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Hannoveranerin bedroht Bekannte bei Schüler-VZ und muss ins Gefängnis

Gerichtsurteil Hannoveranerin bedroht Bekannte bei Schüler-VZ und muss ins Gefängnis

Erst wurde sie selbst angegriffen – dann drehte sie den Spieß um. Eine 20-Jährige hat auf der Internetplattform Schüler-VZ eine Bekannte heftig beschimpft und bedroht. Die Hannoveranerin wurde jetzt vom Gericht zu mehr als zwei Jahren Haft verurteilt.

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Wegen Beleidigungen über das Netzwerk Schüler-VZ ist eine Hannoveranerin verurteilt zu einer Haftstrafe worden.

Quelle: Screenshot

Hannover. Bedrohungen und Beleidigungen auf der Internetplattform Schüler-VZ ziehen für eine 20-jährige Hannoveranerin erhebliche Konsequenzen nach sich: Das Amtsgericht Hannover hat die Heranwachsende jetzt zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, die sie im Frauengefängnis in Vechta absitzen muss. In das Urteil flossen allerdings mehrere Vorstrafen ein.

In dem Jugendforum war die Angeklagte zunächst selbst von ihrer Bekannten beschimpft worden. Daraufhin entspann sich zwischen ihnen ein derber Wortwechsel, bei dem die 20-Jährige ihre Kontrahentin auch als „Hure“ bezeichnete. Schließlich drohte sie schriftlich, ihr „ein Messer in den Kopf zu rammen“. Dies brachte der Verfasserin eine Strafanzeige ein.

20-Jährige hat bereits eine Haftstrafe hinter sich

Während das Verfahren bei einem Ersttäter vermutlich wegen Geringfügigkeit eingestellt worden wäre, brachte es bei der 20-Jährigen den Stein ins Rollen. Sie hatte schon einmal wegen Körperverletzung und Diebstahls in Haft gesessen und war frühzeitig auf Bewährung freigekommen. Vor diesem Hintergrund nahm auch die Verteidigerin gestern die zuvor eingelegte Berufung vor dem Landgericht zurück: „Da hat die Justiz keine andere Chance mehr, als eine Jugendstrafe zu verhängen“, räumte Alexandra Zimmermann ein. Die Anwältin gab aber zu bedenken, dass es für ihre Mandantin im Frauengefängnis in Vechta „kaum Möglichkeiten gibt, auf den rechten Weg zurückzufinden“. Die Bildungs- und Hilfsangebote seien dort weitaus eingeschränkter als in Anstalten für männliche Jugendliche, sagte Zimmermann. Die Vertreter der Jugendgerichtshilfe pflichteten ihr bei: Die Angebote für die jungen Frauen seien „eine Katastrophe“.

Nach Angaben von Stadtsprecherin Konstanze Kalmus betreute die Jugendgerichtshilfe im vergangenen Jahr gut 2900 strafrechtlich auffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende, davon waren gut 860 weiblich. Für junge Frauen, die in Haft müssen, gibt es in Vechta lediglich die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen. Den hatte die 20-Jährige bereits in Haft absolviert. Und die Ausbildung zur Köchin ist in dem Frauengefängnis die einzige berufliche Bildungsmaßnahme, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führt.

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