Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hannover hat jetzt 537.700 Einwohner
Hannover Aus der Stadt Hannover hat jetzt 537.700 Einwohner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 05.06.2016
Die Einwohnerzahl in Hannover ist um 8900 Menschen gestiegen. Quelle: Christian Behrens
Anzeige
Hannover

Im Lagebericht 2015, den die Verwaltung gestern vorgestellt hat, vergleicht sich die niedersächsische Landeshauptstadt mit 14 weiteren deutschen Großstädten, von denen alle außer Duisburg den gleichen Trend verzeichnen. Mit einem Zuwachs von einem Prozent der Einwohner im Jahr 2014 liegt Hannover in dem Ranking genau in der Mitte zwischen Leipzig (2,4 Prozent) und Duisburg (-0,3 Prozent). Einen großen Anteil am Einwohnerzuwachs der vergangenen Jahre haben demnach Flüchtlinge, Asylsuchende, aber auch EU-Ausländer, die nach Deutschland kommen. Weitere Erkenntnisse des Berichtes:

Staatsbürgerschaften: Nur 580 der 8900 Neu-Hannoveraner haben einen deutschen Pass. Etwa ein Drittel (2940 Personen) sind Zugezogene aus der Europäischen Union (EU), die restlichen 5380 Personen kamen aus Ländern außerhalb der EU. Die größten vertretenen Gruppen sind Syrer, Iraker, Sudanesen, Afghanen und Ghanaer. Die meistvertretenen Zuwanderernationalitäten innerhalb der EU stellen Rumänen, Polen, Bulgaren und Italiener.

Wohnungsmarkt: Für Hannover bedeutet das Bevölkerungswachstum in erster Linie, dass Wohnungen knapp werden. Trotz der Bemühungen durch die Verwaltung, unter anderem mit der Wohnbauflächeninitiative, der Hannoverschen Wohnungsbauoffensive 2016 und einem kommunalen Wohnraumförderprogramm dagegenzuwirken, stiegen die Mietpreise in der Stadt. Im vergangenen Jahr kletterte die Miete für eine 70 Quadratmeter große Drei-Zimmer-Altbauwohnung um 5,5 Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt betrug die Preissteigerung 2,4 Prozent. Dennoch belegt Hannover im Mietspiegelindex mit einem Durchschnittspreis von 5,90 Euro pro Quadratmeter den zehnten Platz unter den 15 größten Städten. Trotz der Wohnungsknappheit können sich die Hannoveraner, die eine Wohnung haben, glücklich schätzen. In keiner deutschen Großstadt steht jedem Einwohner durchschnittlich mehr Wohnfläche zur Verfügung. Während der Bundesdurchschnitt bei 39,24 Quadratmetern liegt, stehen jedem Hannoveraner rechnerisch 41,81 Quadratmeter zur Verfügung.

Arbeitsmarkt: In puncto Arbeitslosigkeit liegt Hannover im bundesweiten Vergleich mit einer Quote von 9,5 Prozent wieder im Mittelfeld. Negativer Spitzenreiter ist Duisburg (13,2 Prozent), am besten schneidet München mit 4,8 Prozent ab.

Kriminalität: Auch bei der Entwicklung der Straftaten belegt Hannover einen guten Mittelfeldplatz. Von 2013 auf 2014 stiegen die von der Polizei registrierten Delikte um 4,5 Prozent. Leipzig, das im bundesweiten Vergleich am schlechtesten abschnitt, verzeichnete eine Zunahme von 12,5 Prozent. Klassenprimus ist Duisburg mit einem Rückgang von 3 Prozent.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein frühere Zahnärztin ist seit fünf Jahren halbseitig gelähmt, weil sie einen Infarkt erlitt. Sie verlangt von der Medizinischen Hochschule Hannover wegen grober Behandlungsfehler Schmerzensgeld und Schadensersatz in sechsstelliger Höhe. Doch ihre Klage hat wenig Aussicht auf Erfolg.

Michael Zgoll 05.06.2016

In die Debatte um Helmut Schmidt als Namensgeber für eine Straße in Hannover hat sich jetzt auch SPD-Altkanzler Gerhard Schröder eingeschaltet. Er kritisierte seine Parteigenossen in Hannover, die Schmidts Rolle als Wehrmachtsoffizier untersuchen lassen wollen: "Für mich gibt es keinen Anlass, an der Integrität dieses großen Staatsmannes zu zweifeln." 

02.06.2016

Die SPD zögert damit, eine Straße in Hannover nach dem verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt zu benennen, weil dieser als Wehrmachtsoffizier an der Ostfront diente – und entfacht damit einen Sturm der Entrüstung. Selbst hochrangige SPD-Politiker sind entsetzt.

05.06.2016
Anzeige