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Hannover hat jetzt 537.700 Einwohner

Lagebericht 2015 Hannover hat jetzt 537.700 Einwohner

Hannovers Einwohnerzahl ist im vergangenen Jahr um 8900 Menschen auf 537.700 gestiegen. Verantwortlich dafür waren vor allem Ausländer, sowohl Flüchtlinge als auch Zuwanderer aus der EU. Der Zuzug vieler Menschen hat auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Laut Lagebericht liegt Hannover bei Mietpreis, Arbeitslosigkeit und Kriminalitätsrate im Mittelfeld.

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Die Einwohnerzahl in Hannover ist um 8900 Menschen gestiegen.

Quelle: Christian Behrens

Hannover. Im Lagebericht 2015, den die Verwaltung gestern vorgestellt hat, vergleicht sich die niedersächsische Landeshauptstadt mit 14 weiteren deutschen Großstädten, von denen alle außer Duisburg den gleichen Trend verzeichnen. Mit einem Zuwachs von einem Prozent der Einwohner im Jahr 2014 liegt Hannover in dem Ranking genau in der Mitte zwischen Leipzig (2,4 Prozent) und Duisburg (-0,3 Prozent). Einen großen Anteil am Einwohnerzuwachs der vergangenen Jahre haben demnach Flüchtlinge, Asylsuchende, aber auch EU-Ausländer, die nach Deutschland kommen. Weitere Erkenntnisse des Berichtes:

Staatsbürgerschaften: Nur 580 der 8900 Neu-Hannoveraner haben einen deutschen Pass. Etwa ein Drittel (2940 Personen) sind Zugezogene aus der Europäischen Union (EU), die restlichen 5380 Personen kamen aus Ländern außerhalb der EU. Die größten vertretenen Gruppen sind Syrer, Iraker, Sudanesen, Afghanen und Ghanaer. Die meistvertretenen Zuwanderernationalitäten innerhalb der EU stellen Rumänen, Polen, Bulgaren und Italiener.

Wohnungsmarkt: Für Hannover bedeutet das Bevölkerungswachstum in erster Linie, dass Wohnungen knapp werden. Trotz der Bemühungen durch die Verwaltung, unter anderem mit der Wohnbauflächeninitiative, der Hannoverschen Wohnungsbauoffensive 2016 und einem kommunalen Wohnraumförderprogramm dagegenzuwirken, stiegen die Mietpreise in der Stadt. Im vergangenen Jahr kletterte die Miete für eine 70 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Altbauwohnung um 5,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt betrug die Preissteigerung 2,4 Prozent. Dennoch belegt Hannover im Mietspiegelindex mit einem Durchschnittspreis von 5,90 Euro pro Quadratmeter den zehnten Platz unter den 15 größten Städten. Trotz der Wohnungsknappheit können sich die Hannoveraner, die eine Wohnung haben, glücklich schätzen. In keiner deutschen Großstadt steht jedem Einwohner durchschnittlich mehr Wohnfläche zur Verfügung. Während der Bundesdurchschnitt bei 39,24 Quadratmetern liegt, stehen jedem Hannoveraner rechnerisch 41,81 Quadratmeter zur Verfügung.

Arbeitsmarkt: In puncto Arbeitslosigkeit liegt Hannover im bundesweiten Vergleich mit einer Quote von 9,5 Prozent wieder im Mittelfeld. Negativer Spitzenreiter ist Duisburg (13,2 Prozent), am besten schneidet München mit 4,8 Prozent ab.

Kriminalität: Auch bei der Entwicklung der Straftaten belegt Hannover einen guten Mittelfeldplatz. Von 2013 auf 2014 stiegen die von der Polizei registrierten Delikte um 4,5 Prozent. Leipzig, das im bundesweiten Vergleich am schlechtesten abschnitt, verzeichnete eine Zunahme von 12,5 Prozent. Klassenprimus ist Duisburg mit einem Rückgang von 3 Prozent.

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