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Aus der Stadt Hannoveraner sollen Grundgebühren für Restmüllabfuhr zahlen
Hannover Aus der Stadt Hannoveraner sollen Grundgebühren für Restmüllabfuhr zahlen
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00:15 17.03.2013
Von Bernd Haase
Mitte Juni soll die Müllreform endgültig von der Regionsversammlung beschlossen werden. Quelle: von Ditfurth (Symbolfoto)
Hannover

Details sollen bis zum 4. April ausgearbeitet werden.Darauf müssen sich die Einwohner einstellen, wenn das Modell eine politische Mehrheit findet:

  • Änderungen für Hannoveraner: Sie müssen ab Januar 2014 erstmals Grundgebühren zahlen. Die sollen regionsweit einheitlich liegen und 7,50 Euro pro Grundstück (zu verteilen auf die Zahl der Haushalte) plus weitere 2,50 Euro fix pro Haushalt betragen. Dazu kommt die Gebühr für die Tonnenentleerung. Sie beträgt zum Beispiel für die 40-Liter-Tonne bei 14-tägiger Leerung 5,10 Euro pro Behälter. Diese Tonnengröße gibt es bisher nicht, sie soll aber zusätzlich eingeführt werden.
  • Änderungen für Umlandbewohner: Haushalte können entscheiden, ob sie ihren Restmüll weiter in den Sack oder in die Tonne stopfen wollen. Wer beim Sack bleibt, kann ihn nicht mehr wie bisher im Handel kaufen, sondern muss vorher sein Müllvolumen abschätzen und erhält dann von aha entsprechend Säcke. Wie diese verteilt werden, steht noch nicht fest. Die Gebührensätze setzen sich aus Grundgebühr und Volumen zusammen und entsprechen denen in der Stadt Hannover.
  • So läuft die Umstellung: Die Wahlfreiheit zwischen Sack und Tonne kann im Umland nur sukzessive eingeführt werden; aha rechnet mit einem Gesamtzeitraum von vier bis sechs Jahren. Das heißt im Umkehrschluss: Wer von Sack auf Tonne umstellen will, muss darauf möglicherweise lange warten.
  • Die Sache mit dem Sperrmüll: Die Änderungen beziehen sich nur auf die Restmüllabfuhr. Sperrmüll, Wertstoffhöfe und alle anderen bisher kostenfreien Serviceleistungen von aha sollen auch künftig kein Geld kosten.
  • Gewinner und Verlierer: Sie stehen endgültig erst fest, wenn der Satzungsentwurf vorliegt. Tendenziell dürften im Vergleich zu heute Haushalte mit wenigen Bewohnern in der Stadt und kopfstarke Haushalte im Umland stärker belastet werden. Billiger wird es dagegen für Umland-Haushalte mit wenigen Bewohnern (also für diejenigen, die sich besonders für den Erhalt der Sackabfuhr starkgemacht haben).
  • Zeitplan: Mitte Juni soll die Müllreform endgültig von der Regionsversammlung beschlossen werden.
  • Insellage: „Verschandeln Sie bitte nicht unsere Wohngebiete mit Tonnen“, appellierte eine Einwohnerin in der Bürgerfragestunde, die sich für den Sack starkmachte. An dem Begriff störte sich Regionsdezernent Axel Priebs: „Wir akzeptieren den Wunsch nach dem Sack. Aber ich verwahre mich dagegen, dass in 99 Prozent des Bundesgebietes das Chaos herrscht.“ Restmüllsäcke gibt es außerhalb der Region nur noch in Leer, in Mettmann sowie im Ostalbkreis.
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