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Hannoveraner wegen Mord in Holland in Haft

Zwillingsbruder beim IS? Hannoveraner wegen Mord in Holland in Haft

Ein Kleinkrimineller aus Hannover wird verdächtigt, in Amsterdam einen Mann umgebracht zu haben. Der in Linden-Mitte wohnende Mann schiebt die Schuld aber seinem Zwillingsbruder zu. Der soll sich nach HAZ-Informationen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Wie Anwalt Dimitrios Kotios bestätigt, wurde der aus Griechenland stammende Tzeichoun E. am 2. August in Linden-Mitte festgenommen. Der 29-Jährige, der bisher wegen kleinerer Delikte wie Diebstahl und Drogenbesitz aufgefallen war, bestreitet die Tat und belastet seinen eineiigen Zwillingsbruder. Der soll sich nach HAZ-Informationen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

Was E. im Detail vorgeworfen wird, ist auch für Kotios nicht ganz klar. Die Amsterdamer Staatsanwaltschaft umreißt den Fall im Auslieferungsantrag nur in wenigen Zeilen. Am 4. Mai diesen Jahres hatten die örtlichen Beamten einen Toten in seiner Wohnung entdeckt, jemand hatte ihm die Kehle durchgeschnitten. Die Obduktion ergab, dass der Mann ein bis zwei Tage vorher getötet wurde. Ein Abgleich der am Tatort gefundenen Spuren mit Datenbanken führte schließlich nach Hannover zu Tzeichoun E. Doch der bestreitet die Tat. „Er sagte, er sei überhaupt nicht in Amsterdam gewesen“, sagt Kotios.

E. hat jedoch einen eineiigen Zwilling, der durch das weitgehend identische Genmaterial auch als Täter in Betracht kommen könnte. Dieser soll sich dem IS angeschlossen haben. Wo er sich zurzeit aufhält und ob er zum Tatzeitpunkt in Amsterdam war, ist nicht bekannt. Die Familie soll am vergangenen Sílvester zum letzten Mal Kontakt mit ihm gehabt haben.

Zurzeit befindet sich Tzeichoun E. in den Niederlanden im Gefängnis, nachdem das Oberlandesgericht Celle einer Auslieferung zugestimmt hat. Wann er vor Gericht erscheinen muss, ist unklar.

Von Isabel Christian

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