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Ein Restaurant mit Lüttje Lage für China

Pläne für Changde Ein Restaurant mit Lüttje Lage für China

In der chinesischen Stadt Changde wollen die Hannoveraner Lutz Käsemann und Torsten Block sowie der von dort stammende und in Hannover lebende Geschäftsmann Xia Bailan ein Restaurant eröffnen. Im Lokal an der Hannover-Straße soll es Lüttje Lage geben - und mit Moos bepflanzte Wände.

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An der Hannover-Straße in Changde entsteht das Restaurant.

Quelle: privat

Hannover. Die Hannover-Straße in der chinesischen Stadt Changde lockt immer mehr Unternehmer von der Leine ins Reich der Mitte. Und die Restaurant-Idee der Gastro- und Veranstaltungsexperten Torsten Block und Lutz Käsemann sowie der in Hannover lebenden und aus Changde stammenden Unternehmerin Xia Bailan ist ein Beispiel dafür, dass es in dem 370-Millionen-Euro-Komplex in der chinesischen Provinz Hunan nicht nur darum geht, eine irgendwie hannöversche Kulisse zu errichten, sondern sie auch mit Leben von der Leine zu füllen.

Im Restaurant mit dem Namen „Deutsch“ (Chinesisch: „De Guo“) finden die Gäste auf der Karte unter anderem die Lüttje Lage und die „Hannolette“, eine Frikadelle mit besonderer Würzmischung und Zubereitungsart, die Käsemann exklusiv vermarktet. Diese für China ungewohnten Genüsse werden aber nicht der exotische Höhepunkt des Restaurants mit Platz für bis zu 400 Gäste und Konzertbühne sein. Block hat auch bei der Einrichtung Besonderes vor. Die Betonwände des Gebäudes sollen von innen mit Moos ausgekleidet werden. „Die Millionenstädte sind dort chronisch von Smog geplagt. Wir können mit dem Moos für eine in China kaum gekannte Luftqualität sorgen“, erklärt Block.

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Wer weiß, wie lang in Deutschland der Weg von der Idee bis zur Restaurant-eröffnung ist, dem wird angesichts des von Block, Käsemann und Xia angepeilten Timings schwindelig. Gestern wurde der Letter of Intend (Deutsch: Absichtserklärung) für die Gründung eines Joint Ventures mit chinesischen Partnern vor Ort und den Betrieb des Restaurants unterschrieben. Dabei haben vor allem die Changde-Reise von Oberbürgermeister Stefan Schostok im vergangenen Herbst, Xias Kontakte in ihre alte Heimatstadt und die Unterstützung von Peter Eisenschmidt, bei den Wirtschaftsförderern von Hannoverimpuls zuständig fürs Internationale, den Weg geebnet.

Am 18. Oktober soll erneut eine Hannover-Delegation (wahrscheinlich mit Schostok) zur Eröffnung des Viertels und seiner wichtigsten Geschäfte zu Gast sein. Bisher steht vom Restaurant der Rohbau. Montag reist Block mit einem Innenarchitekten nach China, um die Pläne am Objekt abzustimmen und unmittelbar den Innenausbau zu starten. „Am 18. Oktober wird noch nicht das ganze Restaurant fertig sein. Aber für eine Aktion wird es reichen, und den Vollbetrieb beginnen wir auch noch vor Ende des Jahres“, sagt er.

Block ist einer der umtriebigsten Vertreter in Hannovers Veranstaltungsszene. Als „Macher“ war er Mitte der Achtzigerjahre in der Disco Rotation im Anzeiger-Hochhaus, beim Musikzirkus, in der Music Hall sowie als Konzert- und Festivalveranstalter dabei. Zuletzt betrieb er unter anderem in der List das Catering- und Eventunternehmen Castillo. Käsemann ist Chef der hannoverschen Eventagentur Trendline. Xia ist beim Freundeskreis Hannover-Changde aktiv und begleitet seit dessen Beginn das Projekt Hannover-Straße in der chinesischen Stadt.

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