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Hannoveraner kippen zu viel Müll ins Klo

Stadtentwässerung Hannoveraner kippen zu viel Müll ins Klo

Laut der Stadtentwässerung Hannover sind heruntergespülter Müll und Essensreste zwei große Probleme im Abwasserprozess. Insgesamt würden in Hannover vier Tonnen Restmüll die Toilette heruntergespült - und das täglich. Am Tag des Wassers informierte die Stadtentwässerung in der Innenstadt über ihre Arbeit.

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Hausmeister Heinrich Bloch alias Pedro Prüser klärt die Besucher am Stand der Stadtentwässerung über den richtigen Umgang mit der Toilette auf. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Eine gläserne Toilette und 27 Aufsteller, auf denen Berufe wie Leitungsbauer, Maurer oder Forstwirt stehen: Am Tag des Wassers gab es am Dienstag einiges zu sehen in der Innenstadt.

Die Aktion stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wasser und Arbeitsplätze“. Das nutzte die Stadtentwässerung Hannover, um an einem Stand am Kröpcke ihre drei Ausbildungsberufe „Fachkraft für Abwassertechnik“, Elektroniker und Industriemechaniker vorzustellen. „Gerade bei den Fachkräften für Abwassertechnik fehlen uns junge Leute“, sagt Helmut Lemke, Pressesprecher der Stadtentwässerung.

Doch nicht nur auf die Ausbildungsmöglichkeiten wollte der Umweltbetrieb aufmerksam machen, sondern auch darauf, dass viele Menschen die Toilette als Mülleimer missbrauchen. Mit einer gläsernen Toilette - gefüllt mit Plastikmüll, Kleidungsstücken, Spielzeug, Putzlappen, Papprollen und Batterien - stellte die Mitarbeiter der Stadtentwässerung das anschaulich dar. Was übertrieben wirkt, ist traurige Realität: Derzeit landen täglich rund vier Tonnen Restmüll auf den beiden hannoverschen Klärwerken. Und auch runtergespülte Essensreste sind ein großes Problem. „Wir geben jährlich über 150 000 Euro für die Rattenbekämpfung aus“, sagt Lemke. Trotz des ernsten Problems durfte aber auch gelacht werden. Das Comedy-Hausmeisterpaar „Bertha und Heinrich Boll“ klärte Besucher des Standes auf lustige Weise über den richtigen Umgang mit Wasser und Toilette auf.

Auch Enercity beteiligte sich am diesjährigen Tag des Wassers. Neben einem Stand, an dem Auszubildende von ihrer Arbeit berichteten, bauten die Mitarbeiter der Stadtwerke 27 lebensgroße Aufsteller am Platz der Weltausstellung auf. Die Silhouetten sollen die vielen verschiedenen Berufe verkörpern, die am Prozess der Trinkwasserversorgung beteiligt sind. Dazu gehören zum Beispiel Bauingenieure, IT-Berater, Kundenbetreuer, Maler und Probenehmer.

„Für die Objektinstallation standen unsere echten Mitarbeiter Modell“, sagt Carlo Kallen, Pressesprecher von Enercity. „Unser symbolisches Gruppenbild soll zeigen, wie vielfältig die Berufe rund um das Enercity-Wasser sind“, erklärt Andreas Kalix, Leiter der Wassergewinnung. „Hier gibt es Berufe, an die man beim Thema Wasser gar nicht denkt.“

Von Johanna Stein

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