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Aus der Stadt Hannoveraner erinnern sich an ihre Schultüte
Hannover Aus der Stadt Hannoveraner erinnern sich an ihre Schultüte
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00:22 06.09.2015
Gerne was mit Pferden: Karstadt-Geschäftsführer Kai-Uwe Riedel mit Tüte. Quelle: Schaarschmidt
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Hannover

„Pink und mit Pandabären“ war die Tüte von Janne, 24. Selbst gebastelt mit Moosgummi und passend zum Ranzen. Dazu gab es auch gleich noch ein Pandabuch. Ganz im Zeichen von Borussia Dortmund stand dagegen die Einschulung von Nils Hiddessen, ebenfalls 24. Obwohl diese schon 18 Jahre her ist, weiß er noch genau, was in seiner schwarz-gelben Tüte war: Tasse, Stifte und Block im BVB-Stil. „Inzwischen bin ich aber 96-Anhänger“, grinst der gebürtige Dortmunder.
Viele können sich gar nicht mehr an ihre Tüte erinnern. Gut, dass die Mama noch alles weiß. So hat Lena Bußmann, 18, keinen Schimmer mehr, doch ihre Mutter Petra weiß noch, dass „sie pink und selbst gebastelt war, eine typische Mädchentüte eben“, mit Pferden und Prinzessinnen. Aber neben Süßigkeiten gab es auch die „vernünftigen Sachen“ wie das Lineal oder Radiergummi.

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Petra Bußmann und  Tochter Lena (18):Lena: "Ich kann mich wirklich gar nicht an meine Schultüte erinnern."Petra Bußmann: "Ich weiß das noch ziemlich gut, die Tüte war nämlich selbst gebastelt und pink. Sie hatte eine typische Mädchen-Schultüte mit Pferden und Prinzessinnen. So etwas wollten die Mädels damals eben. Süßes und andere Kleinigkeiten waren da drin, aber auch die vernünftigen Sachen, wie ein Lineal oder Radiergummi. Das muss ja schließlich auch sein."

Was für die Jüngeren selbstverständlich ist, war vor knapp 60 Jahren überhaupt nicht üblich: Bei der Einschulung von Landtagspräsident Bernd Busemann gab es am ersten Tag in der Dorfschule für niemanden die sogenannte Zuckertüte. Zwar hält Busemann die Schultüte an sich für eine gute Sache, doch „es wird sehr viel übertrieben“ mit den Geschenken. Da werde die Einschulung leider oft zur Geldbeutelfrage für die Eltern.
In den Kaufhäusern Hannovers sind die Regale momentan gefüllt mit Ranzen, Heften und natürlich auch den bunten Tüten. Die von der Schule geforderte Materialliste werde zwar abgearbeitet, erklärt der Filialgeschäftsführer von Karstadt, Kai-Uwe Riedel. „In die Tüte selbst kommen aber vor allem Süßes und kleine Spielsachen.“ Gerade sehr beliebt bei den Kindern seien die gelben Filmfiguren „Minions“.

Dass die Schultüten eher zweckmäßig gepackt werden, stellt Carsten Deilecke, Abteilungsleiter der Schreibwarenabteilung bei Galeria Kaufhof, fest. Trotzdem darf es für die Mädels gerne der pinke „Topmodel“-Block und für die Jungs etwas von „Käpt‘n Sharky“ sein. Schließlich ist der erste Schultag ja etwas ganz Besonderes.

Von Elena Everding

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