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Kirchentag findet 2023 oder 2025 in Hannover statt

Evangelische Kirche Kirchentag findet 2023 oder 2025 in Hannover statt

Hannover wird wieder einen evangelischen Kirchentag ausrichten – entweder im Jahr 2023 oder 2025. Das teilte Landesbischof Ralf Meister vor der in Hannover versammelten Landessynode mit. Hannover war bereits 1967, 1983 und im Jahr 2005 Gastgeberin des protestantischen Festivals.

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2005 kamen rund 100.000 Menschen nach Hannover zum Abschlussgottesdienst unter freiem Himmel.

Quelle: dpa

Hannover. Landesbischof Ralf Meister hat am Donnerstag auf der Frühjahrstagung der Synode der hannoverschen Landeskirche seinen turnusgemäßen Bericht vorgelegt – und brachte dem Kirchenparlament eine frohe Botschaft mit. Der evangelische Kirchentag soll wieder in Hannover stattfinden, entweder im Jahr 2023 oder 2025. Damit wird Hannover zum dritten Mal Gastgeberin des Treffens der Protestanten in Deutschland. Der Kirchentag fand bereits 1967, 1983 und zuletzt 2005 an der Leine statt. 

Weiteres Thema in der Rede von Meister war der Umgang mit der AfD. Er wolle die rechtspopulistische Partei an ihrem Bekenntnis zur Glaubensfreiheit messen. Die kirchliche Position zur AfD und zu allen anderen Parteien entscheide sich an deren Bekenntnis zu der im Grundgesetz verankerten Religionsfreiheit, sagte er. Niemand dürfe demnach wegen seiner Rasse, Herkunft oder Religion benachteiligt oder bevorzugt werden. Daran seien Parteiprogramme zu messen. Im Umgang mit dem Einzelnen zeigten Christen Haltung gegen jede Form von Menschenverachtung, Rassismus und Unfreiheit. Sie würden aber niemanden verachten oder verdammen, sondern Räume für den Dialog und zur Versöhnung schaffen, betonte Meister. "Sowohl von linksextremistischen Gruppen bis zu rechtsextremen Kreisen gibt es Äußerungen, die klar zu verurteilen sind, weil sie diese grundlegenden christlichen Haltungen missachten", meinte der Bischof. 

Meister schlug seiner Landeskirche zudem ein "Jahr des Auftankens" vor. In diesem für 2019 angedachten Sabbatjahr gehe es darum, "Freiräume zu schaffen für geistliche Konzentration und um das Nachdenken über unser Leben als Kirche in gedrängten Zeiten", sagte er. Dazu könnten dann in der größten evangelischen Kirche in Deutschland der Verzicht auf Großveranstaltungen oder auf E-Mail-Verkehr nach 20 Uhr gehören. Auch die Zahl von Gremiensitzungen könne überprüft werden. Wichtig ist dem Bischof dabei der spirituelle Aspekt. Gremien sollten sich bewusst Zeit für geistliche Themen nehmen, und zwar "anstatt anderer Tagesordnungspunkte und nicht zusätzlich". So können Meister zufolge "Freiräume für die Quellen eröffnet werden, aus denen wir als Christinnen und Christen leben". Im katholischen Bistum Osnabrück läuft zurzeit ein ähnliches Projekt.

mbb/dpa/epd/frs

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