städtische Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette bei der Präsentation des Berichtes. Vor allem in den Neubaugebieten Kronsberg-Süd und Wasserstadt, wo zusammen später mehr als 10 000 Menschen leben werden, sind weitere Wohnungen geplant. Tegtmeyer-Dette legt großen Wert darauf, dass diese Neubauten nicht nur für gut verdienende Menschen gedacht sind: „25 Prozent werden öffentlich geförderter Wohnraum sein.“

Auch die steigenden Preise bei den Mieten müssten differenziert betrachtet werden, sagt Tegtmeyer-Dette. Laut dem 2015 zuletzt aktualisierten Mietspiegel liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete in Hannover bei 6,17 Euro pro Quadratmeter – das entspricht einem Anstieg von 15 Cent beziehungsweise 2,5 Prozent gegenüber dem Vergleichswert von 2013. Laut Immobilienbericht ist diese Erhöhung „moderat“. Allerdings betrachtet der Mietspiegel auch alle alten Verträge – wer einen neuen Kontrakt abschließt, macht meist ganz andere Erfahrungen. Für Wohnungen in guten Lagen, die größer als 85 Quadratmeter sind, nach 1995 gebaut wurden, aber auch älter sein können, weist der Mietspiegel einen Mittelwert von 9,10 Euro pro Quadratmeter aus – eine Steigerung um 13 Prozent.

Laut Tegtmeyer-Dette lassen sich die Bemühungen, stetig neuen Wohnraum zu schaffen, mit erfreulichen Zahlen belegen: Im vergangenen Jahr wurden exakt 1232 neue Wohnungen fertiggestellt – und damit 65 Prozent mehr als 2014. In der Entwicklung der Mieten macht sich das gestiegene Angebot laut Immobilienfachmann Schulten jedoch noch nicht bemerkbar. Der Druck auf den Wohnungsmarkt sei unverändert hoch. Der Experte geht davon aus, dass dies in den kommenden Jahren so bleiben wird. „Die Preise werden schließlich stagnieren, aber nicht zurückgehen.“     

Aus der Stadt Sprunghafter Anstieg der Zahlen - Immer mehr süchtig nach Sportwetten

Die Zahl der Glücksspielsüchtigen durch Sportwetten ist in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen. Darauf wiesen Mitarbeiter des Diakonischen Werks und der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Step am Mittwoch bei einem Aktionstag in der Innenstadt hin. 

Tobias Morchner 01.10.2016

Nach einer Studie der Unfallforschung der Versicherungswirtschaft (UDV) ereignen sich in Hannover mehr folgenschwere Unfälle mit Stadtbahnen als im Durchschnitt von 58 untersuchten Städten. Die Studie betrachtet mit den Jahren 2009 bis 2011 einen länger zurückliegenden Zeitraum, wurde aber erst gestern in Berlin veröffentlicht.

Bernd Haase 01.10.2016

Ein junger Mann, der sich vor zehn Wochen eine 40-minütige Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte und bei seiner Irrsinnsfahrt mehrere Beinahe-Unfälle provozierte, ist gestern vom Amtsgericht zu einer sechsmonatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. 

Michael Zgoll 01.10.2016
Anzeige