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Aus der Stadt HannoverImpuls und Hannover-Holding wachsen zusammen
Hannover Aus der Stadt HannoverImpuls und Hannover-Holding wachsen zusammen
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08:02 08.12.2010
Von Mathias Klein

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Jans-Paul Ernsting, hat sich in der Sitzung über die geplante Schließung des Existenzgründerzentrums (EGZ) in Linden-Mitte beklagt. Wie Teilnehmer der Sitzung am Dienstag berichteten, kritisierte Ernsting im nicht öffentlichen Teil die Vernachlässigung des Handwerks bei der Wirtschaftsförderung. „Man konzentriert sich zu stark auf die Wachstumsbranchen, die klassischen Kleingewerbetreibenden spielen keine Rolle“, sagte Ernsting im Anschluss an die Sitzung. Für Existenzgründer im Bereich des Handwerks seien nicht nur Büroräume entscheidend, sondern auch Werkstätten, meinte er. „Ich erwarte, dass man anstelle des EKZ Ersatzlösungen für das Handwerk schafft“, sagte der Handwerkschef. Die Zahl der Handwerksbetriebe in der Region steige. Insgesamt gebe es rund 10.000 Handwerker, davon etwa die Hälfte im Stadtgebiet.

Zuvor hatten die Politiker mit breiter Mehrheit die Verschmelzung der Hannover-Holding für Wirtschaftsförderung, Marketing und Tourismus mit Hannoverimpuls beschlossen. Die neue Gesellschaft mit dem Namen Hannoverimpuls nimmt die Arbeit zum 1. Januar auf. Kernaufgaben sind die Förderung von Firmengründungen mit dem Ziel der Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze, Marketing und Tourismusförderung für Hannover sowie die Gestaltung des Internetauftritts hannover.de.

Die fusionierte Gesellschaft, die je zur Hälfte Stadt und Region gehört, soll mit Michael Beck von der Holding, Ralf Meyer von Hannoverimpuls, Regionswirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz sowie seinem hannoverschen Amtskollegen Hans Mönninghoff vier Geschäftsführer haben.

Vor dem Fusionsbeschluss hatte Meyer eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit von Hannoverimpuls präsentiert. Mit Unterstützung der Gesellschaft seien im vergangenen Jahr 3934 Arbeitsplätze geschaffen worden. Außerdem sei Hannoverimpuls schlagkräftiger geworden. Als Beispiel dafür nannte er unter anderem, dass zusätzlich zum öffentlichen Zuschuss im vorigen Jahr von 5,9 Millionen Euro 3,6 Millionen Euro von Hannoverimpuls eingeworben werden konnten.

Christoph-Justus Loskant (CDU) bemängelte, dass die Wirtschaftsförderung der Region nicht an der Fusion beteiligt ist. „So läuft das nur auf Salamitaktik hinaus“, meinte er. Für die SPD bezeichnete Ratsherr Ralf Borchers die Verschmelzung als einen „wichtigen Entwicklungsschritt“. Werner Putzke von den Grünen sagte, es sei nicht sicher, ob es die Arbeitsplätze nur durch das Engagement von Hannoverimpuls gegeben habe.

Die Gesellschaft soll in der Vahrenwalder Straße untergebracht werden – im bisherigen Technologie-Zentrum.

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