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Aus der Stadt Hannover wird zum Festivalgelände
Hannover Aus der Stadt Hannover wird zum Festivalgelände
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11:53 02.03.2016
Gemeinsam für die Musik: Eventmanager Klaus Timaeus (Mitte) zusammen mit Organisatoren und Kooperationspartnern der Fête. Quelle: Steiner
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Hannover

Das Musikfest wächst und wächst – und für die hannoverschen Organisatoren der Fête de la Musique, die Stadt, Iyabo Kaczmarek und Gunnar Gessner von der Agentur Festnetz und die vielen Kooperationspartner, ist die Veranstaltung längst eine Erfolgsgeschichte. Die 2008 aus Paris übernommene Idee, Künstler und Kulturveranstalter aufzurufen, die Innenstadt an einem Tag zum Festivalgelände zu machen, wurde von Beginn an von hunderttausend Besuchern begeistert angenommen. Und so wird das Musikfest, das weltweit immer am 21. Juni gefeiert wird, Jahr für Jahr zur beeindruckenden Werkschau über alle Musiksparten hinweg. Am Dienstag werden wieder 1500 Musiker und 200 Bands auf mehr als 40 Bühnen in der City kostenlos Konzerte geben. Wer mitmachen möchte, ist eingeladen. „Es wird überall Nischen geben, wo Menschen Musik spielen können“, sagte gestern der städtische Eventmanager Klaus Timaeus bei der Programmvorstellung.

Die Fête de la Musique beschreibt ein beeindruckendes Geschäftsmodell: Die Künstler spielen ohne Gage für ihre Stadt. Die Veranstalter stellen ihnen kostenlos Bühnen zur Verfügung. Das Publikum schenkt den Musikern Aufmerksamkeit. Am Ende haben alle gewonnen, denn selten war man so stolz auf die heimische Szene. Das Gesamtbudget kann Timaeus daher nicht beziffern: „Wenn wir den Künstlern Gagen zahlen müssten, wäre diese Veranstaltung nicht finanzierbar“, sagte er.

Der Freundeskreis Hannover bietet am Dienstag klassische Konzerte in der Galerie Luise mit den Pianisten Haiou Zhang und Johannes Klose. Beim Fairkaufhaus an der Osterstraße spielen Singer-Songwriter wie Kai Olaf, und im Brauhaus Ernst August wird Metal-Punk von Selmore DrivesBy zu hören sein. Es spielen Chöre wie der Knabenchor Seelze in der Marktkirche, Orchester wie das Jugendzupforchester im Ballhof und alternative Bands wie Rauschenberger und Mordslärm. Die größte Bühne der Fête de la Musique kommt in diesem Jahr erneut von der „exposive medien gruppe“ und steht auf dem Opernplatz. Dort wird die mit mehr als 15 Festivalauftritten derzeit erfolgreichste hannoversche Band Transmitter ihre Mischung aus Hip-Hop und Drum ’n’ Bass vorstellen. Weiterer Höhepunkt ist das Globale Dorf, das auf dem Steintorplatz errichtet wird. Dort gibt es schon ab Sonntag Konzerte von internationalen Musikern und Workshops zu Didgeridoo und Bodypercussion, für die man sich noch anmelden kann. Am Dienstag endet die Fête dort mit Klangkompositionen aus Istanbul.

Vorher können alle Hannoveraner gemeinsam auftreten: Auf der Musikland-Niedersachsen-Bühne auf dem Platz der Weltausstellung treffen sich alle und singen „Der Mond ist aufgegangen“. Das Lied wurde bei der Pressekonferenz von Künstlern und Organisatoren schon einmal probeweise dargeboten – der Vortrag ist ausbaufähig. Am Dienstag sind die Hannoveraner dran.
Weitere Informationen gibt es unter www.hannover.de/fetedelamusique im Internet

Jan Sedelies

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