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Hannover zählt seine Radfahrer

Zählstellen in der Stadt installiert Hannover zählt seine Radfahrer

Stadt und Region Hannover wollen mehr über die Zahl der Radfahrer erfahren. Deshalb haben sie in der Stadt drei Dauerzählstellen aufgestellt, die dokumentieren, wie viele Menschen täglich in die Pedalen treten.

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Zur Einweihung der Fahrrad-Zählstelle am Maschsee waren Lothar Pollähne, Axel Priebs, Oliver Kluck Heiko Efkes, Rike Arff und Edwin Süselbeck von der Agfk mit den Rädern unterwegs.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Zügig tritt die junge Frau in die Pedalen ihres Fahrrades. Im Schatten der Baumallee fährt sie am Maschsee das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer entlang. Sie ist heute Nummer 1786. Eine elektronische Zählstelle für den Radverkehr hat das gemessen. Am Mittwoch haben Heiko Efkes, Radverkehrsbeauftragter der Landeshauptstadt Hannover, und Axel Priebs, Regionsdezernent für Umwelt, Planung und Bauen, das Gerät, das kurz vor der Ecke zum Nordufer steht, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zwei dieser Zählstellen stehen bereits an der Straße Lange Laube und am Friedrichswall. Das Zählgerät misst mit einer im Boden verlegten unterirdischen Induktionsschleife, wie viele Radfahrer jeden Tag darüber fahren. Acht Stück sind im ganzen Stadtgebiet verlegt. Sie können die Felgen des Fahrrades identifizieren. Sobald Vorder- und Hinterrad sie passiert haben, springt die Uhr an den Zählstellen eine Zahl weiter. Vor drei Wochen wurde die Zählstelle am Maschesee aktiviert. Bis Mittwochmittag fuhren mehr als 97.000 Fahrradfahrer darüber. 

Die Stadt erhofft sich vom Aufbau eines Zählstellennetzes Aufschlüsse über die Entwicklung des Radverkehrs in der Stadt und über das Fahrverhalten zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten. "Mit dem Fahrrad kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten", sagt Priebs, der selbst gerne das Fahrrad benutzt. "Mit der öffentlichen Dokumentation durch die Zählstellen wollen wir den Fahrradverkehr in der Stadt präsenter machen, zum Mitradeln motivieren und eine Planungsgrundlage schaffen." Das große Ziel von Stadt und Region ist es, dass bis 2025 im Durchschnitt 21 Prozent aller Wege in und um Hannover mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Bereits heute gibt es aber Tage, an denen besonders viele Hannoveraner das Rad nutzen, um sich fortzubewegen. "An Streittagen haben wir einen Zuwachs von rund 40 Prozent", sagt Efkes. Mit der neuen Technik will sein Team über eine Internetseite auswerten, wie viele Menschen tatsächlich in die Pedalen treten. So könne man sehen, an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten die meisten Menschen auf dem Rad unterwegs sind, und ob Regenwetter oder Kälte eine Auswirkung auf ihr Verhalten hat.

Regionsdezernent Priebs glaubt, Hannover sei eine gute Fahrradstadt. "Aber es gibt immer Luft nach oben. Die Radrouten müssen attraktiver werden, damit immer mehr Menschen das Fahrrad benutzen." Der angehende Berufssoldat Lukas Lohmeyer ist viel mit dem Rad in Hannover unterwegs. "In der Stadt fehlen an einigen Stellen gute Radwege", sagt der Gabsener. Er nutzt es vor allem als Fitnessgerät. Ärgerlich seien vor allem buckelige Wege, unübersichtliche Kreuzungen und Straßenbahnschienen. "Das ist schon verbesserungswürdig", sagt er und setzt sich wieder auf sein Rennrad. Heute ist er Nummer 1794.

Von Isabell Rollenhagen

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