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Lasertag-Halle in der Geisterstation geplant

Entscheidung frühestens im Sommer 2016 Lasertag-Halle in der Geisterstation geplant

Für die sogenannte Geisterstation der Stadtbahn unter dem Raschplatz gibt es Nutzungskonzepte. Eines sieht vor, in der Tunnelstation ein sogenanntes Metro Activity Center einzurichten. Dort soll unter anderem Lasertag gespielt werden. Eine Entscheidung wird jedoch frühestens im Sommer 2016 getroffen.

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Lasertag ist eine Art Räuber-und-Gendarm-Spiel mit Laserpistolen.

Quelle: Archiv

Hannover . Lasertag ist eine Art Räuber-und-Gendarm-Spiel mit Laserpistolen. Außerdem planen sie sogenannte Escape-Rooms: Darin werden Spieler gruppenweise eingeschlossen, in völliger Dunkelheit müssen sie einen Schlüssel finden, um sich binnen einer Stunde wieder zu befreien. Zusätzlich ist ein vegetarisches Catering vorgesehen. Die Station wurde ursprünglich für eine mögliche vierte U-Bahn-Strecke im Innenstadtbereich errichtet. Weil diese nie gebaut wurde, liegt die Station seit vier Jahrzehnten still und wurde in der Vergangenheit nur sporadisch für Veranstaltungen genutzt.

Platz für Laserspiele oder Skateboarder? Die stillgelegte Station unter dem Raschplatz.

Quelle: Wilde

Die Hannoveraner Tobias Braune und Dimitri Vujicic hatten die Idee für das Metro Activity Center. Während Braune und Vujicic ihr Metro Activity Center am liebsten im November eröffnen möchten, will sich die zuständige Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra) Zeit lassen. „Die Räume sind grundsätzlich für so etwas geeignet, zumal keine wesentlichen Einbauten vorgenommen werden müssen“, sagt Geschäftsführer Stefan Harcke. Die Infra müsse aber erstens die Planfeststellungsbeschlüsse für den oberirdischen Stadtbahnbau abwarten, um mit der Umnutzung der unterirdischen Station nicht im Vorfeld vollendete Tatsachen zu schaffen. Zweitens gebe es auch andere Interessenten – etwa eine Initiative, die eine Skaterbahn betreiben wolle, weshalb die Nutzung der Station öffentlich ausgeschrieben werden müsse. Und drittens will Harcke mit Stadt und Region abklären, „ob eine Nutzung für Schießspiele erwünscht ist“.

Geld verdienen und Gutes tun

„Mit dem Metro Activity Center projektiert Cover-Immobilien (Braune, die Red.) zusammen mit Activenture (Vujicic) ein wirtschaftliches und touristisches Freizeitangebot im Herzen Hannovers“, heißt es in einem Exposé. Die beiden Initiatoren, ein Lehrer und ein Physiotherapeut und Fitnesstrainer, verweisen darauf, dass sich vor allem Lasertag zur Trendsportart entwickelt habe. Bei dem Freizeitvergnügen tragen die Spieler eine Weste und einen sogenannten Phaser. Beide leuchten in Teamfarbe. Ziel ist es, Mitglieder anderer Mannschaften mit dem Phaser zu markieren (sprich: abzuschießen) und so Punkte zu sammeln. Das Spiel ist in Europa auf dem Vormarsch und wird auch von Polizisten zu Übungszwecken ausgeübt. In Hannover gibt es schon Lasertag-Arenen.

Braune und Vujicic planen Investitionen von 220.000 Euro – unter anderem für einen Notausgang. „Zwar wollen wir mit dem Metro Activity Center Geld verdienen, aber auch Gutes tun“, sagt Braune. So sollen jährlich 100.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit gespendet werden. Für den Betrieb in der Tunnelstation würden etwa 20 Angestellte benötigt, davon allerdings viele in Teilzeit.

Die Initiatoren haben zwischenzeitlich an vielen Stellen für ihr Projekt geworben – auch bei Regionspolitik und der Industrie- und Handelskammer. „Dabei sind wir auf Zustimmung gestoßen“, berichtet Braune. Politiker hätten zugesagt, das Thema nach der Sommerpause in der Regionsversammlung zur Sprache zu bringen. Harcke wiederum erklärt, schon aus planungsrechtlichen Gründen könne eine Entscheidung über die Nutzung der Geisterstation frühestens Mitte kommenden Jahres fallen. Dass sie auf jeden Fall wieder belebt werden soll, sei aber unstrittig.

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