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Hannoveraner erinnern sich an ihre Schultüte

Zum Schulstart Hannoveraner erinnern sich an ihre Schultüte

Man hätte das schon längst mal tun sollen: Sich auf den Kröpcke stellen und Menschen nach ihrer Schultüte fragen, kurz vor dem Einschulungstag 2015. Die Hannoveraner in Erinnerungen schwelgen lassen.

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Gerne was mit Pferden: Karstadt-Geschäftsführer Kai-Uwe Riedel mit Tüte.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover. „Pink und mit Pandabären“ war die Tüte von Janne, 24. Selbst gebastelt mit Moosgummi und passend zum Ranzen. Dazu gab es auch gleich noch ein Pandabuch. Ganz im Zeichen von Borussia Dortmund stand dagegen die Einschulung von Nils Hiddessen, ebenfalls 24. Obwohl diese schon 18 Jahre her ist, weiß er noch genau, was in seiner schwarz-gelben Tüte war: Tasse, Stifte und Block im BVB-Stil. „Inzwischen bin ich aber 96-Anhänger“, grinst der gebürtige Dortmunder.
Viele können sich gar nicht mehr an ihre Tüte erinnern. Gut, dass die Mama noch alles weiß. So hat Lena Bußmann, 18, keinen Schimmer mehr, doch ihre Mutter Petra weiß noch, dass „sie pink und selbst gebastelt war, eine typische Mädchentüte eben“, mit Pferden und Prinzessinnen. Aber neben Süßigkeiten gab es auch die „vernünftigen Sachen“ wie das Lineal oder Radiergummi.

In Hannovers Innenstadt haben wir Erwachsene nach ihren Schultüten gefragt.

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Was für die Jüngeren selbstverständlich ist, war vor knapp 60 Jahren überhaupt nicht üblich: Bei der Einschulung von Landtagspräsident Bernd Busemann gab es am ersten Tag in der Dorfschule für niemanden die sogenannte Zuckertüte. Zwar hält Busemann die Schultüte an sich für eine gute Sache, doch „es wird sehr viel übertrieben“ mit den Geschenken. Da werde die Einschulung leider oft zur Geldbeutelfrage für die Eltern.
In den Kaufhäusern Hannovers sind die Regale momentan gefüllt mit Ranzen, Heften und natürlich auch den bunten Tüten. Die von der Schule geforderte Materialliste werde zwar abgearbeitet, erklärt der Filialgeschäftsführer von Karstadt, Kai-Uwe Riedel. „In die Tüte selbst kommen aber vor allem Süßes und kleine Spielsachen.“ Gerade sehr beliebt bei den Kindern seien die gelben Filmfiguren „Minions“.

Dass die Schultüten eher zweckmäßig gepackt werden, stellt Carsten Deilecke, Abteilungsleiter der Schreibwarenabteilung bei Galeria Kaufhof, fest. Trotzdem darf es für die Mädels gerne der pinke „Topmodel“-Block und für die Jungs etwas von „Käpt‘n Sharky“ sein. Schließlich ist der erste Schultag ja etwas ganz Besonderes.

Von Elena Everding

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